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Interview: New Found Glory (1/2) News

So langsam fassen die Ami Pop-Punker New Found Glory auch bei uns Fuß, ihr neues Album "Sticks and Stones" ist dabei ein wichtiger Schritt. Bei unserem Interview mit der Band im Kölner Prime Club, der an diesem Abend allerdings enttäuschend schlecht besucht war, was aber wahrscheinlich auch daran lag dass die Band an gleicher Stelle erst wenige Monate zuvor gespielt hatte, sprachen wir über das Werk, den US Punk Hype und ihre Touren in Europa...

Bumbanet: Euer neues Album „Sticks and Stones“ ist jetzt draussen, was sind die entscheidenden Veränderungen im Vergleich zum Vorgänger?

New Found Glory: Wir haben seit der letzten Platte sehr viel getourt und dadurch auch viel gelernt, wir sind gereift und unser Songwriting auch. Wenn man jeden Abend zusammen spielt, lernt man sich gut kennen, und mittlerweile wissen wir, wie jeder Einzelne von uns an die Musik herangeht. Von den zwei Jahren seit dem letzten Album handelt das neue Werk auch, es geht um die Sachen, die wir unterwegs erlebt haben, allerdings auch um ältere Sachen, Beziehungen und so. Die Texte sind also im Vergleich viel reifer geworden. Und unsere Musik hat sich auch bisher immer etwas von Platte zu Platte verändert. Wir haben immer ein paar langsame, ein paar Midtempo und ein paar schnelle Songs. Am Anfang hatten wir 20 Songs für „Sticks and Stones“ und am Ende sind wir bei 12 Songs angekommen, den 12 Besten.

Bumbanet: Hattet ihr denn von Anfang an einen festen Plan für das Album?

New Found Glory: Wir hatten wieder den gleichen Produzenten wie beim letzten Album und was wir von Anfang an wollten, war ein härterer Gitarren-Sound. Immer wenn wir die Songs vom letzten „Self-titled“ Album live gespielt haben, klangen sie viel härter als auf der Platte. Deshalb war dies unser Hauptziel für „Sticks and Stones“ und ich denke wir haben das geschafft.

Bumbanet: Gab es denn diesmal andere Einflüsse, habt ihr vielleicht andere Musik gehört?

New Found Glory: Im Grunde hören wir alle immer noch die gleiche Musik. Chad schreibt den größten Teil der Musik und er hört auch Musik aus allen Richtungen, von Björk bis Hatebreed. Jeder von uns hat seinen eigenen Musikgeschmack, im Kern hören wir alle das Gleiche, aber dann hat jeder noch seine eigenen Favoriten. Pop zum Beispiel, ich mag Britney Spears, außerdem 80’s Metal, Poisen The Well, Korn... Trotzdem finden wir immer irgendwie einen gemeinsamen Nenner.

Bumbanet: Wie würdet ihr euch eigentlich selber einordnen, als Punkrock oder Pop-Punk, oder...?

New Found Glory: Ich würde sagen Pop-Punk, weil das am einfachsten ist. Es ist aber schwierig Bands einzuordnen, was ist denn jetzt Punk? Rancid, Green Day oder Blink? Als kleine Band wird man immer direkt mit denen verglichen, weil es so einfacher ist, den Leuten zu erklären, was das für eine Band ist. Chad hat als er jünger war Hardcore gehört und er wurde immer gefragt, was das ist. Er hat dann gesagt, das ist sowas wie Rage against the machine, damit die Leute das verstehen, auch wenn die ja gar kein Hardcore sind. Und zu uns würde ich halt Pop-Punk sagen, weil wir ein bisschen poppy klingen, andere Leute würden vielleicht Emo sagen, weil unsere Texte emotional sind, aber das ist nicht meine Meinung. Da sind wir noch eher Rock’n’Roll.

Bumbanet: Bist du denn glücklich darüber, dass Pop-Punk mit Blink 182 und Sum 41 in den Staaten so ein großer Hype geworden ist?

New Found Glory: Ich finde das großartig. Als ich angefangen habe Gitarre zu spielen und eine Band gründen wollte, sah ich die ganzen großen Metal Bands bei Headbangers Ball auf MTV. Damals wollte ich unbedingt in einer Metal Band spielen, in den Punkrock bin ich erst zufällig hineingeraten. Und das sind ja zwei verschiedene Sachen, bei Punk geht es um die Ethik, bei Metal darum so groß wie möglich zu werden. Und diesen Metal Background habe ich immer noch. Wir haben ja auch klein angefangen, es kamen nur sehr wenige Leute zu unseren Shows, aber die haben das dann immer weiter erzählt und so kamen immer mehr. Das ist der Schneeball-Effekt. Wenn eine Band populär ist, gibt es auch einen Grund dafür. Wenn ich das Radio anschalte und Sum 41 höre, finde ich das gut, besser als wenn da nur Jennifer Lopez oder Mariah Carey laufen würde. Das Problem ist nur, dass viele Kids nur Blink 182 und Sum 41 kennen, aber nicht die ganzen Bands, die ähnliche Musik machen. Aber genau durch diese Bands werden die Kids zum Punk gebracht, dadurch dass sie Blink hören werden sie sich irgendwann auch für den Rest interessieren. Insofern finde ich diesen Hype sehr gut.

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Autor:
Bumbanet Redaktion
Photos:
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