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behaupten sie wären eine "normale" HipHop Crew wäre
falsch - aber was ist schon normal? Kopfhörer kommen aus der
Ecke Koblenz, haben mit "Ultraschall" ihr Debütalbum
abgelegt und sind beim Label Al Dente Recordz der HipHop Veteranen
Microphone Mafia gesignt. Was aber viel wichtiger ist: sie machen
HipHop mit Inhalt. Wir sprachen mit der Crew bestehend aus Jack
Junk Dean, Pete und DJ D-Sign...
BBumbanet: Was für Ziele habt ihr mit eurem Debütalbum
„Ultraschall“ – was wolltet ihr umsetzen?
Kopfhörer: Wir wollten mit dem Debüt erstmal auf uns
aufmerksam machen. Die Vielseitigkeit war uns wichtig, also die
Mischung zwischen ernsten Tracks wie „America“ und auch
„Partybreaks“.
Bumbanet: Und warum der Titel „Ultraschall“?
Kopfhörer: Durch Ultraschall werden Menschen zum ersten Mal
sichtbar, das Baby sieht man zum ersten Mal durch Ultraschall. Uns
sieht man durch unser Album jetzt auch zum ersten Mal.
Bumbanet: Steckt ein tieferer Sinn hinter dem Namen Kopfhörer?
Kopfhörer: Das wurden wir schon sehr oft gefragt, es gibt
auch tausende Erklärungen. Es geht darum unsere Musik mit dem
Kopf zu begreifen, wir machen Musik für Seele und Herz.
Bumbanet: Was war die Motivation für euch drei zusammen
Musik zu machen – was macht Kopfhörer aus?
Kopfhörer: Zuerst habe ich mit Andre (Junker) angefangen,
das war vor drei Jahren unter dem Namen Junker & Pete. Vor zwei
Jahren haben wir dann zwei Solo-Alben herausgebracht. Danach sollte
ein neuer Abschnitt beginnen, deshalb haben wir unter dem Namen
Kopfhörer weitergemacht.
Bumbanet: Was sind eure Einflüsse?
Kopfhörer: Die sind sehr unterschiedlich, jeder von uns hat
andere Einflüsse. Andre kommt aus der Punk-Ecke, ich finde
Looptroop und Texta gut. Roey Marquis sagte auch einmal in einem
Interview wie wichtig die Vielfalt ist.
Bumbanet: Woher kommen eure tiefschichtigen Texte? Würdet
ihr euch als politische Band beschreiben?
Kopfhörer: Andre studiert Soziologie. „Scheinwelt“
ist so entstanden: Ich bin morgens im Zug nach Frankfurt gefahren,
am Bahnhof dort sind mir dann die ganzen Bild-Zeitungen mit Daniel
Küblböck auf der Titelseite aufgefallen. Als politische
Band möchte ich uns nicht sehen – aber wir sind politisch
ambitioniert. Wir spielen auch viele Antifa Festivals mit der Microphone
Mafia.
Bumbanet: Seid ihr eher Ernst oder Spaß orientiert?
Kopfhörer: Das Alltagsleben beeinflusst uns sehr und im Moment
gibt es mit Irak-Krieg oder Wirtschaftskrise nicht viel Positives.
Aber deshalb haben wir z.B. „Partybreak“ zur Abwechslung
gemacht.
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