| Bumbanet:
Dann hat irgendwann angefangen, das Album seinen Lauf zu nehmen.
Wie ist das denn vor sich gegangen? Mit dem Beatz produzieren..
wer macht die Beatz? Wie funktioniert das? Wie lange braucht ihr
für einen Beat, wie viele Beatz macht ihr?
Al Terego: Das Ding ist so: Der Mirko macht schon lange Beatz.
Und ich find, der Mirko macht bessere Beatz als ich. Aber Ding ist,
dass wir 2 Beatz auf dem Album von mir genommen haben, sprich: Der
„Nimm dich in acht“ ist von mir und das Outro. Was ich
halt nur sagen kann, ist, dass ich erst seit einem halben Jahr oder
dreiviertel Jahr Beatz mache und die Beatz mittlerweile qualitativ,
ja hochwertig würd ich nicht sagen, aber gut sind, dass wir
auch ein paar fürs nächste Album nehmen werden. Ansonsten
muss ich sagen, dass der Mirko doch die dominierende Ader bei den
Beatz ist.
Nynjar: Ja wie gesagt, so 99 habe ich mit dem Mirko dann angefangen,
Tracks zu machen. Und dann kam wie gesagt dieser Denn-ehs und dieser
Te-Ihl irgendwann dazu und dann haben wir teilweise die Tracks komplett
gemacht, indem wir halt den Dennis irgendwie eingebracht haben und
den Till mit seinen Parts. Aber das waren so, ich schätze mal
vielleicht 3,4 Tracks. Und der Rest des ganzen Albums, dieser ganzen
schäbigen CD ist eigentlich erst im Nachhinein entstanden.
Das heißt, wir haben dann irgendwie beim Mirko rumgechillt
und haben dann irgendwann die Tracks gemacht, weil wir nicht mehr
anders konnten. Ja und so sind dann die meisten Sachen entstanden.
Und der Cuttler hat dann noch mal, wenn der Track fertig war, komplett
draufgeschissen. Ja, das war halt der Cuttler.
Bumbanet: Stichwort Schmiede der Bastlaz?
Mirko: Ja, die Schmiede der Bastlaz ist das Studio, was wir heute
führen, in der Niehler Str. in Nippes. Am Start mit NinJoh,
wo die meisten Tracks entstanden sind. Mit GranTill, dem illen Freestyler,
jeden Tag gechillt und halt Tracks gemacht so. Und halt aufgenommen,
gechillt mit Q-Base einfach, und nach und nach ist der Shit entstanden
so. Wie „Die Schmiede der Bastlaz“, die ganzen illen
Tracks so. Man kann es alles nachvollziehen auf dem Tape, auf dem
Shit, den wir jetzt alle am Start haben, wie der Shit abgeht, ya’ll!
Cuttler: Ich wollt nur noch sagen: Wir sind nicht wirklich böse.
Bumbanet: Also gut, das Album ist fertig, ihr habt euren
Style. Warum macht ihr das und was soll das alles?
Cuttler: Wegen Hip-Hop.
Nynjar: Also definitiv. Und den Rest muss man halt einfach sagen,
dass wir halt ne krasse Vorstellung haben, die wahrscheinlich ziemlich
größenwahnsinnig und träumerisch erscheinen möge;
aber unser Vorhaben ist eigentlich ne eigene Firma oder Label, oder
wie auch immer. Bastlaz Imperium. Dass alle Leute, die irgendwas
können -das muss überhaupt nix mit Hip-Hop zu tun haben;
wenn die Internet Seiten machen können, wenn die Marketing
machen können; alle sollen irgendwie einsteigen, dass das ein
dickes Ding wird. Irgendwie möglichst viele Freunde zusammen
halten; dass das einfach krass wird so.
Bumbanet: Gut, es geht jetzt aber in erster Linie um eure
Inhalte, euer Konzept. Was steht dahinter?
Cuttler: Das Konzept ist ein ganz wichtiger Punkt. Da simma doch
beim Punkt. Unser Konzept. Das wollen wir verwirklichen. Unser Konzept,
unsere Leitlinie, unser alles, unser ein.
Nynjar: Ja, da war ich grad dann. Also unsere Leitlinie ist halt
so: Wir wollen halt andere Sachen in den Rap mit einbringen, die
sonst nicht berücksichtigt werden. Ich sag mal so: Der Mirko
ist halt so’n Naturfreak. Der geht auf Sachen in der Natur
ab, wie eigentlich alle von uns. Und es gibt halt tausend Sachen:
Alles, was dich bedrückt, alles, was dich erfreut, alles, was
schwul erscheint, aber nicht schwul ist. Halt alles so. Du kannst
eigentlich im Rap alles unterbringen, was du willst. Und das wollen
wir halt machen. Ich glaub nicht, dass wir so ein krasses Konzept
haben, sondern einfach: wo wir Bock drauf haben, soll einfach verwirklicht
werden.
Mirko: Ja unser Konzept ist einfach, die Sachen weiterzubringen
an die Leute. Spot den Shit, brenn den Shit, bring den Shit an deine
Freunde, an deine nächsten weiter. Ja, und das ist eigentlich
unser Ziel; Musik zu machen, Spaß zu haben und nicht in erster
Linie das Geld und die Kohle, sondern einfach: bring die Philosophie
der Tracks weiter. Spot den Shit und immer weitermachen, mann.
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