| Brachial rockend bahnen sich God Forbid aus New Jersey ihren Weg. Der aktuelle Longplayer "Gone Forever" ist noch nicht allzu alt und schon steht der Nachfolger in den Startlöchern. Gitarrist Dallas Coyle erzählt auf dem Pressure Festival im Ruhrpott was derzeit abgeht...
Bumbanet: Euer Album „Gone Forever“ habt viele positive Reaktionen bekommen, wie wichtig ist das für euch?
God Forbid: Das ist sehr wichtig. Das Album ist auf jeden Fall um einiges besser als unsere alten Sachen. Gerade in Deutschland sind die Reaktionen toll, unsere Plattenfirma sitzt ja auch hier. Wir werden auf jeden Fall wieder auf Tour kommen, wahrscheinlich mit Machine Head.
Bumbanet: Wollt ihr denn richtige Rockstars werden?
God Forbid: (Er lacht) Ich weiß nicht. Wir machen einfach Musik und wir machen das jetzt seit acht Jahren. Im Moment läuft es immer besser, besser als wir es uns je vorgestellt haben. Von daher sind wir schon sehr zufrieden.
Bumbanet: So lange ist das Album jetzt noch nicht draußen und ihr arbeitet schon an neuen Songs?
God Forbid: Wir haben schon im Frühjahr neue Songs geschrieben und werden wohl im Herbst ins Studio gehen. Das Album müsste dann auch bald herauskommen.
Bumbanet: Habt ihr denn jetzt einige Dinge umgestellt mit denen ihr bisher nicht ganz zufrieden wart?
God Forbid: Nicht wirklich. Schreiben ist immer ein Wachstumsprozess, du magst immer was du gemacht hast und möchtest dem beim nächsten Mal noch etwas draufsetzen. Das ist die Idee dahinter, wir sind Musiker und wollen uns entwickeln, wir haben aber keinen Plan wohin es gehen soll. Man kann auch eh nicht zurückgehen und die Dinge verändern.
Bumbanet: Hört ihr euch privat auch nur Metal an?
God Forbid: Wir hören in unserer Freizeit auf jeden Fall viel Rock’n’Roll und 70’s Rock wie die Beatles und Led Zeppelin. Es gibt aber auch neuere Sachen, Radiohead oder The Mars Volta. Klar hören wir auch Metal und natürlich beeinflusst uns das auch. Ich höre seit weit über 10 Jahren Metal, aber ich bin da sehr wählerisch, es gibt nur wenige Bands die ich regelmäßig höre. Rock ist auf jeden Fall mehr meine Welt.
Bumbanet: Was macht für dich denn gute Musik aus?
God Forbid: Sie muss einfach alles haben, sowohl die technische als auch die emotionale Seite muss stimmen. Für mich steht das Emotionale auf jeden Fall im Vordergrund, ohne das geht es nicht.
Bumbanet: Bei euch steckt sowohl Metal als auch Hardcore drin, ziehst du da eine Trennlinie?
God Forbid: Das ändert sich eigentlich immer. In Amerika ist die Hardcore Szene eher auf den Trend ausgerichtet, alles muss fancy sein. Wie das hier in Europa ist weiß ich nicht, aber so gesehen sind wir definitiv eine Metalband, wir haben zwar Einflüsse aus der Hardcore Szene aber mit diesem ganzen Drumherum da haben wir nichts zu tun. Man kann sagen wir sind eine Metalband mit einer Art Hardcore Mentalität. Ich selber höre auch gar keinen Hardcore, ich mag zwar ein paar Bands da, aber die beeinflussen uns nicht direkt.
Bumbanet: Ihr habt also auch mehr Fans aus der Metalszene?
God Forbid: Ich denke schon, wobei das irgendwie auch 50:50 ist. Es sind immer viele Hardcore Kids auf unseren Konzerten. Diese Mischung mag ich auch, vom 40-jährigen Metalhead bis zu den 16-jährigen Kids, das ist sehr gut.
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