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Interview: Papa Roach (1/2) News

Im Jahr 2000 stürmten sie mit der Single "Last Resort" über Nacht an die Spitze und spätestens das Album "Infest" machte die Band zum Big Player mit einem eigenen Stil im boomenden New Metal. Dabei waren Papa Roach keine neue Band, Sänger Jacoby Shaddix (einst Coby Dick genannt), Drummer Dave Buckner, Bassist Tobin Esperance und Gitarrist Jerry Horton fanden sich schon 1993 in Sacramento, Californien. Der Hype hielt an und es folgten ausverkaufte Touren in großen Hallen. Doch schon der Nachfolger „Lovehatetragedy” ging irgendwie unter, das Interesse der Öffentlichkeit war gering obwohl er sich auch noch recht passabel verkaufte. Dann folgte der Umbruch, ein neues Label und mehr Rock'n'Roll im Blut, mit „Getting Away With Murder” versucht sich die Band wieder heranzukämpfen, und die Fanbase ist noch da, wie sich beim Konzert in Köln zeigte, wo wir mit Tobin sprachen...

Bumbanet: Nach dem großen Erfolg von “Infest” lief nicht alles nach Plan weiter, „Lovehatetragedy” verkaufte sich im Vergleich nicht mehr so gut, danach ging es auch weg von eurem Label Dreamworks. Seid ihr trotzdem zufrieden wie sich alles am Ende entwickelt hat?

Papa Roach: Ich bin definitiv zufrieden und für alles dankbar was wir gemacht und erreicht haben. All die Hochs und Tiefs. Wir hatten unseren ersten großen Major-Deal, unser erstes weltweites Release. Unsere Erwartungen waren sicher nicht niedrig, aber wir hatten auch nicht viel Zeit für dieses Album. Wenn wir jetzt zurückblicken, bereuen wir nichts was wir getan haben. Wir hören auf die Kids, was die sagen was ihr Lieblingsalbum ist, die Plattenverkäufe bedeuten einen Scheiß. Es ist egal was irgendjemand anderes denkt, solange wir und unsere Fans glücklich sind. Jetzt haben wir auch ein viel besseres Label, Geffen Records hat eine großartige Geschichte mit Rockbands, die stehen voll hinter uns. Wir sind jetzt aufgeregt und gespannt, freuen uns auf das Neue und die Touren. Die Situation ist jetzt viel besser.

Bumbanet: Würdest du sagen mit „Getting Away With Murder” hat jetzt ein komplett neuer Abschnitt für euch begonnen?

Papa Roach: Mit unserem neuen Album „Getting Away With Murder” gingen sicherlich viele Veränderung einher, der Prozess wie wir es gemacht haben und auch persönliche Sachen, spirituell und physisch. Wir waren eine lange Zeit auf Tour, als wir dann wieder zuhause waren haben wir uns entschieden unsere Energie wieder auf unsere Musik zu fokussieren und gesünder zu leben. Es war eine Kopfsache, eine neue Einstellung. Ich denke deshalb sind unsere neuen Songs auch besser, sie sind besser konstruiert, es geht mehr um Melodien und Hooks. Es ist ein Vibe, der die Leute dazu bringt mitzusingen.

Bumbanet: Ihr habt auf dem neuen Album mit Produzent Howard Benson zusammengearbeitet, was war der Grund ihn zu wählen, etwa seine Arbeiten für andere Bands (P.O.D., Cold, Hoobastank)?

Papa Roach: Wir hatten sehr viel Zeit für dieses Album und so haben wir uns mit einer ganzen Reihe verschiedener Producer getroffen. Howard hat uns überzeugt mit ihm zu arbeiten, weil wir den Eindruck hatten, dass er den besten Einblick ins Musikbusiness hat und unsere Ansichten teilt. Es ging auch um seine Mentalität, er hat sich sehr gut mit Coby verstanden und konnte auch seine Texte so richtig begreifen. Er hatte einen Plan, er wollte Coby als Rock’n’Roll Sänger positionieren und hat sich sehr um ihn gekümmert, wir hatten dagegen alle Freiheiten uns auf unsere Musik zu konzentrieren. Das einzige Album was ich sonst von ihm kannte war von Blindside, das mochte ich auch sehr, das war sicherlich auch noch ein Grund mit ihm zu arbeiten. Er ist ein guter Kerl.

Bumbanet: Ihr habt über 30 Songs für dieses Album geschrieben, wird irgendwas mit dem Material passieren, dass ihr jetzt nicht benutzt habt?

Papa Roach: Auf jeden Fall, wir wollen die ganzen Leftovers für B-Sides, Games oder Filme benutzen. Vielleicht bringen wir auch noch eine DVD mit B-Sides und Raritäten heraus. Es passiert oft, dass wir etwas schreiben und es dann nicht zu Papa Roach passt, vieles machen wir einfach nur so aus Spaß. Ich denke das ist ganz interessant für die Kids zu erfahren was wir sonst noch so machen, Songs die gar nicht nach Papa Roach klingen.

Bumbanet: Wofür steht denn der Titel „Getting Away With Murder”?

Papa Roach: „Getting Away With Murder” ist keine literarische Phrase, wie manche denken könnten, es ist mehr allgemein gesprochen. Murder und der Cop, Murder und die Liveshow, es sich zurückzuholen. Darein kann man jetzt viele Bedeutungen interpretieren, politisch oder sexuell, das bleibt jedem selbst überlassen.

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Autor:
Bumbanet
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