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In Spanien kann man sie schon getrost zu den Stars zählen,
auch wenn das Quartett aus Madrid komplett auf dem Boden geblieben
ist. Aber auch bei uns wächst ihr Bekannheitsgrad Erfolg ständig,
und in den Staaten fahren sie auf der Vans Warped Tour mit. Bei
ihrem Konzert in Köln sprachen wir mit Gitarristen Amparo Llanos,
der großen Schwester von Sängerin Christina, und dem
Bassisten Alvaro Diez...
Bumbanet: Ihr seid zum ersten Mal auf einer großen Headliner
Tour bei uns, seid ihr zufrieden wie es läuft?
Amparo: Ja, das ist unsere erste richtig große Headliner
Tour bei euch und heute Abend ist unser fünftes Konzert. Bisher
läuft es großartig. Es sind immer Leute da, die unsere
Songs kennen und mitsingen, wir haben auf jeden Fall viel Spaß.
Bumbanet: Was treibt ihr denn den ganzen Tag auf Tour, habt
ihr schon so genug zu tun?
Amparo: Wir fahren mit einem kleinen Van, und tagsüber schlafen
wir während der Fahrt darin. Dann lesen wir mal was, dann schlafen
wir wieder. Dann kommt der Soundcheck, dann muss man wieder warten
und dann gucken wir uns die Bands an, die mit uns spielen. Nach
dem Konzert machen wir dann noch ein bisschen Party, oder wir sind
so kaputt, dass wir direkt schlafen gehen.
Alvaro: Der Tag läuft immer sehr langsam ab, da nutzen wir
die Zeit auch um in der Band zu diskutieren.
Bumbanet: Bleibt euch denn auch Zeit, die Städte in denen
ihr seid anzugucken?
Amparo: Heute haben wir das nicht gemacht. Allerdings kennen wir
Köln auch schon, vor ein paar Jahren waren wir mal für
drei Tage hier. Von Köln haben wir also schon einige Ecken
gesehen, schöne Ecken.
Bumbanet: Wie wichtig ist euch das Touren, würdet ihr euch
als Live-Band bezeichnen?
Amparo: Ich denke bei uns ist das wie bei den meisten Rock und
Rock'n'Roll Bands, dass die Tour den wichtigsten Teil einnimmt.
Bei uns sieht man das auch an den Alben, die sind immer so gestaltet,
dass sie live genau so funktionieren. Wir benutzen keine Sampler
oder sowas, was live Probleme bereiten würde. Außerdem
macht das Spielen vor Publikum auch den meisten Spaß, wenn
die ganze Energie herauskommt. Aufnehmen ist mehr etwas, was man
tun muss, allerdings ist man dann auch auf das Ergebnis sehr stolz.
Aber wie man am Titel des neuen Albums sieht, macht uns das nicht
so viel Spaß.
Bumbanet: Gibt es bestimmte Orte die ihr für Konzerte bevorzugt,
Clubs oder Festivals?
Amparo: Ich denke alles hat seine Vorzüge.
Alvaro: Auf einem Festivals siehst du jede Menge andere Bands und
kannst dich mit denen austauschen. Und im Club bist du halt näher
an den Besuchern dran. Beides ist irgendwie cool.
Amparo: In Spanien spielen wir ja oft in großen Hallen, da
versucht man dann einfach das allerbeste zu geben, nur weil man
vor so vielen Leuten spielt. Das kann dann auch zu verkrampft werden.
Bumbanet: Wie groß sind denn die Unterschiede zwischen
hier und Spanien, dort seid ihr viel bekannter?
Amparo: Als wir vor einigen Jahren das erste Mal eine Headliner
Tour hier gespielt haben, kamen nur 40 Leute zu den Konzerten. Damals
hat das einen großen Unterschied gemacht. Das war total verrückt,
niemand kannte uns. Allerdings hatten wir das auch nicht anders
erwartet. Heute sind die Unterschiede viel kleiner, es macht jetzt
richtig Spaß hier zu spielen. Ob jetzt hundert oder fünftausend
Leute kommen, wichtig ist, dass diese Leute wegen unserer Musik
kommen, und dann ist das fast das Gleiche.
Bumbanet: Ihr seid schon mit Schweisser und Such a Surge getourt,
kennt ihr euch etwas in der deutschen Musik Szene aus?
Amparo: Wir kennen ein paar Bands, meine Lieblinge sind im Moment
die Beatsteaks. Wir haben die durch She-Male Trouble (Anmerkung
der Redaktion: Punkrock Band aus Berlin) kennengelernt, die auch
heute Abend mit uns spielen. She-Male Trouble gehört auch mit
Sicherheit zu meinen Lieblingsbands.
Alvaro: Ich mag Such a Surge.
Amparo: In Spanien haben wir nicht unbedingt die Chance deutsche
Bands kennenzulernen. Ich bekomme zwar VIVA auf meinem Fernseher,
aber da läuft die meiste Zeit Pop. Vor einem Jahr haben wir
mit den Spermbirds in Berlin gespielt, die waren geil.
Bumbanet: Könnt ihr uns erzählen, was in spanischen
Szene so abgeht?
Amparo: Wir haben eine große Rock Szene in Spanien, aber
nicht viel HipHop.
Alvaro: Hauptsächlich gibt es aber immer noch Pop-Bands.
Amparo: Es gibt sehr viele Rock Bands, aber die haben es schwierig
in die Charts zu kommen und Airplay zu kriegen. Es ist sehr hart
für die von der Musik zu leben, was eine Schande ist. Aber
so an sich ist die Rock Szene großartig.
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