|
Punk oder kein Punk? Ob das bei Goldfinger eine Frage ist oder nicht
sollte jeder selbst entscheiden. Viel wichtiger ist jedoch, dass
mit "Open Your Eyes" das neue Album auf dem Markt ist
und wir die Herren Kelly LeMieux (Bass) und den Neuen Brian Arthur
(Guitar) zum Interview trafen. Diese waren sehr angetan von ihrer
Labelkollegin Britney Spears und hatten ihre wahre Freude an (mit)
den vielen Postern und Goodies im Büro der Plattenfirma. Hauptsache:
Fuck J-Lo...
Bumbanet: Starten wir mit eurem neuen Album Open Your
Eyes, das ist doch etwas härter ausgefallen?
Kelly LeMieux: Ein bisschen, die Single ist vor allem härter.
Aber es klingt immer noch eindeutig wie ein Goldfinger Album, wir
sind nicht zu heavy geworden. Wir wollten ja keine Fans verlieren!
Ich mag es.
Bumbanet: Eure Texte sind auch etwas ernster, werdet ihr einfach
älter?
Kelly: Ja, die Texte sind schon ernster. Na klar werden wir immer
älter, ausser Brian, er ist noch ein Kind. Aber man kann einfach
nicht tausend Songs über das gleiche Girl schreiben. Irgendwann
wachst du auf und merkst, dass es mehr im Leben als nur Chicks gibt.
John (Sänger) ist sehr mit den Tierrechten beschäftigt,
so hat er auch das Album teilweise darauf konzentriert. Wir werden
älter, das ist natürlich, das kann man nicht aufhalten.
Bumbanet: Wieso habt ihr den Namen Open Your Eyes
für das Album gewählt?
Kelly: Das ist einfach auch die erste Single. Wir wollten uns nicht
den Kopf darüber zerbrechen, einen Titel auszudenken. Darrin
kam mit einem kompletten Konzept für das Album, aber das hat
einfach keinen Sinn ergeben. Es sind so viele Messages auf dem Album,
also haben wir einfach einen Song genommen.
Bumbanet: Es gab also kein Konzept für das Album?
Kelly: Nein, das hat sich einfach so ergeben.
Brian Arthur: In 90 Prozent aller Fälle ergibt sich das einfach
so, das ist ein natürlicher Entstehungsprozess. Und dann hatten
wir auf einmal das Artwork und wir haben es genommen.
Kelly: Und ich mag es. Ich mag die Farben.
Bumbanet: Ist euch das Artwork eigentlich wichtig, und wer hat
das diesmal gemacht?
Kelly: Oh das war diese Elisa Garcia, und wie gesagt, ich denke
sie hat ihren Job sehr gut gemacht. Ich liebe die Farben. Ich denke
das Artwork ist schon wichtig. Heute kaufe ich keine Platten mehr
wegen dem Cover, aber als ich jünger war, sah das anders aus.
Da hat das Artwork glaube ich auch immer einen gewissen Einfluss
darauf, wie gut ich ein Album fand. Aber natürlich ist die
Musik das Wichtigste.
Brian: Seit dem ich kein Haus mehr habe, gucke ich mir das Artwork
nur noch einmal an und lasse es dann mit den CD-Cases verschwinden
um Platz zu sparen. Aber trotzdem finde ich das Artwork wichtig,
es ist immer schön das anzugucken, vorausgesetzt es ist schön.
Wenn man 14, 15 Dollar für eine CD ausgibt, muss das auch einfach
dazugehören.
Kelly: Für das Geld willst du doch keinen Dreck vorgesetzt
bekommen.
Bumbanet: Das Album habt ihr im Studio in Johns Haus aufgenommen,
wie kam es dazu?
Kelly: Bequemlichkeit, Kontrolle und die Kosten waren die Gründe.
Wir konnten immer dann arbeiten, wenn wir wollten, egal um welche
Uhrzeit. Wenn du in einem großen Studio bist musst du immer
auf die Uhr schauen, jede Stunde kostet dich hunderte Dollars. Wenn
du dann eine Stunde mit Effekten herumprobierst und es nicht funktionierst,
fuckst du dich ziemlich ab, weil du soviel Kohle in den Sand gesetzt
hast. So hatten wir viel mehr Zeit, konnten in Ruhe alles ausprobieren
und in der Zwischenzeit mal essen gehen. 99 Red Ballons
war der erste Song, den wir komplett in dem Studio produziert haben,
und das Ergebnis klingt doch gut.
|