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Interview: ATB (1/3) News

André Tanneberger aka ATB gehört zu Deutschlands erfolgreichsten DJs und Produzenten. Bekannt geworden ist er mit Hits wie „9 PM (Till I Come)“. Jetzt ist das siebte Album “Trilogy” erschienen, auf dem auch Heather Nova auf drei Songs mitwirkt. Wir stellen euch ein offizielles Interview zur Verfügung...

1. Es war eine Zeit lang ruhig um André Tanneberger. Man hörte, dass sich privat einiges bei dir getan hat. Was hast du in den letzten 2 Jahren gemacht?
Als erstes kann man ja mal sagen, das zwei Jahre nicht wirklich eine lange Zeit ist. Wenn man sich zum Vergleich mal anschaut, wie lang die eine oder andere Rockband für eine neue Albumveröffentlichung benötigt, sind diese zwei Jahre schon eine relativ kurze Zeit. Aber wenn man bedenkt, dass ich in den letzten sieben Jahren jährlich ein Album abgeliefert habe, dann muss ich mir natürlich auch diese Frage stellen lassen.
Die letzten 24 Monate waren wirklich sehr turbulent, sei es in der Musik als auch im Privaten. Ich habe geheiratet, ein neues Zuhause gebaut und war dazu noch sehr viel weltweit auf Tour! Da blieb einfach zu wenig Zeit fürs Studio übrig.

2. Wie lange hast du an Deinem Alben „Trilogy“ gearbeitet?
Bei „Trilogy“ habe ich im Gegensatz zum letzten Album mit sehr vielen Gastsängern/innen gearbeitet. Das ist zwar soundtechnisch sehr interessant, aber natürlich auch wesentlich Zeitintensiver. Alleine arbeite ich normalerweise viel schneller. Da ich mir allerdings nie ein Zeitlimit setze, war mir die Dauer der Albumfertigstellung eigentlich total egal. Ich kann auch gar nicht so genau sagen, wie lange es tatsächlich gedauert hat. Sehr oft habe ich auch in meinem kleinen Dachgeschossstudio gesessen und an den ruhigen Tracks gearbeitet. Diese Atmosphäre brauche ich dafür einfach. Da geht schon mal schnell eine ganze Nacht um, ohne dass man es merkt.

3. Wie würdest du deinen Sound heute selber beschreiben?
Mir ist es schon immer schwer gefallen, meine eigene Musik oder meinen Sound zu beschreiben. Wie wichtig ist es überhaupt, Musik beschreiben zu müssen. Ich denke beim hören der Musik beantworten sich die meisten Fragen dazu von alleine. Was ich allerdings sagen kann ist, dass meine Musik im Gegensatz zu den älteren Alben erwachsener und handgemachter geworden ist. Der Crossover zwischen Rock, Pop und elektronischer Musik ist meist so stark, dass die Kategorisierung wirklich sehr schwer fällt! Und das ist wirklich gut so, da ich genau das erreichen möchte! Alles andere gibt es ja schon! 
Fakt bleibt eigentlich nur immer, dass ich es hasse wenn meine Musik als Techno, Trance oder Dance abgestempelt wird. Das beschreibt meine Musik meiner Meinung nach nicht.


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4. Hast Du bei deinem neuen Album auch wieder mit anderen Künstlern zusammen gearbeitet?
Wie schon erwähnt, habe ich auf diesem Album mit vielen Künstlern zusammen gearbeitet. Mir liegt es allerdings fern bestimmte davon als besonders schön hervor zu heben, da mir jede einzelne Zusammenarbeit auf Ihre Weise Spaß gemacht hat. Ich bin stolz mit Freunden zusammengearbeitet zu haben, wie Rudi Dittmann und Jan Löchel. Mit denen habe ich sehr viel im Studio gesessen und auch sehr viel klassisches Songwriting gemacht. Jan war ja auch schon auf dem letzten Album zu hören und begeistert mich immer wieder durch seine unglaublich vielfältige Stimme. Stolz bin ich auf die erneute Zusammenarbeit mit der wunderbaren Sängerin und Songwriterin Heather Nova. Ihre Stimme zaubert ein ganz besonderes und einzigartiges Feeling auf mein Album. Ebenso interessant war die Zusammenarbeit mit Kreativen aus L.A. (Alexander Pearls) und aus Kopenhagen (Jeppe Riddervold), der auch noch eine völlig einzigartige Stimme neben seinen Texterqualitäten an den Tag gelegt hat. Auch Jennifer Karr und Karen Ires aus New York runden das Album mit Ihren einzigartigen Stimmen ab. Wie man merkt, ist alles wieder extrem international und genau das macht es für mich immer wieder so interessant. Am Wichtigsten und am Schwersten ist es aber für mich, dass das Album trotz der vielen Stimmen immer noch nach ATB klingt. Wann man dies am Ende sagt, ist es ein großes Kompliment für mich.

5. Was hat dich dazu bewegt die zweite CD deines neuen Albums mit Chill Out Tracks zu versehen?
Chill out ist in meinen Augen eigentlich nicht die richtige Beschreibung der Songs auf der zweiten CD. Chill out-Song verstehe ich so, dass man eigentlich nur „wegchilled“ ohne sich viel Gedanken machen zu müssen. Ich versuche allerdings mit den Tracks ein wenig mehr zu transportieren und habe dazu das Instrument des klassischen Songwritings benutzt. Die Songs sind ein kleiner Blick in meine Seele und spiegeln sehr viel über von mir erlebtes wieder. Schöne sowie auch traurige Ereignisse. Viele von diesen Songs sind erst auf meiner Gitarre entstanden und sind dann ins Elektronische übersetzt worden. Viele Songs haben auch kein vorgegebenes Tempo, sondern ich habe die Sachen einfach live eingespielt. Dabei entstehen ganz neue und persönliche Sachen. Das die Songs alle eher ruhig ausfallen, liegt einfach an meiner Liebe zu dieser Art Musik. Man wird einfach ganz ruhig und relaxed beim Hören. Das ist für mich ein ganz wichtiger Ausgleich. 

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