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Interview: Dog eat Dog News

Wir trafen Dog Eat Dog bei ihrer „Walk with me Europa Tour“ im Cobra in Solingen. Nach sieben Jahren musikalischer Flaute sind Dog Eat Dog nun mit ihrem neuen Album „Walk with me“ auf Tour. Die Jungs, die in den Neunzigern die Skateboardkultur mit ihrem außergewöhnlichen Style prägten, sind immer noch die Alten. Nun kommen endlich ihre Fans wieder auf ihre Kosten...

Bumbanet: Dog Eat Dog hat wie man weiß ein besonderes Verhältnis zu Deutschland, was ist das besondere an Deutschland wenn ihr hier spielt?

Dog Eat Dog: Wir sagen manchmal, dass Deutschland unsere zweites Zuhause ist, weil wir  hier soviel Zeit  verbringen. Unser Management, unser Plattenlabel und unsere Bookingagentur sind aus Deutschland, unsere letzte Platte haben wir in Gütersloh aufgenommen. Wir lieben es hier, verbringen daher viel Zeit hier. Grundsätzlich denke ich, dass Europa eine treue Bühne war und ist. Europa hat die Band immer unterstützt. Wobei Deutschland unser Hauptterritorium ist, wir haben hier ein paar richtig tolle Shows gespielt, genauso wie in anderen Ländern auf dieser Tour, wir waren in Tschechien, Frankreich, Holland, Österreich und der Schweiz aber Deutschland bedeutet uns besonders viel.

Bumbanet: Euer neuer Produzent ist ebenfalls ein Deutscher, Claus Grabke, wie kam der Kontakt zustande?

Dog Eat Dog: Wir haben oft mit „Thumb“ getourt und gespielt, die Band wo er in den Neuzigern spielte. Und er war auch ein Pro-Skater, war also vertraut mit den Themen Skateboarding und Snowboarding und so. Und als es dann Zeit war einen neuen Producer zu suchen, wollten wir jemand haben, der die Philosophie von Dog Eat Dog versteht: Skaten, Snowboarden, Spass haben. Aber dennoch jemanden der auch Musiker war. Und unser Management empfahl uns Claus. Als wir ihn trafen fühlten wir direkt eine gute Verbindung zu ihm. Es war eine tolle Erfahrung, die Platte mit ihm zu machen. Und dank Claus ist der neue Gitarrist von Dog Eat Dog der Gitarrist von „Thumb“: Axel. Man könnte also sagen: Wir sind jetzt so eine Art “Doggy-Thumb”.

Bumbanet: Ihr habt euch lange Zeit gelassen mit dem neuen Album, was für einen Eindruck habt ihr von der neuen Platte?

Dog Eat Dog: Das Gute bei dieser Platte war, dass wir keinen Druck von Außen hatten. Es ging nur darum was zu machen, wo wir dabei Spaß haben. Es ist eine Platte von Herzen. Es gab kein Plattenlabel, was uns sagt was wir machen sollten, wie zum Beispiel: "Ihr braucht da noch einen Hit und da braucht ihr das…". Es ist eine Platte geworden, die hundertprozentig Dog Eat Dog ist. Und es ist mein Lieblingsalbum, es war die einfachste Zeit die wir im Studio hatten, und die mit dem meistem Spaß. Wir sind schon stolz darauf, es hat sieben Jahre gedauert, wir wollten eine gute Platte machen, die ein wenig moderner klingen sollte.



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Bumbanet: Die Band wurde 1990 gegründet, die erfolgreichste Zeit für Dog Eat Dog. Wie würdest du den Wandel musikalisch gesehen von den Neunzigern hin zum neuen Album beschreiben. Seit ihr immer noch „Crossover“?

Dog Eat Dog:  Wir haben uns selber nie als Crossover bezeichnet, das war ein Name der der Band gegeben wurde. Wir bezeichnen uns selber als Rock’n’Roll. Wir haben auch nie den Druck gefühlt etwas sein zu müssen. Wir spielen einfach, und es kommt so wie es kommt.

Bumbanet: Aber Dog Eat Dog ist Crossover wenn sie Musik machen?

Dog Eat Dog: Nein weil ich, bzw. wir es nicht Crossover nennen. Dog Eat Dog nimmt viele verschiedene Styles auf und stellt sie zusammen, und macht Musik mal in einem Reggaestyle, mal vielleicht in einem Rockstyle, vielleicht in einem Punkstyle oder vielleicht in einem Funkstyle. Also machen wir ein bisschen von allem. Und Menschen nennen das Crossover. Aber das ist nicht, was wir unsere Musik nennen, wir nennen sie Rockmusik. Ich glaube, dass unsere Musik über die Zeit hinweggeht und das Genre Crossover welches als eine Erscheinung der Neunziger gilt auch verarbeitet. Wobei ich sagen muss, dass wir uns als eine Band bezeichnen, die Musik macht die uns gefällt. „Walk with me“ ist eine unserer besten Platten, Menschen die noch nie etwas von Dog Eat Dog gehört haben, würden nicht sagen, dass es klingt wie aus den Neunzigern. Der Sound ist hebt sich auf jeden Fall vom älteren Material von uns ab.

Bumbanet: Du hast gerade gesagt, dass Dog Eat Dog nie die Intention gehabt hatte Crossover genannt zu werden, würdest du aber trotzdem sagen, dass Bands nach euch den Style mit aufgenommen haben?

Dog Eat Dog: Klar, ich meine, dass jeder dir sagen wird, dass Dog Eat Dog einen Sound und Style hat, den niemand vor uns gespielt hat. Das ist der Grund, warum wir so bekannt wurden. Wir haben Stücke gespielt wo Saxophon in Verbindung mit HipHop-Elementen, Hardcore oder Punk stand, und wir machen das noch heute. Daher würde ich sagen, dass wir zu einem bestimmten Grad schon ein Band mit einem gewissen Einfluss auf andere Bands sind. Was aber klar ist, dass ich noch nie eine Band gehört habe die genau unseren Style hatte. Unsere Musik ist sehr speziell und einzigartig.  Bands wie H-Blockx oder Such a Surge waren in den Neunzigern auf einem musikalisch ähnlichen Weg. Wir konnten unseren Style aber bis heute behaupten, wenn du Jon’s Stimme hörst oder die Drums. Denn bis heute hört sich keine Band so an wie wir.

Bumbanet: Wenn wir gerade von anderen Bands reden, eure beiden Vorbands Tripstone und Skouch: Habt ihr vorher schon mal mit ihnen gespielt, kennt ihr die Bands?

Dog Eat Dog: Ich habe nie etwas von der ersten Band gehört mit der wir heute spielen. Aber Tripstone sind Freunde von uns, Pi der Sänger ist ein guter Freund von der Band, ich habe seine CD, außerdem ist er auch ein Bekannter unseres Management, deswegen kam der Gig auch zustande. Wie gesagt er ist ein guter Freund und wir freuen uns heute mit Tripstone zu spielen.  

Bumbanet: Dann würde ich mal sagen: Let’s have a Rock-night!

Weitere Infos unter:

www.dogeatdog.com

www.skouch.de

www.tripstone.de




Autor:
Patrick Bedford
Photos:
Pressefreigaben


Bumbanet Magazine

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