Die zweite Welle aus Berlin rollt. Neben Massiv droppt auch MOK aus Berlin-Neukölln sein nächstes Album beim Major Sony BMG. Trotzdem bleibt er zur Hälfte noch eigenständig und seinem Label Ersböserjunge treu. Seinen Namen MOK aka Musik oder Knast trägt er nicht zu unrecht, denn 2002 wurde er unter anderem wegen Bandenkriminalität verhaftet. Jetzt aber ist der Weg frei für sein Album „Hustler“, die Single „Big Boss“ rotiert bereits.
Bumbanet: Es läuft wieder rund bei dir?
MOK: Ja, in letzter Zeit und weiterhin werdet ihr immer mehr von mir hören. Die Verkäufe laufen gut, ich werde reich.
Bumbanet: Und du hast einen fetten Vertrag?
MOK: Ich habe einen Vertriebsvertrag bei Sony BMG, Label ist Ersboeserjunge und meine Familie ist Aggro Berlin.
Bumbanet: Deshalb disst du jetzt Bushido um schnell berühmt zu werden?
MOK: Ich disse keinen aus Famegründen! Ich bin Underground und habe zwei Mal „Gold“ bekommen. Ich disse Bushido wegen seinen Bitchmoves, nicht wegen Fame!
Bumbanet: Und Eko?
MOK: Eko hatte ich auf dem Kicker wegen seines Moves gegen Aggro. Aber der Junge hängt mit meinen Cousins rum, wie der Turan von den 36ern, und meine Cousins hängen nicht mit Opfern rum. Ich hab mich mehrmals mit Eko unterhalten, er ist ein guter Junge.
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Bumbanet: Mit Killa Hakan hast du engen Kontakt?
MOK: Ich habe großen Respekt vor Killa Hakan. Ich nenne ihn nie so, sondern immer Hakan Abi. Ich weiß nämlich wer er ist und wie er das geworden ist. Seine Stimme ist einmalig, Lyrics top! Er ist schon ein Vorbild für mich. Er hatte mir vorgeschlagen, mal was auf türkisch zu machen und ich sagte zu. Dafür, dass ich zum ersten Mal was türkisches gerappt habe, war die Resonanz wirklich super!
Bumbanet: Was sagst du denn zu Shok Muzik?
MOK: Shok Muzik hab ich früher auch mal gefeiert. Heute gibt’s kaum noch was über die zu sagen.Ich wollte zwischen denen und uns eine Brücke zu schlagen, aber nein alter! Die haben versucht uns von hinten zu ficken! Du kannst doch nicht mit ner Bauerngruppe versuchen den König zu stürzen. Jetzt kopieren sie, versuchen das Brot von Anderen weg zu nehmen. Das kann man nicht machen, so erntet man keinen Erfolg.
Bumbanet: Tragt ihr bei euren Geschichten nicht manchmal auch etwas dick auf?
MOK: Ja, hast Recht. Massiv, Shok, Aggro und ich... alle Rapper von diesen Straßen. Aber in jeder Geschichte steckt schon Wahrheit hinter alter! Wir hatten alle keinen silbernen Löffel, die meisten Eltern waren in der Arbeiterklasse. Aber klar gibt’s auch einige Lügen hinter der Fassade. Man sollte halt nur soviel erzählen, sodass man sich am nächsten Morgen noch im Spiegel in die Augen gucken kann. Ansonsten kann’s irgendwann auf einmal sehr schnell sehr schlecht laufen, dann fickt plötzlich eine Gruppe Opfer dich und du weißt nicht wo oben und unten ist.
Bumbanet: Wann kommt dein Album?
MOK: Mein Album kommt Mitte Mai. Es wird abgehen. Video kommt bei MTV, der Vertrieb läuft. Alles super, wenn man bedenkt dass ich Indie bin.