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Interview: Pharell (1/4) News

Es fing eigentlich alles ganz normal an. Als Chad Hugo, Pharrell Williams und Shay als N.E.R.D. 2001 „In Search Of...“ releasten, überraschte dieses zwar mit spektakulärem Sound, an einen Mainstream-Erfolg war aber nicht unbedingt zu denken. Derweil hatten aber schon Chad und Pharell unter dem Namen Neptunes als Producer die Straße des Erfolgs eingeschlagen und lieferten mit Ol' Dirty Bastard's "Got My Money" (1999) und Mystikal's "Shake Ya Ass" (2000) ihre ersten Hits ab. Was dann folgte weiß jeder und heutzutage gibt es kaum mehr einen Star, der sich nicht einen Hit bei den Neptunes abgeholt hätte, egal ob Pop oder HipHop. Mit der Zeit trat auch Pharell immer mehr in den Vordergrund und wurde zum regelmäßigen Feature-Gast in Video-Clips, fast logisch war es da, das ein Soloalbum folgen würde. Wir trafen Pharell, der höflich und bescheiden wirkte – ganz und gar nicht wie ein Superstar, zusammen mit anderen Journalisten zum Round-Table in Köln, um über „In My Mind“ zu sprechen. Mehr als ein halbes Jahr später als geplant erscheint jetzt am 28. Juli endlich das Album "In My Mind"...

Wann hast du das erste Mal daran gedacht dieses Soloalbum zu machen?

Ich wollte eigentlich nie ein Soloalbum machen, es war Chad, der mich dazu brachte. Auch meine Fans hatten mich immer wieder gefragt. Ich habe das eine ganze Zeit lang ignoriert. Eines Tages bin ich dann aufgewacht und habe mir gedacht „du hast jetzt schon so viel gemacht, warum nicht ein eigenes Album?“. Angefangen hat das, weil ich an einigen Sachen für Usher gearbeitet habe. An diesem Punkt, wo ich aufgewacht bin, hab ich mir nur gedacht „oh shit, ich denke ich mache jetzt ein Album“. So ergab sich dann auch der Mix aus HipHop und R’n’B, je sieben Tracks. Die HipHop Tracks erlauben einen mehr introspektiven Blick direkt auf das Leben, wie ich es sehe. Der R’n’B bringt dagegen mehr die verletzliche Seite auf, die Liebe, die Probleme die ich bewältigen musste. Sieben und sieben ergibt ein Ganzes, so ist das Album komplett.

Was haben die anderen Beiden, Chad Hugo und Shay, gesagt, als sie von deinem Soloalbum hörten?

Die haben mir ja immer gesagt, ich solle das machen, schon seit Jahren. Ich bin Artist, wenn du Artist bist, musst du Interviews geben und so. Aber das ist was anderes. Wenn du etwas rausbringst, was du wirklich liebst, wenn du den Leuten erzählen willst, wie du fühlst. Deshalb habe ich auch schon früh mit ihnen geredet. Ich bin so aufgeregt, so glücklich und so dankbar, meine Story erzählen zu dürfen.

Hast du sie auch während der Aufnahmen nach ihrer Meinung gefragt?

Ja, sie kamen immer mal wieder rein. Ich war immer aufgeregt, bevor sie dann zugehört haben. In Miami habe ich das meiste Material aufgenommen, sie sind dann runtergekommen und haben sich mein Zeug angehört.

War es denn anders dein eigenes Album zuschreiben als für andere Artists?

Nein, das war nicht anders. Es ist genauso, wie wenn du kochst. Wenn du für dich selbst kochst oder für andere Leute, da ist kein großer Unterschied. Du kochst wie du kochst, es kommt auf die Zutaten an.

Du warst ja in verschiedenen Studios, gibt es da Unterschiede?

Nein, ich habe in drei verschiedenen Studios aufgenommen, aber ich weiß nicht ob das einen Einfluss auf den Sound hatte. Ich meine, hätte ich nicht so viel in Miami aufgenommen hätte es wohl kein „Mamacita“ gegeben. Das kann ich zumindest sagen. Und „Baby“ habe ich für Puff gemacht, aber er wollte das nicht. Ich meinte also „echt?“, „okay, dann nehm ich’s“ (er lacht).

Wann ist das fertig geworden?

Ich denke vor zwei Monaten. Ich habe das Album gemacht während ich auch für andere Leute an Projekten gearbeitet habe. „Can i have i like that“ hat er gemocht, aber er war nicht vorbereitet, so habe ich das weggeschnappt. Ich habe das unter der Dusche geschrieben.

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Autor:
Bumbanet Redaktion (25.10.2005)
Photos:
Virgin


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