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Interview: The Killers 1/2 News

Fast unbemerkt sind The Killers zu einer der erfolgreichsten Rockbands avanciert. Ihr Debütalbum „Hot Fuss“ verkaufte über fünf Millionen Einheiten. Es folgten zahlreiche Auszeichnungen wie eine Grammy-Nominierung. Das neue Album der Band aus Las Vegas "Sam’s Town" dürfte diesem Erfolg in nichts nachstehen und erreichte in den Staaten auch Platz 2 der Billboard Charts. Jetzt kamen Sänger Brandon Flowers und seine Mannen auf Tour nach Deutschland, wo wir mit Gitarrist David Keuning sprachen...

Bumbanet: Dave, du kommst eigentlich aus Iowa, lebst aber schon, wie die anderen Bandmitglieder, seit einiger Zeit in Las Vegas. Inwiefern hat diese Stadt der Illusionen dich als Musiker und die Band The Killers beeinflusst?

The Killers: Ich bin ohne einen bestimmten Grund vor sieben Jahren nach Vegas gezogen. Sicherlich hat die Stadt mich und auch die ganze Band auf irgendeine Art beeinflusst. Ich habe mir schon ein paar Mal die Frage gestellt, wie es wäre, wenn wir in einer anderen Stadt zueinander gefunden hätten. Es kann schon direkt auffallen, wenn eine Band zum Beispiel aus New York kommt. Die haben etwas anderes an sich und klingen eben wie von der Ostküste. Von außen betrachtet ist der Einfluss von Las Vegas auf die Killers sicher auf eine bestimmte Art hörbar. Panic at the Disco! sind ja auch aus Vegas und vielleicht haben wir etwas mit ihnen gemeinsam, ein Vegas Ding sozusagen.

Bumbanet: Lebt Ihr denn immer noch dort oder seit ihr mittlerweile, auch aufgrund des riesigen Erfolgs, in eine andere Stadt gezogen?

The Killers: Nein, wir wohnen immer noch alle dort und sind auch sehr zufrieden mit unserer geliebten Wüstenstadt. Es kam nur einmal der Gedanke auf, vielleicht nach L.A. zu ziehen, aber dann fragten wir uns weshalb? Zu viel Stau, teure Mieten, darauf konnten wir dann gut und gerne verzichten.

Bumbanet: Stimmt es, dass Ihr auf eurem neuen Album Sam’s Town amerikanischer klingen wolltet?

The Killers: Hm.. ich habe schon oft gelesen, dass viele Leute die neuen Songs so betrachten, aber das war nicht unsere Intention. Unser Motto war nicht: Hey, lasst uns doch mal so richtige amerikanisch klingende Songs schreiben. Wir haben einfach versucht, das Bestmöglichste aus uns herauszuholen. Es mag sein, dass der ein oder andere Song amerikanischer klingt, aber das war uns während der Aufnahmen nicht direkt bewusst. Oft ist es so, dass die Leute irgendwo lesen, die neuen Stücke seien amerikanischer und sofort prägt sich diese Auffassung ein. Es gibt verschiedene Ansichten dazu. Viele Leute sind ja auch der Meinung, dass wir sehr Britisch klingen. Auf einem unterbewussten Level tun wir das wahrscheinlich auch.


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Bumbanet: Habt ihr euch eigentlich den Western Look einfallen lassen oder war das die Idee des Managements?

The Killers: Nein, die Idee kam von uns. Wir sind Cowboys, Baby! Wir lieben es, Hemden und Boots zu tragen und leben im Westen, im Wilden Westen! Es macht uns Spaß! Ich finde aber nicht, dass ich mich äußerlich groß verändert habe.

Bumbanet: Hast du denn einen Lieblingssong auf der neuen Platte?

The Killers: Oh ja, ich finde „Read My Mind“ wirklich super! Das ist auf jeden Fall mein Spitzenreiter auf „Sam’s Town“. Es ist ein toller Song. Ich habe mich mal umgehört und unsere Test für gute Songs ist immer der: wir fragen sowohl Erwachsene, als auch Kinder, wie sie unsere Lieder finden. Wenn beide der Meinung sind, dass ein Stück gut ist, dann ist das sozusagen unser Beweis, denn wir wissen, dass Kinder immer ehrlich und sehr loyal sind. Können die Songs die Meinungen und Geschmäcker von Kindern und Erwachsenen verbinden, dann ist das für uns wirklich das Allergrößte.

Bumbanet: Wolltest du eigentlich schon immer Musiker werden oder hattest du während deiner Kindheit noch andere Träume?

The Killers: Ja, als ich klein war, wollte ich unbedingt Rettungsschwimmer werden. Anderen Leuten am Strand das Leben retten.

Bumbanet: Dafür hättest du dann aber sicher nach L.A. ziehen müssen!

The Killers: Ja, da hast du Recht. Hm...oder aber Hawaii, noch besser! Nein, aber als ich dann so 13, 14 Jahre alt war, wusste ich, tief in mir drinnen, dass ich professionell Musik machen will. So kitschig es auch klingt, aber ich wusste, dass ich dafür prädestiniert war. Musik zu machen in einer Band, auf der Bühne zu stehen, Songs zu schreiben, das war mein wirklicher Traum und er ist nun in Erfüllung gegangen. Dafür bin ich ewig dankbar. Ich bin niemand, der an Schicksal glaubt, aber in dieser Hinsicht bin ich fest davon überzeugt.

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Autor:
Nora Wünsch
Photos:
Universal


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