| Sommerset gehören zu den wenigen neuseeländischen Export-Bands, erst Recht wenn es um Punkrock geht. Auf ihrer dritten Europatour spielten sie wieder über 35 Shows um ihr neues Album "Say What You Want" zu promoten. Wir trafen in Köln auf den äußerst bescheidenen Sänger Ryan...
Bumbanet: Eure letzten Alben haben schon sehr viele positive Reaktionen bekommen, wie wichtig ist das für euch?
Sommerset: Das ist schon sehr wichtig. Wir sind keine von diesen Bands, die besondere Beziehungen mit der Presse pflegt, deshalb sind wir immer froh, wenn wir ein gutes Review bekommen. Manchmal liest man die Sachen über die Band, die wahr sind, manchmal steht dann da aber auch richtiger Bullshit, so ist dann auch nicht jede positive Review auch eine gute Review. Da wird dann manches gelobt, was du selber gar nicht so siehst. Aber du kriegst schon mehr Selbstvertrauen durch positive Reaktionen. Gerade wenn das dann aus anderen Ländern kommt, dann fasst man schon den Mut dort auch zu spielen.
Bumbanet: Wir habt ihr euch denn zusammengefunden, wart ihr Freunde oder habt ihr euch erst durch die Band kennen gelernt?
Sommerset: Das war eigentlich beides. Ich bin mit unserem alten Drummer zur Highschool gegangen und wir haben die Band zusammen gegründet. Stefan unser Bassist hat damals in einer anderen Band gespielt, zu deren Konzerten ich immer gegangen bin. Mit Milon unserem Gitarristen bin ich auch zur Highschool gegangen, aber er war ein paar Jahre jünger, so hatten wir uns damals noch nicht gekannt. Aber im Prinzip waren wir alle auf der selben Schule.
Bumbanet: „Say What You Want“ ist schon euer drittes Album, was war euch da besonders wichtig?
Sommerset: Ich denke es ist dunkler und auch etwas kontrollierter, was wohl an der Aufnahme lag. Die Gitarren haben auch mehr Gewicht, die Drums sitzen mehr im Background. In die Texte haben wir mehr Zeit investiert. Es ist auf jeden Fall insgesamt ausgereifter und ausgewogener.
Bumbanet: Habt ihr euch denn bewusst dafür entschieden, etwas anders zu machen?
Sommerset: Vieles ging von unserem Drummer Jay aus, die Drums sollten einfacher werden und nicht so schnell. Ich habe auch in der letzten viele Bands gehört, die Bedeutung in den Texten haben, wenn auch nicht gerade politisch, und das habe ich dann auch bei uns übernommen, ich habe härter an den Texten gearbeitet.
Bumbanet: Hat sich eure Position zur Musik denn auch in den letzten Jahren verändert?
Sommerset: Ich denke wir klingen heute mehr nach uns. In unseren frühen Songs kann man die Einflüsse noch heraushören, das ist bei dem neuen Album nicht mehr so, es klingt einfach nach Sommerset.
Bumbanet: Welche Einflüsse waren das denn?
Sommerset: Das hat sich immer verändert, Hot Water Music war aber auf jeden Fall immer unser Haupteinfluss. Daneben gibt es immer ein paar Bands, die entweder ein cooles Gitarrenspiel oder großartiges Songwriting haben, egal aus welche Musikrichtung sie kommen. In letzter Zeit war das neue Jimmy Eat World Album ein Einfluss, auch wenn unser Sound viel aggressiver ist.
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