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Interview: Akhenaton (IAM) 1/2 News

Als Frontmann von IAM war Akhenaton in den letzten 15 Jahren einer der wichtigsten Impulsgeber für den französischen und europäischen HipHop. Kaum eine andere Gruppe prägte Sound und Flow so sehr, wie die aus Akhenaton, Imhotep, Kheops, Shurik'n und Malek Sultan aka Freeman bestehenden IAM aus Marseille, die 1989 ihr erstes Tape releasten. Mit "Soldats De Fortune" hat es Philip Fragoine aka Akhenaton jetzt auch schon auf vier Soloalben gebracht. Wir unterhielten uns mit ihm über das Album und die Zukunft von IAM...

Bumbanet: Viele von uns sprechen kein Französisch, vielleicht kannst du mal kurz erzählen, wovon deine Texte diesmal handeln?

Akhenaton: Das Album geht in viele Richtungen, sowohl musikalisch wie auch inhaltlich. In erster Linie würde ich es aber als „Combat“-Album beschreiben, Songs über das Leben und die Realität. So zum Beispiel „La Fin De Leur Monde“, ein zehn Minuten Song, der über die Situation in der Welt spricht. Es gibt aber auch Tracks, die stärker introspektiv sind, „Mots Blesses“ ist so einer. Das ist der Unterschied zu IAM, da haben wir ein Konzept, mein Album hat kein Konzept.

Bumbanet: Gab es einen bestimmten Auslöser, das Album genau jetzt zu machen?

Akhenaton: Ich war für 15 Jahre bei der selben Plattenfirma, letztes Jahr haben wir uns getrennt. Dann habe ich mich entschieden, dieses Album independent herauszubringen, allein schon für mich. Nach so langer Zeit bei einem Major-Label brauchte ich mal meine Freiheiten. Das tat meiner mentalen Verfassung sehr gut. Letztendlich habe ich das Album sehr schnell fertig gestellt, mit den Aufnahmen hatte ich im März begonnen, Ende Juni war dann alles komplett. Eigentlich bin ich das Album als Mixtape oder Streetalbum angegangen, aber es hat sich dann schnell herausgestellt, dass es ein echter Longplayer wird.

Bumbanet: Gab es denn einen konkreten Grund für die Trennung von Virgin?

Akhenaton: Der Hauptgrund ist, dass wir uns gegenseitig in unserer Arbeit nicht mehr verstanden haben. Wenn wir mit Buchstaben gesprochen haben, haben die mit Zahlen geantwortet. Das war eine schlechte Situation, als wir nicht mehr dieselbe Sprache gesprochen haben. Beide Seiten haben sich daher dafür entschieden, die Zusammenarbeit zu stoppen. Es wird noch ein Best Of geben, als Ausgleich dafür, dass sie uns aus dem Vertrag gelassen haben. Jetzt sind wir frei. Allerdings haben wir jetzt einen Vertrag mit Polydor Records, ein Label von Universal Music, wobei wir unabhängig bleiben. Wir müssen mal sehen, wie sich die Zusammenarbeit da gestaltet. Es geht nicht ums Geld, wenn es mir darum ginge, würde ich sofort bei einem Major signen und einen dicken Scheck empfangen. In der Industrie ist es wichtig, dass du deinen Spaß nicht verlierst und interessante Projekte umsetzen kannst. Ich will frei und auch nicht an einen bestimmten Musikstil gebunden sein. Wenn ich in meiner Karriere zurückblicke, sind die besten Souvenirs die ich mitnehmen konnte, die Touren, dass ich gute Künstler getroffen habe, und dass ich in Studios wie in New York war. Für die Zukunft will ich weiter so gute Souvenirs sammeln.

Bumbanet: Wofür steht der Titel des Albums “Soldats de Fortune”?

Akhenaton: Es geht darum, dass jeder Bürger dieser Welt in einem Konflikt gefangen ist. Wie die Soldaten im Vietnam. Die Soldaten, die in den Vietnam entsendet wurden, wussten nicht, warum oder wofür sie kämpften. Heutzutage ist das genau so, es gibt so viele Konflikte auf der Welt, und wir wissen nicht warum. Irgendwelche Leute mit viel Macht bestimmen irgendwelche Sachen. Irgendwo mittendrin bin auch ich, habe meine Überzeugungen, mit nett und ehrlich zu den Menschen. Aber ich will nicht in diesem Konflikt gefangen sein, ich will nicht sagen, der Westen hat recht, ich will nicht sagen der Islam hat recht. Vor 40 Jahren konnte man noch fliehen, heutzutage geht das nicht mehr, weil sich Informationen durch Satelliten, Internet und TV zu schnell verbreiten. Jeder hängt da mit drin.

Bumbanet: Gibt es einen Unterschied zu deinem letzten Soloalbum, dem „Black Album“? Bist du das anders angegangen?

Akhenaton: Das letzte Album war ein echtes Soloalbum, also auch so konzipiert und geschrieben. Diesmal ist es das Gegenteil und es ging mehr um den Spaß. Die anderen Alben waren dunkler.

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Autor:
Bumbanet Redaktion
Photos:
Sureshot


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