| ll Niño sind mittlerweile zu einer festen Größe in der Metal-Szene geworden, erst Recht mit ihrem dritten Album „One Nation Underground“. Wir sprachen mit der Band aus New Jersey, der südamerikanische Wurzeln auch im Sound wiederzufinden sind, während der Deutschland-Tour in Saarbrücken...
Bumbanet: Die Texte von „Confession“ schrieb ausschließlich Chris und er wollte darin, mal mehr, mal weniger, persönliche Sachen verarbeiten. Ist das bei „ONU“ („One Nation Underground") auch so oder sind dort mehr Leute an den Texten beteiligt?
Ill Nino: Nein, es war weiterhin hauptsächlich Chris, der die Texte für „ONU“ geschrieben hat, aber er geht dabei über persönliche Sachen hinaus. Er schreibt allgemeiner, nicht mehr nur über Sachen, die ihm passiert sind, sondern er nimmt auch Bezug auf politische Ereignisse.
Bumbanet: Ist für die Zukunft schon ein neues Album geplant oder macht ihr jetzt erstmal eine Pause?
Ill Nino: Nein, wir haben keine Pause geplant. Es ist eigentlich immer so, dass wir ein Album schreiben, diesen dann auf der Tour promoten, dann kommen wir wieder nach Hause, -- um wieder ein neues Album zu schreiben. Es ist quasi wie ein Kreislauf, weißt du. Wir lieben, was wir tun, wir können einfach keine Pause machen. Wenn wir mal für eine Woche oder so getrennt sind, hängen wir trotzdem direkt wieder am Telefon und fragen einander „Hey Mann, was geht ab, was machst du?“. Wir sind einfach daran gewöhnt, immer mit den anderen zusammen zu sein. Man könnte fast sagen, die Tour ist unser Urlaub.
Bumbanet: Wie ist eure Tour bisher verlaufen? Hattet ihr schon irgendwelche besonderen Erlebnisse auf der Tour?
Ill Nino: Jeder Abend ist ein besonderer Abend, wenn wir rausgehen und das Publikum rocken. Ich könnte mich jetzt nicht an ein besonderes Ereignis erinnern.
Bumbanet: Welche Zielgruppe, denkt ihr, fühlt sich von eurer Musik am meisten angesprochen?
Ill Nino: Ich denke, unsere Musik ist universal. Sie berührt Menschen mit verschiedenen Hintergründen auf der ganzen Welt, sie soll jeden berühren. Meine Mutter war wahnsinnig berührt, als sie „How can I live“ hörte, das gefiel ihr zum Beispiel sehr gut.
Bumbanet: Warum habt ihr euer neues Album "One Nation Underground" genannt?
Ill Nino: Das hat viele verschiedene Bedeutungen. Wir sind zum Beispiel eine Untergrund-Band, und damit auch Teil einer Untergrund-Nation. Es soll aber auch ein politisches Statement sein, insofern, als dass sich Nationen weltweit spalten; die Menschen konkurrieren ständig darum, wer die meiste Macht hat und es läuft letztendlich darauf hinaus, dass eine einzige menschliche „Rasse“ eben im Untergrund entstehen wird.
Bumbanet: Wie kam es zur Entwicklung der Alben, wie seht ihr die Entwicklung?
Ill Nino: Du wächst selbst mit jedem Album und hast auch das Ziel, etwas immer größeres, besseres zu erreichen. Man will sich breiter gefächert ausdrücken, das ist das ständige Ziel eines Künstlers. Es wäre ja auch einfach, einfach nur dein letztes Album zu kopieren, weil es sich gut verkauft hat. Wir wollen eben nicht dieser Typ von Band sein. Auch wenn wir definitiv eine Entwicklung durchgemacht haben, klingen wir trotzdem noch wie Ill Nino, egal was wir tun, wir können uns selbst und unsere Musik/unseren Stil nicht verleugnen.
Bumbanet: Wer, denkt ihr, beeinflusst eure Musik am meisten?
Ill Nino: Das ist sehr verschieden, und das macht unsere Musik auch so einzigartig. Jeder von uns hört andere Sachen. Wir haben diese Hardcore-Einstellung/Haltung, aber ich könnte nicht sagen, dass da irgendein Haupteinfluss ist, es sind einfach so viele Bands, aus so vielen Musikrichtungen, viele aus der Gegend von New York City. Das reicht von Metallica bis zu lateinamerikanischem Jazz /New York Latin Jazz.
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