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Die
Satanic Surfers gehören zu den dienstältesten Punkrock
Bands, obwohl die Schweden sich seit 1989 immer noch jung und frisch
gehalten haben. Mit der EP "Skate To Hell" sorgten sie
1993 erstmals für Aufmerksamkeit, der große Druchbruch
blieb ihnen aber im Gegensatz zu ihren Landeskollegen, die größtenteils
zu Burning Heart Records wechselten, immer verwehrt. Trotzdem haben
sich die Satanic Surfers ohne Videos und derartige Promotion immer
konstant im Geschäft gehalten und können auf eine treue
und nicht zu kleine Fanbase bauen. Und so wunderte es auch nicht
dass ihr Konzert im Kölner Underground anlässlich des
neuen Albums "Unconsciously Confined" auf Bad Taste Records
ausverkauft war. Dort sprachen wir mit Bassist Mattias Blixtberg
und Martin Svennson, der Sänger Rodrigo Alfaro an den Drums
ablöste...
Bumbanet: Euer neues Album ist gerade herausgekommen und klingt
nicht ganz so wie der Vorgänger Fragments and Fractions,
was habt ihr anders gemacht?
Martin Svensson: Ich bin ja der Neue in der Band, deshalb habe
ich auch noch nicht so recht mitbekommen, was sich geändert
hat.
Mattias Blixtberg: Ich denke auf Unconsciously Confined
ist der Sound viel besser. Musikalisch ist es eigentlich noch wie
auf dem letzten Album, vielleicht etwas melodischer und wir haben
auch paar softe Songs. Andererseits haben wir aber auch noch schnelle
Songs, insgesamt ist es ein breiterer Mix und immer noch Satanic
Surfers.
Martin: Ich als alter Satanic Surfers Fan würde auch sagen,
dass das neue Album im Vergleich zu den früheren breitgefächerter
ist.
Mattias: Und die Produktion ist natürlich viel besser, gerade
auf Fragments and Fractions war der Sound schlecht.
Bumbanet: Aber ein bestimmtes Konzept hattet ihr nicht?
Mattias: Nicht wirklich. Wir haben direkt schon nach Fragments
and Fractions mit den neuen Songs angefangen und manche waren
auch schon vorher fertig aufgenommen. Jetzt haben wir die Sachen
nur teilweise neu arrangiert und neu abgemischt. So ist auf dem
neuen Album ein Mix von 1-2 Jahren alten und ganz neuen Songs. Im
Grunde haben wir also nur das gemacht, was wir immer machen. Eine
ganz normale Entwicklung.
Bumbanet: Wie war es denn für dich Martin, in einer Band
anzufangen, die es schon so lange gibt?
Martin: Es wäre einfacher, wenn Rodrigo nicht so ein verdammt
guter Drummer gewesen wäre. Ich habe vorher auch schon in Bands
gespielt, wenn auch in keiner so bekannten wie den Satanic Surfers.
Am schwersten war es eigentlich die ganzen Songs zu lernen, welche
die anderen schon seit Jahren spielen. Aber insgesamt macht es einfach
Spaß.
Bumbanet: Ist es jetzt einfacher für euch und Rodrigo?
Mattias: Ja, ich denke das war zu viel Arbeit für ihn. Er
hat es einige Jahre so gemacht, aber jetzt am Ende stand schon fest,
dass es so nicht weitergeht. Eigentlich hätte Rodrigo auch
gerne weiter das Schlagzeug gespielt, aber es wäre schwieriger
geworden einen guten Sänger zu finden. Außerdem hat er
auch immer die Songs geschrieben, also sollte er sie auch singen.
Es war einfach ein Versuch, am Anfang hat es geklappt, auf Dauer
jedoch nicht. Und Rodrigo hat jetzt auch viel mehr Spaß bei
den Konzerten, wenn er sich auf's Singen konzentrieren kann. Jetzt
haben wir einen richtigen Frontman, für das Publikum war es
immer komisch den Sänger hinter dem Schlagzeug zu sehen. Es
ist einfach besser für jeden von uns.
Bumbanet: Gibt es denn schon Pläne, in welche Richtung
ihr euch auf dem nächsten Album entwickeln wollt?
Mattias: Das ist schwierig zu sagen, da wir das Album gerade erst
fertiggestellt haben. Aber ich denke, wir werden unsere Richtung
beibehalten. Ein paar schnelle Songs werden wir nach wie vor machen
und immer mehr melodischere Songs. Ein bisschen poppy, aber mit
viel Gitarren. Mit Unconsciously Confined sind wir noch
vollkommen zufrieden.
Bumbanet: Und textlich bleibt auch alles beim Alten?
Mattias: Ja, insgesamt schon. Es ist ein Mix von persönlichen
und politischen Themen. Diese Zusammenstellung gefällt uns
so und ich denke nicht, dass sich da etwas ändern wird.
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