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ihrem ersten Album „Revolution Revolucion" setzten Ill
Nino den Fuß in die Metal-Landschaft, mit dem zweiten "Confession"
bewegen sie sich jetzt auf die erste Liga des New Metal zu. Wir
sprachen mit Laz Pina, dem Bassisten der Band...
Bumbanet: Wollen wir mal mit eurem neuen Album „Confession“
anfangen, worum geht’s da genau?
Ill Nino: Das neue Album geht mehr ins Detail, vor allem was unseren
Sänger Cris und sein Leben betrifft. Auf unseren ersten Platte
„Revolution Revolucion“ beschrieb er vor allem seine
Gefühle, jetzt geht es ihm darum zu sagen, warum er in einer
gewissen Weise denkt und fühlt, wie sein Leben aussieht. So
liegt die Veränderung zwischen den beiden Alben vor allem im
Inhalt, in den Texten.
Bumbanet: Hat sich denn auch musikalisch etwas geändert?
Ill Nino: Ich denke wir sind nach wie vor Ill Nino, wenn man die
Platte einlegt hört man das sofort, da wirst du nicht lange
überlegen müssen; wir haben keine Experimente gemacht.
Die Musik sollte auf dem neuen Album ganz vorne stehen, wir wollten
einfach geile Songs schreiben… dabei kam es sicherlich auch
dazu dass sich unsere Arbeits- und Schreibweise etwas verändert
hat, wir haben als Band zusammen geschrieben, jeder hatte etwas
zu sagen. Außerdem waren wir couragierter was den Style der
Songs angeht, jeder konnte auch seinen eigenen Style einbringen,
was daherkommt, dass wir uns jetzt alle gegenseitig in der Band
vertrauen. Wir haben einfach Vertrauen und Selbstbewusstsein aufgebaut.
Deshalb wissen wir jetzt auch besser, wie wir als Band unseren Style,
unsere Ideen und Visionen umsetzen können.
Bumbanet: Wenn du jetzt auf die letzten Jahre zurückblickst,
gibt es da etwas was ihr heute anders machen würdet, oder seid
ihr mit allem zufrieden?
Ill Nino: Am ersten Album würde ich definitiv nichts ändern.
Ich bin einfach froh dass wir soweit gekommen sind, auf alles was
wir getan haben bin ich stolz drauf, deshalb würde ich auch
nichts ändern.
Bumbanet: Aber du hast schon angesprochen, dass sich bestimmte
Sachen in eurer Arbeitsweise verändert haben?
Ill Nino: Wenn man das auf der persönlichen Ebene sieht ändert
sich bestimmt immer etwas. Das Leben steht nicht still und wir erleben
alle verschiedene Sachen die uns beeinflussen und damit auch die
Band. Das können positive oder negative Sachen sein, z.B. Verluste,
wenn man jeden Morgen aufwacht und jemand den man sehr liebt nicht
mehr da ist. Das zu schlucken kann einem manchmal sehr schwer fallen.
Bumbanet: Gab es denn auch neue musikalische Einflüsse
für euch?
Ill Nino: Wir wollen als Ill Nino bestimmte Dinge stärker
in den Vordergrund stellen. Vor allem geht es uns da um die Percussion,
Cultural Rhythms. Alles was bei uns das Besondere ausmacht wollten
wir auf dem neuen Album konkreter definieren. Bei unserem letzten
Album ging alles stärker ineinander über, man konnte da
die einzelnen Elemente nicht so klar heraushören. Die neuen
Songs sind vom Sound her klarer.
Bumbanet: Eure Songs sind ja teilweise in Englisch, teilweise
in Spanisch, was macht da den Unterschied aus?
Ill Nino: Normalerweise sind die Songs alle in beiden Sprachen
geschrieben, wenn auch Englisch etwas vorne steht. Bei manchen Parts
gefällt es Cris einfach besser sich in Spanisch auszudrücken,
so kommt das dann. Es ist einfach auch ein Tribut an die Sprache,
Spanisch ist unsere Muttersprache. Meine erste Sprache war einfach
Spanisch, auch wenn ich in den Staaten geboren und aufgewachsen
bin. Erst danach habe ich Englisch gelernt. Es sind also viele Faktoren
die da mitspielen, vor allem kulturelle, aber wir benutzen natürlich
nur Sprachen die wir auch beherrschen.
Bumbanet: Sind die Texte nur das Werk von Cris?
Ill Nino: Ja, Cris schreibt alle Texte. Das sind auch hauptsächlich
persönliche Sachen, mal mehr mal weniger, über manche
kann er einfacher sprechen über andere weniger. Das heißt
aber nicht, dass die Texte nur für ihn Bedeutung haben. Ich
kann nicht sagen was ihm bei seinen Texten am wichtigsten ist, für
mich haben aber alle Texte eine Bedeutung, zu allen habe ich in
gewisser Art und Weise eine Beziehung.
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