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Interview: Christina Milian (1/3) News

Junge Stars im Musik Buisness gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, aber Christina Milian aus Amerika ist keine von vielen. Ihre Karriere begann schon früh, beim Musical und beim Disney Sender "Movie Surfers". Zu sehen bekam man sie auch als Gast bei "Charmed" oder "Clueless", und ihr Stimme hörte man bei "A Bug's Life". Und jetzt erobert die gerade erst 20-Jährige die Welt mit ihrem selbstbetiteltem Debütalbum. Zuvor gelang ihr der Durchbruch schon mit Ja Rules Single "Between Me And You". Aber bei all dem Erfolg ist eins viel wichtiger: Sie verschaffte sich mit ihrer musikalischen Leistung auf dem Debüt Respekt und Anerkennung sowohl in der Pop als auch in der HipHop Welt. Wir trafen die charmante junge Lady in Köln...

Bumbanet: Beginnen wir mit deinem Album, du hast mit vielen bekannten Leuten und Produzenten zusammengearbeitet, wie hast du das alles auf einen Nenner gebracht?

Christina Milian: Gerade weil ich mit so bekannten Produzenten und Rappern zusammengearbeitet habe, habe ich denen erzählt, dass ich nicht einfach nur deren bekannten Style haben will, sondern etwas neues. Es sollte einfach frei von irgendwelchen Vorgaben sein, kreative Musik. Ich wollte nicht einfach einen neuen Da Brat oder Ja Rule Song, ich wollte etwas anderes. Und das genau haben wir getan. Mein Einfluss ist an jeder Stelle vorhanden. Ich habe alle Songs geschrieben und auch an den Melodien mitgearbeitet. Deshalb steht auch jeder Song für mich.

Bumbanet: Gab es denn eine bestimmte Richtung, in die du mit dem Album gehen wolltest?

Christina Milian: Generell gab es keine bestimmte Richtung in die ich musikalisch gehen wollte. Musik ist Musik, und Musik ist großartig. Wenn ich einen guten Country Song hätte, würde ich auch diesen performen. Ich habe lange Zeit mit vielen Leuten an dem Album gearbeitet, und so haben sich verschiedene Stile aneinandergefügt, für jeden ist etwas dabei. Ich höre viele Oldies, die Beatles, Diana Ross, Janet Jackson, Michael Jackson, Guns 'n' Roses, und zuletzt viel R'n'B und HipHop. Mein Album ist das Ergebnis wenn man all das zusammenfasst. Über zwei Jahre habe ich an dem Album geschrieben, dieser Zeitraum steckt auch in dem Album. Mittlerweile habe ich schon wieder neue Ideen.

Bumbanet: Hättest du denn Lust, in Zukunft noch mehr Kollaborationen zu machen?

Christina Milian: Ich liebe es mit Leuten zu kollaborieren. Am meisten Spaß macht es, wenn man dabei zwei verschiedene Styles vereinen kann. Mit Usher würde ich gerne zusammenarbeiten, den mag ich sehr, und ich glaube, die zwei Arten in denen wir performen würden sich gut ergänzen. Außerdem würde ich gerne was mit Alicia Keys und Gwen von No Doubt machen.

Bumbanet: Hast du schon Pläne für ein neues Album?

Christina Milian: Ja, ich denke schon an das nächste Album. Schon direkt als ich aus dem Studio kam war ich wieder bereit. Aber ich will jetzt auch nichts überstürzen. Wenn das nächste Album kommt soll auch alles stimmen und alles frisch klingen. Ich habe auf jeden Fall schon viele Ideen und möchte die auch unbedingt umsetzen. Wahrscheinlich gehe ich in den nächsten zwei bis drei Monaten ins Studio um mit dem nächsten Album anzufangen.

Bumbanet: Und du willst auf dem neuen Album auch neue Styles bringen?

Christina Milian: Mit Sicherheit. Gerade weil ich jetzt soviel im Ausland war, will ich auch mit ein paar Produzenten aus Europa arbeiten. In der Zeit habe ich nicht nur viel über die Kultur überall gelernt, sondern auch viel über die Musik. Ich habe mir überall das herausgezogen, was ich mag. Mittlerweile werden ja so viele Remixe gemacht, da kriege ich teilweise auch zuviel, aber ich hätte gerne einen Remix mit einer richtig guten Qualität. Ein paar richtig coole Mixe und Remixe wären richtig dope.

Bumbanet: Wie kam es eigentlich zu deinem Signing bei Def Soul (Def Jam)?

Christina Milian: Das war vor zweieinhalb bis drei Jahren. Ich war schon immer in Musik interessiert, aber davor war das immer schwierig. Viele Leute haben mir Deals angeboten, aber das waren alles fake Deals, wo ich mich für mein ganzes Leben hätte verpflichten müssen und die mein ganzes Geld einkassiert hätten. So naiv war ich damals nicht. Als ich dann 17 war habe ich einen College Kurs besucht, Music as a Buisness. Dort habe ich alles vom Publishing bis zum Writing gelernt. In dem Kurs habe ich jemanden kennengelernt, der jemanden bei einer Plattenfirma kannte. Diesen habe ich dann getroffen und das Label hat mir einen Deal angeboten. Das wurde dann aber immer weiter von Label zu Label durchgereicht und schließlich bin ich bei Sony und Def Jam gelandet. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich immer nur Acapella vorgesungen, weil ich kein Demo hatte. Aber ich wollte damals unbedingt zu Def Jam, weil ich ihre ganze Geschichte kannte und auch ihre Artists wie Sisqo oder Jay-Z total mochte. So habe ich dann noch ganz schnell, einen Tag vor meinem Termin bei Def Jam, ein Demo aufgenommen und einen Song geschrieben. Drei Tag später hatte ich den Deal. Ich wusste von Anfang an dass Def Jam der richtig Platz für mich sein würde.

Bumbanet: Du hast sehr früh im Show Buisness angefangen, wann kam denn der Punkt, wo du zur Musik wolltest?

Christina Milian: Ich wollte eigentlich schon immer Sängerin werden. Natürlich habe ich mit dem Fernsehen angefangen, und daher kennen mich die Leute. In dem Alter war es nicht so einfach ins Musik Buisness zu kommen und ich wusste auch nicht recht wie. Und so war das erste was ich in die Richtung gemacht hatte ein Musical. Vorher hatte ich in meiner Heimatstadt auch schon Klavier- und Gesangsunterricht genommen, damals habe ich klassischen Arien und Operas gesungen. Das war auf jeden Fall ein gutes Training. Mit dreizehn bin ich dann nach Los Angeles gezogen und habe zum ersten Mal gesehen, wie das ganze Musik Buisness aussieht. Aber erst mit siebzehn habe ich dann die richtige Chance bekommen.

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Autor:
Bumbanet Redaktion
Photos:
Def Soul / Christinamilian.com / Bumbanet

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