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Interview: Dover (1/2) News

In Spanien kann man sie schon getrost zu den Stars zählen, auch wenn das Quartett aus Madrid komplett auf dem Boden geblieben ist. Aber auch bei uns wächst ihr Bekannheitsgrad Erfolg ständig, und in den Staaten fahren sie auf der Vans Warped Tour mit. Bei ihrem Konzert in Köln sprachen wir mit Gitarristen Amparo Llanos, der großen Schwester von Sängerin Christina, und dem Bassisten Alvaro Diez...

Bumbanet: Ihr seid zum ersten Mal auf einer großen Headliner Tour bei uns, seid ihr zufrieden wie es läuft?

Amparo: Ja, das ist unsere erste richtig große Headliner Tour bei euch und heute Abend ist unser fünftes Konzert. Bisher läuft es großartig. Es sind immer Leute da, die unsere Songs kennen und mitsingen, wir haben auf jeden Fall viel Spaß.

Bumbanet: Was treibt ihr denn den ganzen Tag auf Tour, habt ihr schon so genug zu tun?

Amparo: Wir fahren mit einem kleinen Van, und tagsüber schlafen wir während der Fahrt darin. Dann lesen wir mal was, dann schlafen wir wieder. Dann kommt der Soundcheck, dann muss man wieder warten und dann gucken wir uns die Bands an, die mit uns spielen. Nach dem Konzert machen wir dann noch ein bisschen Party, oder wir sind so kaputt, dass wir direkt schlafen gehen.

Alvaro: Der Tag läuft immer sehr langsam ab, da nutzen wir die Zeit auch um in der Band zu diskutieren.

Bumbanet: Bleibt euch denn auch Zeit, die Städte in denen ihr seid anzugucken?

Amparo: Heute haben wir das nicht gemacht. Allerdings kennen wir Köln auch schon, vor ein paar Jahren waren wir mal für drei Tage hier. Von Köln haben wir also schon einige Ecken gesehen, schöne Ecken.

Bumbanet: Wie wichtig ist euch das Touren, würdet ihr euch als Live-Band bezeichnen?

Amparo: Ich denke bei uns ist das wie bei den meisten Rock und Rock'n'Roll Bands, dass die Tour den wichtigsten Teil einnimmt. Bei uns sieht man das auch an den Alben, die sind immer so gestaltet, dass sie live genau so funktionieren. Wir benutzen keine Sampler oder sowas, was live Probleme bereiten würde. Außerdem macht das Spielen vor Publikum auch den meisten Spaß, wenn die ganze Energie herauskommt. Aufnehmen ist mehr etwas, was man tun muss, allerdings ist man dann auch auf das Ergebnis sehr stolz. Aber wie man am Titel des neuen Albums sieht, macht uns das nicht so viel Spaß.

Bumbanet: Gibt es bestimmte Orte die ihr für Konzerte bevorzugt, Clubs oder Festivals?

Amparo: Ich denke alles hat seine Vorzüge.

Alvaro: Auf einem Festivals siehst du jede Menge andere Bands und kannst dich mit denen austauschen. Und im Club bist du halt näher an den Besuchern dran. Beides ist irgendwie cool.

Amparo: In Spanien spielen wir ja oft in großen Hallen, da versucht man dann einfach das allerbeste zu geben, nur weil man vor so vielen Leuten spielt. Das kann dann auch zu verkrampft werden.

Bumbanet: Wie groß sind denn die Unterschiede zwischen hier und Spanien, dort seid ihr viel bekannter?

Amparo: Als wir vor einigen Jahren das erste Mal eine Headliner Tour hier gespielt haben, kamen nur 40 Leute zu den Konzerten. Damals hat das einen großen Unterschied gemacht. Das war total verrückt, niemand kannte uns. Allerdings hatten wir das auch nicht anders erwartet. Heute sind die Unterschiede viel kleiner, es macht jetzt richtig Spaß hier zu spielen. Ob jetzt hundert oder fünftausend Leute kommen, wichtig ist, dass diese Leute wegen unserer Musik kommen, und dann ist das fast das Gleiche.

Bumbanet: Ihr seid schon mit Schweisser und Such a Surge getourt, kennt ihr euch etwas in der deutschen Musik Szene aus?

Amparo: Wir kennen ein paar Bands, meine Lieblinge sind im Moment die Beatsteaks. Wir haben die durch She-Male Trouble (Anmerkung der Redaktion: Punkrock Band aus Berlin) kennengelernt, die auch heute Abend mit uns spielen. She-Male Trouble gehört auch mit Sicherheit zu meinen Lieblingsbands.

Alvaro: Ich mag Such a Surge.

Amparo: In Spanien haben wir nicht unbedingt die Chance deutsche Bands kennenzulernen. Ich bekomme zwar VIVA auf meinem Fernseher, aber da läuft die meiste Zeit Pop. Vor einem Jahr haben wir mit den Spermbirds in Berlin gespielt, die waren geil.

Bumbanet: Könnt ihr uns erzählen, was in spanischen Szene so abgeht?

Amparo: Wir haben eine große Rock Szene in Spanien, aber nicht viel HipHop.

Alvaro: Hauptsächlich gibt es aber immer noch Pop-Bands.

Amparo: Es gibt sehr viele Rock Bands, aber die haben es schwierig in die Charts zu kommen und Airplay zu kriegen. Es ist sehr hart für die von der Musik zu leben, was eine Schande ist. Aber so an sich ist die Rock Szene großartig.

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Autor:
Bumbanet Redaktion
Photos:
Dover

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