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Interview: Tool 1/2 News

Nach langer Zeit sind Tool wieder mit einem Album zurück. Maynard James Keenan (M) und Danny Carey (D) geben Auskunft über die "10.000 Days"...

Warum habt ihr fünf Jahre gebraucht, um endlich wieder ein neues Album zu machen? Bei “Lateralus” hattet ihr euch auch schon sehr viel Zeit gelassen.


M: So lange braucht das eben, ich meine, wir haben ein Album gemacht, wir sind anderthalb Jahre auf Tour gewesen, und dann brauchten wir eine kleine Auszeit. Jeder braucht mal Zeit für sich. Dann habe ich Perfect Circle gemacht, das hat auch wieder anderhalb Jahre in Anspruch genommen. Wir sind dann wieder in Studio gegangen, haben aufgenommen, aufgenommen und aufgenommen, und hier sind wir wieder. So einfach ist das.

D: Wir brauchten untereinander mal ein bisschen Abstand. Sonst hätten wir die gleiche Platte wie beim letzten Mal gemacht. Wir müssen raus in die Welt, lernen, dann können wir uns gegenseitig etwas neues anbieten und den Fans auch.


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Wie beschreibt ihr die 75 Minuten Musik?

M: Ich denke, alles was du mittlerweile von uns hören wirst, klingt wie Progressive Rock - zumindest im Vergleich zu dem Zeug, was im Radio gespielt wird und was gerade populär ist. Der Standard liegt bei drei Minuten Songs, das ist wie eine Werbeformat. Wenn du unser Album hörst klingt das wie ein Film und nicht wie ein Werbespot. Da gibt es eine solche Band, ach ich komme nicht auf den Namen. Die machen Emo, Nu Metal, die werden als Punk Band bezeichnet. Aber das ist schon beleidigend für Punkrock eine solche Band als Punk zu bezeichnen.

Prog Rock ist kein abgegriffenes Wort?

D: Ich liebe Prog Rock. Ich bin mit Prog Rock aufgewachsen.

M: Man muss halt zwischen Wort und Bedeutung differenzieren. Im Grunde ist damit ja nur gemeint, dass es sich um fortschrittliche Rockmusik handelt. Musik die neue Wege geht. Wir sind eine Rockband, das ist klar, und wir treiben alles ein bisschen auf die Spitze, wir probieren neues aus. Deshalb Prog Rock.

Euer Songwriting läuft immer noch über Jamming Sessions ab? Eure Songs bestehen teilweise aus sehr gegensätzlichen Parts?

D: Bei uns machen viele unterschiedliche Elemente die Band aus. Wir haben ein paar Monate unsere Freak Out Jams, aus denen picken wir uns dann die Juwelen und bauen die Songs daraus.

M: Wenn wir zusammen in einem Raum sind, schreiben wir, jammen wir, entdecken neues, und irgendwann entsteht dabei das entgültige Arrangement. Dieses Arrangement spielen wir dann so lange durch und durch bis es so gefestigt ist, dass wir es aufnehmen können. Wenn wir ins Studio gehen ist der Song praktisch schon fertig.

Wie politisch ist das Album, wenn ich fragen darf?


M: Es ist komplett politisch... Es hängt alles mit dem Untergang Roms zusammen. Nein, ich mache nur Spaß, damit hat das gar nichts zu tun. Es geht um uns und unsere Lebenserfahrungen. Natürlich reflektiert es auch Emotionen, die Politik betreffen, aber genau so den sozialen und spirituellen Zustand der USA. Wir sind eine Band und wollen uns in dieser Hinsicht ausleben, eine politische Message haben wir nicht.

Der erste Song “You need to watch things die from a good save distant” gleicht den Aussagen von System of a down auf “BYOB”? Ist Krieg etwas total Abstraktes geworden?

M: Ich bin nicht in der Lage das zu kommentieren, da ich die Sichtweise von System of a down nicht kenne. Ich bin auch nicht derjenige, der seine eigenen Texte auseinander nimmt und erklärt. Hört die Musik und macht euch euren eigenen Eindruck!

Weil die Worte nur eine Erweiterung der Musik sind?


M: Ja, sie sind nur eine Erweiterung des Sounds, deshalb sollten wir die Leute erst den Sound hören lassen und sie die Sounds fühlen lassen. Wenn man dann mal soweit ist kann man online gehen und die einzelnen Wörter und ihre Bedeutungen nachschlagen. Let ‘em feel it first.

Aber wenn du keine Tipps gibst, geht dann nicht vieles verloren?


M: Sie brauchen keine Tipps. Alle Tipps sind da, die ganze Story liegt vor dir, du musst sie nur erfahren - wie ich. Ich will niemanden dieser Erfahrung berauben. Ich saß einfach in einem Raum, hörte die Musik immer und immer wieder, und dann bildete sich in meinem Kopf eine Karte, wohin die Sounds führen. Jeder sollte da seinen eigenen Weg finden. Wenn du mit einer Karte unterwegs bist findest du möglicherweise niemals Straßen, auf die du so stoßen würdest.

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Autor:
Bumbanet Redaktion / Sony BMG
Photos:
Sony BMG / Tim Cadiente


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