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Interview: Rasputin (1/2) News

Rasputin ist einer der schon früh zum HipHop kam, und das ist schon lange her. Mit 9 Jahren ging er ins Jugendzentrum zum Breakdancen, das war in den 80ern. Durch den Film "Beatstreat" und "Freestyle" auf Viva wurde er dann zum Rapper und ließ keinen Jam und keine Freestyle-Session aus. Von Osnabrück zog er dann nach Bielefeld , mit der Band Flara machte er viele Auftritte und Songs, ein Track erschien 2000 auch auf Kopfnicker "Das Album". Hamburg war seine neue Heimat. Seitdem haben sich die offiziellen Spuren von Rasputin verlaufen, mit seiner Familie ist er von Hamburg zurück nach Bielefeld gezogen. Bei dem kleinen Label Fingerprint erschien im letzten Jahr auf Tape "Das Verlorene Album", ein Jahr später ist jetzt mit "Achtung!" ein richtiges neues Album da...

Bumbanet: Wie bist du zu Fingerprint gekommen?

Rasputin: Die beiden „Labelbetreiber“ sind selbst schon seit Jahren „Hip-Hop-Aktive“. Bevor wir überhaupt an eine Zusammenarbeit, geschweige an ein Label dachten, kannten wir uns schon. Das hat natürlich den Vorteil, dass sie genau wissen wie sie mich vermarkten müssen bzw. können.

Bumbanet: Was war jetzt der Auslöser wieder ein Album zu machen, bzw. 2004 „Das verlorene Album“?

Rasputin: “Das verlorene Album“ ist eine Sammlung von Tracks, die noch aus der Zeit bei „Ausfahrt“, meinem vorherigen Label stammt. Ich hatte bei denen mit meiner damaligen Crew „Flara“ einen Künstlerexklusivvertrag unterschrieben, was sich als verheerender Fehler herausstellte. Denn kaum war der Vertrag geschlossen, fingen die „musikalischen Differenzen“ zwischen mir und Flaps an. Dazu kam, das er auch privat ins straucheln geriet.
Das war sehr schwer für mich, denn ich wollte einfach nur Song um Song machen. Da ich mich
Nicht ausbremsen lassen wollte, machte ich mit Krutsch und anderen Produzenten meine Tracks. Ich sass aber in einem Vertrag fest, der es mir nicht erlaubte mit anderen für ein Album zu arbeiten. Die Tracks mit Krutsch kamen aber einfach geiler. Arschkarte! Die Tracks mit Flaps allerdings waren auch zu schade um sie wegzuschmeissen. “Fingerprint Music“, damals noch ausschliesslich ein Tapelabel, bot mir ihre Hilfe an, diese Tracks in Tape-Form an den Mann zu bringen. Ich steckte zwar noch in meinem „Knebelvertrag“, aber in dem war von Cd`s und Vinyl die Rede. Peanuts für die, für mich aber nicht. Jetzt bin ich aus dem Vertrag draussen und kann machen was ich will. Ein weiteres Album ist schon im fortgeschrittenen Stadium und ein Kollabo-Album mit Architekt bereits im Kasten. Ich nehme keinem mehr was übel, was Flaps und das Label betrefft. Schicksalswindung hier, Schicksalswendung da. Scheiss drauf! Hier bin ich!!

Bumbanet: Kannst du es auf einen Punk bringen, was du mit „Achtung!“ umsetzen wolltest, vielleicht auch im Vergleich mit deinen letzten Releases?

Rasputin: Das Album soll wie ein Sampler rüberkommen. Nur von der ein und der selben Person. Jeder Track soll in eine andere Richtung gehen dürfen. Das ist das Konzept. Die Inhalte schwanken zwischen „sensitiv“ und „hau druff“, ohne sich dabei zu widersprechen.

Bumbanet: Wer hat deine Tracks auf dem Album produziert? Wirkst du daran auch selber mit oder suchst du dir Beats aus die dir gut gefallen?

Rasputin: Manche Tracks sind in enger Zusammenarbeit mit dem Produzenten entstanden, was bei Krutsch der Fall war. Den Rest habe ich gepickt, weil er mich angebockt hat. Manchmal höre ich einen Beat und weiß auf einen Schlag wie der ganze Song auszusehen hat.

Bumbanet: Wie haben sich deine Features mit z.B. Laas unltd., Clueso und SeraFinale ergeben?

Rasputin: Über ein freundschaftliches Verhältnis. Immer nur alleine schreiben wäre für mich unvorstellbar. Es macht Spass sich gegenseitig in den Arsch zu treten, was zu schaffen und danach noch zusammen auszugehen.

Bumbanet: Hast du bestimmte Inspirationsquellen für deine Reime?

Rasputin: Gott ist mein Ghost-Writer. Kann ich nicht sagen. Das ist alles unterbewusst.

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Autor:
Bumbanet Redaktion
Photos:
Fingerprint

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