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Slipknot
Drummer Joey Jordison hatte mit den Murderdolls schon lange ein
heißes Eisen im Feuer. Die Pause von Slipknot nutzte er jetzt
um ein Album fertigzustellen, bei dem er u.a. prominente Unterstützung
von Sänger Wednesday 13 und Static-X Gitarrist Tripp Eisen
bekam. Mit den Murderdolls, bei denen er Gitarre spielt, ging es
jetzt auf Tour in große, leere Hallen. Wir versuchten Joey
ein paar Antworten zu entlocken...
Bumbanet: Wie ist es eigentlich zu den Murderdolls gekommen,
was war die Idee?
Murderdolls: Ich mache dieses Projekt jetzt seit sieben Jahren,
das hat also vor Slipknot begonnen. Dann habe ich beide Bands gleichzeitig
gemacht, bis Slipknot gesignt wurde. Das war der Grund, weshalb
ich die Murderdolls erstmal auf Eis gelegt hatte. Bei Slipknot kommen
halt mehr meine harten Metal und Death Metal Einflüsse heraus,
bei den Murderdolls kann ich meine RocknRoll Seite ausleben,
die ich auch sehr mag. Immer wenn ich von Slipknot Touren nach Hause
kam, habe ich mich um die Murderdolls gekümmert, live gespielt,
und im Jahre 2000 mit Aufnahmen begonnen. Damals entstanden schon
einige der Songs, She was a teenage zombie, People
hate me und Dressed to depress. Richtig ernst
wurde die Sache aber erst als ich Wednesday 13 als Sänger fand,
vorher hatten wir einen anderen. Er kam eigentlich als Bassist,
aber ich habe ihn dann zum Lead Sänger bestimmt. Ich habe eigentlich
alle Instrumente auf der Platte selber gespielt, bis auf ein paar
Solis, aber es war mir lieber mit ein paar anderen Musikern zusammen
die Platte aufzunehmen, und so habe ich Anfang des Jahres Ben (Drums)
und Eric (Bass) in die Band geholt.
Bumbanet: Was war denn für dich der Grund damals The Rejects
zu verlassen und mit Slipknot weiterzumachen?
Murderdolls: Ich habe ja weiterhin in beiden Bands gespielt, mit
The Rejects und mit Slipknot. Und dann wurde Slipknot auf einmal
gesignt, da war es ja klar, dass ich mich dann hauptsächlich
darum kümmern musste. Ich habe als niemals wirklich mit The
Rejects aufgehört.
Bumbanet: Und wie kam es ausgerechnet jetzt zu einem Murderdolls
Album, wo ihr mit Slipknot auf der Spitze der Erfolgs steht?
Murderdolls: Nun ja, wir haben bei Slipknot eine kleine Pause eingelegt,
und die habe ich genutzt. Seit 1998 haben wir mit Slipknot ununterbrochen
gespielt, da war eine Auszeit einfach nötig.
Bumbanet: Gibt es für dich einen Hauptunterschied zwischen
den beiden Bands, oder kann man das gar nicht vergleichen?
Murderdolls: Es gibt keinen Hauptunterschied zwischen den beiden
Bands, die zwei Bands sind einfach komplett unterschiedlich. Es
gibt keine einzige Gemeinsamkeit. Dafür gibt es auch keinen
Grund, ich habe dieses Projekt ja nicht gemacht, um das Gleiche
wie bei Slipknot zu tun.
Bumbanet: Was ist denn der Grund dafür, dass du bei den
Murderdolls Gitarre und nicht Schlagzeug wie bei Slipknot spielst?
Murderdolls: Das ist wieder der gleiche Grund. Bei dem neuen Projekt
wollte ich alles komplett anders machen. Ein anderer Musikstil,
andere Instrumente, einfach alles sollte anders sein.
Bumbanet: Bei Slipknot gab es durch eure Masken ein großes
Geheimnis um euch herum, war es eine schwierige Entwscheidung, dich
jetzt ohne Maske zu zeigen?
Murderdolls: Ich habe ja schon Shows mit den Rejects gemacht, während
meiner Slipknot Zeit. Deshalb ist das ja nicht neues. Der einzige
Unterschied ist jetzt, dass mich die ganze Welt sieht. Das ist nichts
Besonderes.
Bumbanet: Was sind denn die größten Einflüsse
für dich und die Murderdolls?
Murderdolls: The Sex Pistols, Ramones, Motörhead, Slayer und
viele andere.
Bumbanet: Wie siehst du denn die Murderdolls, als ernsthafte
Band oder als Spass-Projekt?
Murderdolls: Es ist mehr ein Spass-Projekt, wir wollten einfach
nur ein Album machen und ein paar Shows spielen. Bei Slipknot steckt
mehr dahinter, da arbeiten wir konzentrierter dran. Bei den Murderdolls
ist alles auf ein paar Punkte fokussiert.
Bumbanet: Wenn du jetzt mit beiden Bands den gleichen Erfolg
hättest, welche wäre dir wichtiger?
Murderdolls: Beide Bands sind gleichwichtig, beide sind sehr wichtig.
Mal ist die eine Band an der Reihe, mal die andere.
Bumbanet: Wie wird es denn mit Slipknot weitergehen?
Murderdolls: Wir schreiben gerade an neuem Material, ich probieren
auch jetzt auf der Murderdolls Tour ständig neue Ideen an der
Gitarre aus, auch wenn ich bei Slipknot keine Gitarre spielen werde.
Bumbanet: Wird es jemals eine Tour von Slipknot und den Murderdolls
zusammen geben?
Murderdolls: Nein, ich will diese Projekte auf jeden Fall getrennt
halten.
Bumbanet: Was hälst du denn von dem Projekt Stone Sour
von Corey?
Murderdolls: Ich habe die Platte bisher nicht gehört, ehrlich.
Er machte diese Band ja schon seit sehr langer Zeit, ich wünsche
ihm alles Gute dafür.
Bumbanet: Bei Slipknot gab es öfters mal ein paar Probleme
mit eurem Label Roadrunner Records, was war der Grund die Murderdolls
Platte auch dort zu veröffentlichen?
Murderdolls: Es gibt bei jeder Band Probleme mit der Plattenfirma,
aber das ist alles nur Show. Und was den Rest angeht, es gibt einen
ganz einfach Grund, sie haben die Rechte an allen Projekten.
Bumbanet: Wird es denn noch mehr Murderdolls Alben in Zukunft
geben?
Murderdolls: Ich denke schon. Wir hätten schon jetzt genug
Material dafür.
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