Das dritte Album „(The) City Screams My Name“ von den Punkrockern “The Creetins” ist im September 2006 erschienen. Wir haben Sänger und Gitarrist Frederick Frank vor ihrem Konzert im Prime Club in Köln getroffen und ihm einige Fragen gestellt...
Bumbanet: Seid ihr alle zufrieden mit eurem neuen Album oder gibt es irgendwas, was ihr bei dem nächsten Album anders machen wollt?
The Creetins: Wir sind echt zufrieden. Dieses Mal haben wir viel mehr Zeit im Studio verbracht. Wir haben die Platte in Berlin mit Archi von Terrorgruppe aufgenommen. Wir haben Sachen ausprobiert, die wir vorher nicht ausprobieren konnten. Insofern sind wir auch sehr zufrieden.
Bumbanet: Habt ihr schon mal daran gedacht, auf Deutsch zu singen? Wenn nicht, warum?
The Creetins: Auf Deutsch zu singen... Nein, seitdem es uns gibt, singen wir immer auf Englisch. Fast alle Bands, die unsere Vorbilder sind, singen auch alle auf Englisch. Ich persönlich finde, dass es sich auf Englisch irgendwie cooler anhört. Wir haben noch nie mit dem Gedanken gespielt, auf Deutsch zu singen. Es wird nie einen Creetins-Song auf Deutsch geben.
Bumbanet: Ihr habt 2006 auf der Deconstruction Tour mit Bands wie „Bouncing Souls“, „Pennywise“, „Boysetsfire“ die Bühne geteilt. Sind das Bands, die ihr selbst hört?
The Creetins: Ja, absolut. Es war uns eine große Ehre und Freude, da mitspielen zu können. Das sind alle Bands, die wir früher gehört haben. Früher hast du sie gehört und jetzt spielst du auf einmal mit ihnen auf derselben Bühne, total cool. Nach der Show haben wir mit „Pennywise“ ein paar Bier getrunken, alle sind total nett, das war eine super fette Party.
Bumbanet: Warum ist euer alter Bassist Hendrik 2005 ausgestiegen? Wegen seines Studiums?
The Creetins: Ja, genau. Wir haben ihm damals gesagt, dass wir uns mehr auf die Band konzentrieren wollen. Wir wollten nur noch auf Tour gehen und Platten aufnehmen. Er hat gesagt, dass ihm das Studium wichtiger ist. Dann habe ich aber gleich einen Ersatz gefunden, nämlich Fanski. Er ist damals mein Mitbewohner gewesen und ist immer noch mein Mitbewohner. Ich musste also nur einmal durch unsere Küche gehen, bei ihm anklopfen und fragen, ob er Lust hat.
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Bumbanet: Euer neues Album ist bei Roadrunner Records erschienen, vorher wart ihr bei Vitaminepillen Records. Warum habt ihr eigentlich die Plattenfirmagewechselt?
The Creetins: Vitaminepillen Records ist ein kleines, sehr cooles Punklabel. Wir wollten aber ein bisschen mehr erreichen. Bei einem kleinen Label ist man doch schon schnell an den Grenzen. Bei Roadrunner Records arbeiten mehr Leute, es ist alles ein bisschen professioneller. Sie haben uns ganz andere Türen geöffnet. Ich spiele zum Beispiel mit dem Gedanken, ins Ausland zu gehen und Roadrunner ist sofern ein Superlabel, sie kümmern sich wunderbar um uns. Es läuft alles ganz gut.
Bumbanet: Würdet ihr irgendwann gerne einen Vertrag mit einer Plattenfirma wie Epitaph oder Fat Wreck abschließen?
The Creetins: Das ist eine gute Frage. Diese sind auch verdammt gute Labels, aber mit Roadrunner Records haben wir schon die erste Wahl getroffen.
Bumbanet: Spielt ihr dieses Jahr auf einem Festival?
The Creetins: Wir spielen dieses Jahr auf mehreren Festivals, unter anderem auf With Full Force Festival. Da sind coole Bands dabei, viele Hardcore- und Metal-, aber auch Punkbands. Wir werden auf mehreren kleinen Festivals spielen. Danach sind wir im Studio und nehmen die nächste Platte auf.
Bumbanet: Habt ihr denn schon neues Material?
The Creetins: Ja, wir schreiben gerade Songs und nehmen Demos auf. Wir sehen zu, dass wir in den nächsten Monaten mit den Demos fertig werden. Dann gehen wir ins Studio.
Bumbanet: Besucht ihr selbst Festivals?
The Creetins: Ja, also mein Lieblingsfestival, auf dem wir auch aufgetreten sind, ist Wilwarin. Es ist ein kleines Festival in der Nähe von Kiel, wo wir herkommen. Da spielen auch richtig gute Bands wie „Mad Sin“ zum Beispiel.