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Interview: Rival Schools (1/2) News

Mit den Gorilla Biscuits, Youth Of Today und Quicksand ist Walter Schreifels groß geworden. Mit den Rival Schools hat der New Yorker nun seine Hardcore Zeit engültig hinter sich gelassen - erfolgreich. Vor allem ist ihm mit dem Debütalbum "United By Faith" auch ein gewaltiges Medienecho sicher, das für ausverkaufte Konzerte bei der Europa Tour im März sorgte. In Köln trafen wir vor der Tour auf ihn...

Bumbanet: In Amerika ist euer Album schon etwas länger draussen, seid ihr mit den Reaktionen zufrieden?

Rival Schools: Ich denke ja, ich bin zufrieden. Es gibt ja nach wie vor andauernd neue Reaktionen, aber in der Hinsicht dass unser Album existiert und auf dem Markt ist bin ich sehr zufrieden.

Bumbanet: Wie kam es eigentlich zu der Idee für die Band?

Rival Schools: Ich hatte einfach Lust auf eine neue Band, da ich auch schon längere Zeit nicht mehr gespielt hatte. Es war einfach der Drang wieder auf Tour zu gehen.

Bumbanet: Wie hast du denn deine Bandkollegen kennengelernt?

Rival Schools: Sam, den Drummer, kenne ich schon seit einer langen Zeit. Ich habe schon früher mit ihm in Hardcore Bands gespielt. Als Musiker lernt man halt viele Leute kennen, und manche trifft man öfters, bis man dann zusammen eine Band gründet. Ansonsten sind noch Bassist Cache Tolman und Gitarrist Ian Love dabei.

Bumbanet: Rival Schools ist ja auch der Name eines bekannten Computer Games, war euch das vorher bewusst?

Rival Schools: Nein, ich habe das erst hinterher erfahren, und nun ja, was solls.

Bumbanet: Als Producer habt ihr Luke Ebbin gewählt, der auch Bon Jovi produziert hat, warum?

Rival Schools: Ja, Luke Ebbin hat schon viele Pop Sachen gemacht. Wir dachten einfach, er könnte unserer Musik ein neues Element hinzufügen. Aber wir haben ihn nicht wegen Bon Jovi gewählt.

Bumbanet: Wo siehst du denn jetzt die Unterschiede zu deinen alten Bands?

Rival Schools: Es ist eine andere Zeit. Es ist einfach eine Entwicklung. Jedes Album, jede Band, spiegelt einen gewissen Lebensabschnitt von mir wieder. Ich spiele jetzt etwas anders Gitarre, ich singe etwas anders. Und ich singe auch über andere Themen. Du versuchst ja immer selber besser zu werden.

Bumbanet: Du hast ja ziemlich früh in der Hardcore Szene angefangen, was war das für eine Entwicklung für dich? Hast du dich bewusst verändert und meinst du es war einfach eine natürliche Entwicklung, ein natürliches Älter-werden?

Rival Schools: Ich denke schon es war eine bewusste Entwicklung. Aber natürlich wird man auch immer älter. Für mich ging es immer darum etwas neues zu machen, damit die Sache interessant bleibt. Das ist glaube ich eine gegenseitige Entwicklung. Man wird älter und probiert neue Sachen aus. Das war bei mir allerdings auch immer recht gewagt, weil die Leute ja mochten, was ich in der Vergangenheit gemacht hatte.

Bumbanet: Läuft denn jetzt auch die Arbeit in der Band anders ab?

Rival Schools: Es sind halt einfach andere Leute bei Rival Schools dabei, jeder Mensch hat eine andere Persönlichkeit. Ich halte jetzt immer noch die Fäden in der Hand und bin für das Songwriting verantwortlich, aber früher war das wesentlich ausgeprägter, da habe ich alles kontrolliert. Bei den Rival Schools ist also mehr Spielraum.

Bumbanet: Dein neues Album ist sehr positiv – was sind die Gründe dafür?

Rival Schools: Ja, Hoffnung ist ein großes Thema des Albums. Man braucht Hoffnung um sich nach vorne zu bewegen, die Hoffnung hält den Menschen am leben. Und die Hoffnung steht auch immer für das Positive.

Bumbanet: Gibt es etwas, was dir am Album am wichtigsten ist?

Rival Schools: Ich denke auf dem Album sind einige meiner besten Songs, die ich jemals geschrieben habe. Diese Entwicklung ist für mich persönlich am wichtigsten an diesem Album, auch wenn das für die Fans weniger wichtig sein mag. Ich fühle mich einfach gut, weil ich etwas anderes und progressives gemacht habe, das finde ich wichtig.

Bumbanet: Letztes Jahr seid ihr auf Tour gewesen, ohne ein Release zu haben. Wieso?

Rival Schools: Ich wollte mit dieser Band ein Abenteuer und ein Experiment wagen. Einfach etwas auszuprobieren war mein Ziel, ohne dass das professionell sein sollte. Ich musste das einfach machen, gucken wir die Leute auf die Musik reagieren. In der Zeit wo ich nichts gemacht hatte sind verdammt gut Bands und Alben herausgekommen, ich wollte sehen auf welchem Level ich stehe. Ich wusste zu dem Zeitpunkt nicht, ob ich da mithalten kann. Und es war natürlich schön zu sehen, dass sich viele Leute für meine neue Sache, meine neue Band interessiert hatten. Es war wirklich eine Herausforderung in Deutschland zu touren, ohne eine Platte draussen zu haben, aber es hat sich gelohnt. Die Reaktionen waren großartig, es hat viel Spaß gemacht.

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Autor:
Bumbanet Redaktion
Photos:
Bumbanet, Island

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