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Interview: Ill Nino (1/3) News

Mit ihrem ersten Album „Revolution Revolucion" setzten Ill Nino den Fuß in die Metal-Landschaft, mit dem zweiten "Confession" bewegen sie sich jetzt auf die erste Liga des New Metal zu. Wir sprachen mit Laz Pina, dem Bassisten der Band...

Bumbanet: Wollen wir mal mit eurem neuen Album „Confession“ anfangen, worum geht’s da genau?

Ill Nino: Das neue Album geht mehr ins Detail, vor allem was unseren Sänger Cris und sein Leben betrifft. Auf unseren ersten Platte „Revolution Revolucion“ beschrieb er vor allem seine Gefühle, jetzt geht es ihm darum zu sagen, warum er in einer gewissen Weise denkt und fühlt, wie sein Leben aussieht. So liegt die Veränderung zwischen den beiden Alben vor allem im Inhalt, in den Texten.

Bumbanet: Hat sich denn auch musikalisch etwas geändert?

Ill Nino: Ich denke wir sind nach wie vor Ill Nino, wenn man die Platte einlegt hört man das sofort, da wirst du nicht lange überlegen müssen; wir haben keine Experimente gemacht. Die Musik sollte auf dem neuen Album ganz vorne stehen, wir wollten einfach geile Songs schreiben… dabei kam es sicherlich auch dazu dass sich unsere Arbeits- und Schreibweise etwas verändert hat, wir haben als Band zusammen geschrieben, jeder hatte etwas zu sagen. Außerdem waren wir couragierter was den Style der Songs angeht, jeder konnte auch seinen eigenen Style einbringen, was daherkommt, dass wir uns jetzt alle gegenseitig in der Band vertrauen. Wir haben einfach Vertrauen und Selbstbewusstsein aufgebaut. Deshalb wissen wir jetzt auch besser, wie wir als Band unseren Style, unsere Ideen und Visionen umsetzen können.

Bumbanet: Wenn du jetzt auf die letzten Jahre zurückblickst, gibt es da etwas was ihr heute anders machen würdet, oder seid ihr mit allem zufrieden?

Ill Nino: Am ersten Album würde ich definitiv nichts ändern. Ich bin einfach froh dass wir soweit gekommen sind, auf alles was wir getan haben bin ich stolz drauf, deshalb würde ich auch nichts ändern.

Bumbanet: Aber du hast schon angesprochen, dass sich bestimmte Sachen in eurer Arbeitsweise verändert haben?

Ill Nino: Wenn man das auf der persönlichen Ebene sieht ändert sich bestimmt immer etwas. Das Leben steht nicht still und wir erleben alle verschiedene Sachen die uns beeinflussen und damit auch die Band. Das können positive oder negative Sachen sein, z.B. Verluste, wenn man jeden Morgen aufwacht und jemand den man sehr liebt nicht mehr da ist. Das zu schlucken kann einem manchmal sehr schwer fallen.

Bumbanet: Gab es denn auch neue musikalische Einflüsse für euch?

Ill Nino: Wir wollen als Ill Nino bestimmte Dinge stärker in den Vordergrund stellen. Vor allem geht es uns da um die Percussion, Cultural Rhythms. Alles was bei uns das Besondere ausmacht wollten wir auf dem neuen Album konkreter definieren. Bei unserem letzten Album ging alles stärker ineinander über, man konnte da die einzelnen Elemente nicht so klar heraushören. Die neuen Songs sind vom Sound her klarer.

Bumbanet: Eure Songs sind ja teilweise in Englisch, teilweise in Spanisch, was macht da den Unterschied aus?

Ill Nino: Normalerweise sind die Songs alle in beiden Sprachen geschrieben, wenn auch Englisch etwas vorne steht. Bei manchen Parts gefällt es Cris einfach besser sich in Spanisch auszudrücken, so kommt das dann. Es ist einfach auch ein Tribut an die Sprache, Spanisch ist unsere Muttersprache. Meine erste Sprache war einfach Spanisch, auch wenn ich in den Staaten geboren und aufgewachsen bin. Erst danach habe ich Englisch gelernt. Es sind also viele Faktoren die da mitspielen, vor allem kulturelle, aber wir benutzen natürlich nur Sprachen die wir auch beherrschen.

Bumbanet: Sind die Texte nur das Werk von Cris?

Ill Nino: Ja, Cris schreibt alle Texte. Das sind auch hauptsächlich persönliche Sachen, mal mehr mal weniger, über manche kann er einfacher sprechen über andere weniger. Das heißt aber nicht, dass die Texte nur für ihn Bedeutung haben. Ich kann nicht sagen was ihm bei seinen Texten am wichtigsten ist, für mich haben aber alle Texte eine Bedeutung, zu allen habe ich in gewisser Art und Weise eine Beziehung.

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Autor:
Bumbanet
Photos:
Roadrunner

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