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Interview: None More Black (1/2) News

None More Black sind aus der Asche von Kid Dynamite, eine der einflussreichsten und wichtigsten Punk/Hardcorebands der 90er hervorgegangen. Die Erwartungen an die vier Jungs aus New Jersey waren bzw. sind immer noch dementsprechend hoch. Sänger Jason Shevchuk stand uns pünktlich zur Veröffentlichung des zweiten Albums, „This is Satire“, Rede und Antwort...

Bumbanet: Stellt euch doch erstmal vor für unsere Leser, die euch noch nicht kennen!

None More Black: Ich bin Jason Shevchuk, ich spiele Gitarre und singe in der Band None More Black. Ich lebe in New Jersey, USA und verbringe meine Zeit eigentlich damit als Filmemacher zu arbeiten. Allerdings versuche ich, wann immer es geht, in die Rolle des None More Black Frontmannes zu schlüpfen.

Bumbanet: Auch wenn ihr die Frage schon tausendmal gehört habt, wie ist denn eigentlich der Name der Band zu Stande gekommen?

None More Black: Es war ziemlich schwierig einen Namen für die Band zu finden. „None More Black“ ist irgendwie hängen geblieben. Der Name kommt von einem Film, „This is Spinal Tap“. Eigentlich bedeutet es aber gar nichts. Es ist einfach nur ein Name.

Bumbanet: Jason, gerade dadurch dass du in Kid Dynamite, eine der einflussreichsten Punk/Hardcore Bands der Neunziger gespielt hast, sind da nicht viele Erwartungen der Leute die eure Shows sehen schon vorgeprägt? Kommen nicht viele Leute zu euren Shows mit bestimmten Erwartungen, Erwartungen None More Black als „neue“ Kid Dynamite zu sehen? Hilft das der Band in ihrem Wachstum oder ist eher das Gegenteil der Fall? Fühlst du dich irgendwie künstlerisch eingeschränkt durch die Tatsache, dass du mal in Kid Dynamite gespielt hast?

None More Black: JA! Es gibt wirklich eine Menge Erwartungen. Es gibt sehr, sehr hohe Erwartungen an uns, die natürlich eine Menge Raum für Enttäuschungen lassen. Allerdings versuchen wir uns musikalisch immer weiter zu entwickeln und werden uns immer weiter vom Kid Dynamite Sound entfernen. Die Fans sollten natürlich auch nicht zurückschauen. Man muss im Leben immer nach Vorne blicken.

Bumbanet: Kannst du uns etwas über die Inspiration für eure Musik erzählen, eure Texte sind ja einerseits sehr politisch, andererseits aber auch sehr persönlicher Natur?

None More Black: Ich glaube dass das Leben im Allgemeinen die Inspiration für unsere Musik ist. Ich könnte beispielsweise abends mit dem Auto von der Arbeit nach Hause kommen und dann plötzlich eine Inspiration für einen Song bekommen. Oder Ich könnte den Rasen mähen und plötzlich das gleiche Gefühl haben. Songs zu schreiben, hilft mir, mein Leben in Balance zu halten und meine Emotionen in den Griff zu kriegen. Musik zu machen ist eine Art von persönlicher Befreiung. Meine Flucht, sozusagen.

Bumbanet: Was sind denn eure Lieblingsbands? Ich hab auf eurer Myspace Seite gelesen, dass ihr viel Metal hört, woanders aber auch, dass ihr viel Folk mögt?

None More Black: Das mit unserer MySpace Seite ist eher etwas ironisch gemeint und sollte eigentlich ein Witz sein. Zwar mögen wir diese Bands wirklich sehr, beeinflussen tun sie uns aber nicht (Anmerkung des Interviewers: Auf der MySpace Seite von None More Black sind als musikalische Einflüsse „Metallica - Anthrax - Megadeth - Suicidal Tendencies - Slayer - Testament - Death Angel - Morbid Angel - Venom- Mercyful Fate - Randy „Macho Man“ Savage“ angegeben). Ich höre wirklich sehr viel Folk in der letzten Zeit. Je mehr Folk ich höre, desto mehr fange ich an Bluesmusik richtig zu schätzen. Momentan stehe ich sehr auf Son House, Dave Von Ronk oder Jolie Holland. Allerdings macht mich diese Musik auch sehr depressiv und lässt meine Gedanken an Orte wandern wo sie eigentlich nicht sein sollten. Ich werde immer mehr zum Tagträumer.

Bumbanet: Mit welchen Bands würdet ihr denn mal am liebsten touren?

None More Black: Ich würde wirklich mal sehr gerne mit Metallica zusammen auf Tour gehen. Die sollten uns einfach zu ihrer nächsten Tour einladen. Natürlich macht es auch sehr viel Spaß mit den The Loved Ones zu spielen, mit denen wir sehr gut befreundet sind.

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Autor:
Daniel Holder
Photos:
Drew Goren / Fatwreck


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