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Interview: Dead Celebrity Status 1/2 News

Wer mit Jurassic 5 auf Tour darf, muss einiges drauf haben. Dead Celebrity Status aus Toronto müssen sich aber eigentlich nicht mehr beweisen. Mit dem 1988 gegründeten "Project Wyze" konnten die Rapper Yas Taalat and Bobby McIntosh schon etliche Erfolge verbuchen und spielten mit Public Enemy oder auf der Vans Warped Tour. Nun hat mit DJ Dopey, dem DMC World Champion von 2003, eine neue Ära begonnen. In Los Angeles nahm das Trio vor zwei Jahren das Debüt "Blood Music" auf, für das sie hochkarätige Gäste wie Joss Stone, Dave Navarro (Jane’s Addiction), Bif Naked, Twiggy Ramirez (Marilyn Manson, A Perfect Circle) und DJ Lethal (Limp Bizkit, House of Pain) gewinnen konnten. Im September erschien das Album jetzt auch bei uns, was die die sympathischen Kanadier auf eine Tour durch verschiedene New Yorker Filialen brachte, und eben ins Vorprogramm von Jurassic 5...

Bumbanet: Seid ihr zum ersten Mal in Deutschland?

Dead Celebrity Status: Ja, wir sind zum ersten Mal hier, zum ersten Mal in Europa. Seit etwas mehr als einen Monat sind wir hier jetzt schon unterwegs.

Bumbanet: Wo seid ihr denn noch unterwegs, bzw. in welchen Ländern erscheint euer Album?

Dead Celebrity Status: Spanien, Dänemark, Österreich, Niederlande, Schweiz, England, Frankreich, Schweden... hm, mehr fällt mir jetzt nicht ein. Es sind auf jeden Fall einige Länder.

Bumbanet: Ihr besucht die Länder auch alle?

Dead Celebrity Status: Ja, wir waren schon in allen, bis auf Italien, Frankreich und England. Es macht sehr viel Spaß in all diesen Ländern zu spielen. In ein paar Tagen geht es wieder in die Schweiz, da freuen wir uns schon drauf.

Bumbanet: Ihr habt auch für New Yorker in einigen Läden gespielt, wie war das? Das waren ja bestimmt keine typischen Konzerte?

Dead Celebrity Status: Das ist schon komisch, weil wir es gewöhnt sind als Band live auf einer Bühne zu spielen. In so einem Laden ist das etwas ganz anderes, aber auf der anderen Seite ist es auch cool, weil uns so auch Leute sehen, die normalerweise nicht zu unserer Show kommen würden.

Bumbanet: Euer Album ist ja eigentlich schon älter, es kam schon 2004 in Kanada heraus?

Dead Celebrity Status: Ja, es kam schon 2004 in Kanada heraus, aber es gab rechtliche Probleme, es auch in Europa veröffentlichen zu können. Das hat dann einige Zeit gedauert, auch haben wir ein paar Änderungen am Album vorgenommen. Wir hatten ein paar neue Ideen, haben das Album etwas aufgefrischt.


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Bumbanet: Ihr kommt ursprünglich aus Sudbury im Staat Ontario, einer kleinen Stadt...

Dead Celebrity Status: Wir beide, DJ Dopey nicht. Sudbury ist eine kleine Stadt 400 Kilometer entfernt von Toronto. Jetzt leben wir in Toronto.

Bumbanet: Das Album habt ihr in Los Angeles aufgenommen, ist Toronto nicht gut genug?

Dead Celebrity Status: Das kam wegen unserem Produzenten. Wir haben mit einem sehr bekannten Produzenten namens Danny Saber zusammengearbeitet. Der hat alles von Black Sabbath über Busta Rhymes und Garbage bis David Bowie gemacht. Er hat uns gesagt: Kommt nach L.A., kommt in mein Studio, lasst uns ein Album machen. So sind wir nach L.A. gekommen und haben im Sommer zwei Monate am Album gearbeitet. Es war schön, in L.A. war gutes Wetter.

Bumbanet: Seid ihr denn durch die Musikszene in Toronto beeinflusst?

Dead Celebrity Status: Toronto hat sicherlich seinen eigenen Sound, aber das ist nicht unser Sound. Wir haben unseren eigenen Vibe. Aber selbstverständlich werden wir auch durch andere Musik und Musiker beeinflusst, Musik die aus Toronto kommen kann, aber genauso auch aus anderen Städten und Ländern. Es gibt immer eine Mischung aus unterschiedlichen Sounds, Ideen, Instrumenten und Philosophien

Bumbanet: Was soll denn euer Bandname bedeuten bzw. warum habt ihr ihn für euch gewählt?

Dead Celebrity Status: Wenn ein Prominenter stirbt, steigt normalerweise immer sein Bekanntheitsgrad. Nur wer tot ist wird richtig berühmt. Das war bei vielen so, zum Beispiel bei Kurt Cobain. Das ist sehr schade, dass das so ist. Es gibt da draußen so viele Talente und die Leute merken es nicht. Sie merken es erst, wenn die Künstler verstorben sind. Die Idee hinter unserem Bandnamen ist es daher, darauf aufmerksam zu machen, dass es auch unter den Lebenden große Talente gibt. Wir hoffen nicht, dass es unseres Tods bedarf, dass unsere Musik geschätzt wird.

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Autor:
Bumbanet Redaktion
Photos:
Bodog Music


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