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Bumbanet: Würdest du denn nochmal zum Fernsehen zurückkehren?
Christina Milian: Ja, das würde ich gerne. Aber mehr in Richtung
Film. Ich habe auch gerade ein paar Angebote bekommen, aber im Moment
ist das schwierig mit meiner Musik Karriere zu verbinden, wo ich
so oft unterwegs bin. Ich muss im Moment ja auch zwei unterschiedliche
Sachen promoten, weil meine Singles in Amerika und Europa in unterschiedlichen
Abständen erscheinen. In Amerika musste ich gerade das Video
zu Spending Time drehen und das promoten, in Europa
ist es When You Look At Me. So werde ich die ganze Zeit
hin und her gerissen. Aber es macht Spaß.
Bumbanet: Du hast eben schon von deinen Einflüssen erzählt,
gibt es auch ein paar neue Sachen die du dir anhörst?
Christina Milian: Im Moment höre ich viele europäische
Gruppen, klar, wenn ich hier bin und den Fernseher anschalte, MTV,
sehe ich die. Da habe ich schon einige coole Sachen gehört,
Miss-Teeq zum Beispiel. Und Shakira natürlich, die mag ich
weil sie eine Band hat und einfach alles kann, und sexy aussieht.
Dann gibt's noch Brandy, die ist natürlich ein Alltime-Favorit
von mir. Und wie schon erwähnt Alicia Keys.
Bumbanet: Und von was wirst du inspiriert?
Christina Milian: Das ist einfach alles. Besonders was das Schreiben
angeht, da könnte ich ein Handbuch lesen und eine Idee finden.
Hauptsächlich ist es aber das, was so täglich passiert
und um mich rum ist. Freunde, Familie... Gerade wenn ich unterwegs
bin denke ich viel daran und vermisse die. Ich habe immer mein kleines
Büchlein dabei wo ich mir Notizen machen, alles niederschreibe.
Im Studio gucke ich dann da einfach rein.
Bumbanet: Musst du denn für's Schreiben in einer speziellen
Situation sein, oder kannst du das immer und überall?
Christina Milian: Ich muss dafür in der Umgebung von Musik
sein, normalerweise also im Studio. Da kann ich die Musik dann richtig
laut aufdrehen auf den großen Lautsprechern. Mit kleinen Lautsprechern
geht das einfach nicht. Und auch ansonsten stimmt alles im Studio,
das ganze Umfeld, da steckt irgendwie Magie drin. So schreibe ich
fast immer im Studio.
Bumbanet: Würdest du denn auch mal über ganz andere
Themen schreiben?
Christina Milian: Oh ja, da gibt es jede Menge Themen über
die ich schreiben will. Das erste Album bezieht sich halt noch auf
die Zeit, wo ich in der High-School war, ich habe alles geschrieben
als ich achtzehn war, kurz nach dem ich fertig war. Also stecken
natürlich meine ganzen Erlebnisse aus der Zeit in den Songs.
Seit dem ist über ein Jahr vergangen und ich war fast nur unterwegs,
also habe ich auch viele neue Ideen gesammelt. Und auch gerade im
Musik Buisness habe ich schnell viel gelernt.
Bumbanet:
Du hast auch einen Song für Jennifer Lopez geschrieben, wie
kam es denn dazu?
Christina Milian: Das war quasi ein Unfall. Eigentlich hatte ich
Play für mich und mein Album geschrieben, aber
nur eine Woche davor hatte ich schon AM To PM geschrieben.
Die beiden Songs sind einfach zu ähnlich und ich habe mich
für AM To PM entschieden, der Song passte einfach
besser zu mir. Play war mir etwas zu kitschig, nicht
so mein Stil. Ich meinte dann, den Song könne jemand anders
haben, ich dachte dabei an irgendeinen neuen Artist. Die Produzenten
hatten ein Meeting mit Tommy Mottola von Sony, und er hat den Song
gehört und wollte ihn sofort für Jennifer Lopez haben.
Der sollte ihre zweite Single werden. Als ich das hörte, konnte
ich es überhaupt nicht glauben, ich mochte den Song ja nicht
und konnte mir nicht vorstellen, dass Jennifer Lopez ihn singen
würde. Später bin ich dann nach New York geflogen und
hab J-Lo im Studio getroffen. Aber ich bin richtig glücklich
dass sie den Song genommen hat. Viele Leute fragen mich, ob ich
das nicht bedauern würde, aber das tue ich nicht. Der Song
passt einfach perfekt zu ihr, sie hat die richtige Einstellung und
das Alter, und sie hat daraus einen Hit gemacht.
Bumbanet: Wie oft warst du denn jetzt schon in Deutschland?
Christina Milian: Ich würde sagen, dass ich bereits fünf
Mal hier war. Vielleicht auch schon öfter. Aber ich mache immer
das Gleiche hier, Promotion und ein paar TV Shows.
Bumbanet: Hast du denn sonst irgendwas kennengelernt?
Christina Milian: Ich mag es hier. Aber viel Zeit habe ich nicht.
In München habe ich mich etwas umgesehen. Meine Freizeit ist
sehr knapp bemessen, wenn ich mal eine oder zwei Stunden zwischen
den Terminen frei habe, gehe ich shoppen. Shopping macht mir hier
einfach mehr Spaß als in Amerika. Insgesamt gefällt es
mir hier sehr. Und es überrascht mich immer wieder, wie viele
Leute mich hier supporten, wie viele Fans ich habe. Sie sprechen
eine andere Sprache, aber können meine Songs singen. Da kann
ich einfach nur staunen.
Bumbanet: Aber ein richtiges Konzert hast du hier noch nicht
gegeben?
Christina Milian: Nein, aber ich warte so sehnsüchtig darauf.
Ich sollte mit Usher zusammen bei euch auf Tour gehen, und mit O-Town.
Aber dann wurde mit gesagt, ich sollte woanders Promotion machen,
das hat mich ziemlich aufgeregt, vor einer Woche war das. Aber vielleicht
komme ich im August für meine eigene Tour, denn im Juli startet
meine Headliner Tour in Japan. Mit meiner Band und meinen Tänzern.
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