| Bumbanet:
Und was hört ihr selbst für Musik zurzeit?
Jahred: Zur Zeit höre ich Bob Marley, System of a down, Justin
Timberlake, The Clipse… was ist mit dir Sonny?
Sonny: Ich mag Clutch, Queens of the stoneage, Refused, The Roots
und Tool. Aber das ist ja auch die schwerste Frage überhaupt,
weil die Liste der Bands eigentlich unendlich ist. Und genauso ist
unsere Musik auch nicht nur von Musik beeinflusst, sondern auch
von Gefühlen, Freude, Schmerz, Sex.
Bumbanet: Sonny, du bist für Chad in die Band gekommen,
wann und wie war das?
Sonny: Das war ungefähr im August, nachdem die Aufnahmen zum
Album beendet waren. Ich bekam einen Anruf von BC (The Mizak Diza,
Drummer), der mir erzählte, das Chad die Band verlassen hatte.
Sie wollten mich, also bin ich eingestiegen. Ich hatte dann einen
Monat Zeit die neuen Songs zu üben bis es auf Tour ging. Wir
haben also viel zusammen geübt und auf Tour hat es dann perfekt
geklappt.
Bumbanet: War es denn schwierig für dich Sonny die
Songs zu lernen?
Sonny: Nein, ich war schon immer ein (Hed)pe Fan, wir haben zusammen
getourt und viele Shows gemeinsam gespielt überall auf der
Welt. Daher war es nicht so schwierig, weil ich mit der Musik schon
vertraut war. Natürlich habe ich in den anderen Bands einen
anderen Style gespielt, aber ich kann mich schnell in neue Situationen
hereinversetzen, das lief alles sehr natürlich.
Bumbanet: Vorher warst du bei Snot und Amen?
Sonny: Amen habe ich letztes Jahr im März verlassen, zusammen
mit jedem anderen Bandmitglied… (sie lachen laut) Nein, ich
habe die Band aus persönlichen Gründen verlassen. Die
Band hat ein offizielles Statement herausgegeben, warum ich sie
verlassen haben soll, angeblich wegen dem Geld, aber das war nicht
mein Statement. Das stimmt nicht, wegen dem Geld hätte ich
nie mit Amen angefangen, es ging mir dort immer um die extremste
Form des Ausdrucks von Wut und Hass. Aber dieser Punkt in meinem
Leben ist jetzt vorbei, ich bin clean. Deshalb habe ich jetzt einen
anderen Weg als Amen gewählt, aber ich bereue keinen Moment
von der Zeit damals, die Zeit war immer der Killer und hat mich
zu dem Punkt gebracht, wo ich heute bin. Ich gehe jetzt den Weg
von (Hed)pe und ich glaube nicht dass es Zufall war, dass wir zusammengefunden
haben.
Bumbanet: Und was war mit Chad?
Jahred: Er hat sich mit anderen Musik-Styles beschäftigt und
war auch nicht mehr ganz in der Art drin, wie wir bei (Hed)pe die
Songs geschrieben haben. Chad hat auch meine Texte nicht mehr ganz
verstanden, er war einfach nicht mehr in unserer Welt, deshalb hat
er aufgehört.
Bumbanet: Jahred, du hast ein Nebenprojekt namens Hectic,
was passiert da?
Jahred: Ich mache halt ununterbrochen Musik und irgendwo muss ich
mich damit ausleben. (Hed) gibt es jetzt schon seit einer langen
Zeit, deshalb wollte ich etwas anderes und neues ausprobieren. Das
läuft alles sehr gut. Im Moment bin ich natürlich auf
(Hed) fixiert, aber sobald wieder Ruhe eingekehrt ist will ich mit
Hectic herauskommen. Hectic ist grob beschrieben etwas einfacher
in seiner Härte. Es wird definitiv ein Album geben, das dauert
jedoch noch mindestens ein Jahr.
Bumbanet: Was ist mit den anderen aus der Band, haben die
auch etwas am Start?
Jahred: Ich weiß das nicht genau. Ein paar sind bei meinem
Projekt dabei, die anderen werden wohl auch Hobby mäßig
noch mehr machen, die haben schon genug zu tun.
Sonny: BC ist Race Car Fahrer.
Bumbanet:
Zurzeit gibt es nur Tourdaten für Amerika, wann kommt ihr wieder
zu uns?
Jahred: Wir kommen im Mai wieder nach Europa, aber ich weiß
nicht ob wir da auch in Deutschland spielen. Im Sommer werden wir
aber definitiv ein paar Festivals bei euch spielen. Mehr wissen
wir im Moment auch nicht.
Bumbanet: Wo wollt ihr denn unbedingt mal spielen und habt
es bisher noch nicht?
Sonny: Ich will unbedingt nach Brasilien, genauer gesagt nach Rio.
Da war ich noch nie und das wäre echt geil. Viele Bands träumen
davon.
Jahred: Wir waren schon in Japan, Australien, Neuseeland, das war
auch schon ein echter Killer.
Bumbanet: Wollt ihr mit eurer Musik etwas erreichen?
Jahred: Ich will Leuten helfen, die ähnliche Probleme haben,
wie ich sie hatte. Diesen Leuten will ich helfen mit den Problemen
zu recht zukommen und sie zu lösen.
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