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Als
der Crossover noch Wirklichkeit war hatten 311 auch bei uns ihren
Status. Diese Zeiten sind vorbei, und dennoch gehören 311 in
den Staaten noch in die Riege der Big Player. Bei uns müssen
sie sich wieder neu nach vorne kämpfen - mit wenig Aussicht
auf Erfolg. Trotzdem wagten sie sich als Support von Incubus nochmal
zu uns. Wir sprachen mit Drummer Chad Sexton...
Bumbanet: Ihr seid jetzt mit Incubus unterwegs, wie kommt das?
Kennt ihr euch untereinander?
311: Ja, wir haben schon in den Staaten zusammen getourt. Die erste
Tour von uns war 1997 und die zweite war im Jahr 2000. So wurden
wir mit der Zeit Freunde und deshalb haben sie uns jetzt auch mitgenommen.
Das ist großartig, und bis jetzt ist es auch unsere beste
Europa Tour.
Bumbanet: Wie läuft es denn bisher?
311: Wie ich gesagt hatte, läuft es großartig. Wir gewinnen
neue Fans hinzu, so ist das eine große Chance für uns.
Bumbanet: Wie gefällt es euch denn hier?
311: Wir waren das letzte Mal 1995 hier auf Tour, das ist also
schon eine kleine Ewigkeit. Ich denke wir haben wirklich Glück
in Deutschland, das ist eines der Länder, wo wir immer wiederkommen
und unsere eigenen Shows spielen können.
Bumbanet: Seht ihr euch auf Tour auch mal die Städte an
oder habt ihr keine Zeit?
311: Einige Städte, meistens dann wenn wir Off-Days haben.
Manchmal wünsche ich mir, wir hätten mehr Zeit dafür,
aber das ist halt nicht der Fall. Man muss immer am nächsten
Tag weiterfahren und hat Soundchecks und Interviews. Aber in manche
Städte kommen wir ja auch nochmal wieder.
Bumbanet: Was machst du denn sonst auf Tour wenn du mal Zeit
hast?
311: Ich habe immer meinen Laptop dabei, da arbeite ich dann in
meinen freien Minuten dran. Ansonsten verbringt mal viel Zeit beim
Essen. Und das war dann auch schon der ganze Tag.
Bumbanet: Meinst du ihr habt hier andere Fans als in den Staaten?
311: In den Staaten gehen die Fans stärker mit uns mit, wir
sind da ja auch populärer.
Bumbanet: Ja, in den Staaten seid ihr richtig groß, bei
uns aber nicht, was glaubst du woran das liegt?
311: Ich denke unsere Musik braucht viel Zeit um bei den Leuten
zu landen. Man muss sich damit länger beschäftigen um
zu begreifen, woher wir kommen. Aber ich denke, die Leute hier verstehen
langsam unsere Message, die Reaktionen zeigen das, ich denke wir
werden für unsere eigenen Shows wiederkommen.
Bumbanet: Ihr habt schon eine Menge Platten gemacht und seid
viel getourt, was macht euch mehr Spaß?
311: Man muss an beiden Teilen seinen Spaß finden. Es ist
unrealistisch zu denken, dass es immer so gut für uns weiterläuft.
Deshalb muss man immer das aktuelle Album und die aktuelle Tour
als Höhepunkt sehen. Natürlich versuchen wir immer weiterzumachen
und uns zu steigern, in der Welt zu touren und unsere positive Message
zu verbreiten. Insgesamt ist aber alles wie eine lange Reise, und
wir versuchen so lange wie möglich dabei zu bleiben. Das ist
unser Ziel, falls wir eins haben sollten.
Bumbanet:
In eurer Musik mixt ihr Rock, HipHop, Funk und Reggae steckt
da ein Konzept hinter?
311: Hinter unserer Band gibt es kein wirkliches Konzept. Die Band
kommt aus unseren Herzen. Wir schreiben die Musik die wir lieben
und von der wir inspiriert werden. In erster Linie sind wir Musiker
und deshalb spielen wir gerne unterschiedliche Musik. Wir lieben
die Musik und das spiegelt sind auch in unserer Musik wieder.
Bumbanet: Gibt es denn Pläne in welche Richtung ihr euch
entwickeln wollt?
311: Ja, wir haben immer Richtungen in die wir gehen wollen. Das
ist kein Konzept, wir wollen einfach Musik schreiben die für
uns neu ist. Und so gibt es auf unseren Alben immer Songs, wo wir
versuchen unseren musikalischen Horizont zu erweitern.
Bumbanet: Was hörst du denn für Musik?
311: Ihr höre zur Zeit die Aphex Twin, Bad Brains, Incubus,
De la soul, das sind so viele verschiedene Sachen.
Bumbanet: Was denkst du denn über den New Rock Hype, Bands
wie Limp Bizkit oder Linkin Park?
311: Ich denke das sind gute Bands. Sie haben viel Erfolg und machen
ihr eigenes Ding. Wenn sie den Erfolg haben ist das schön für
sie.
Bumbanet: Ihr habt auch eine sehr umfangreiche Homepage, ist
das wichtig für euch?
311: Ja, das ist sehr wichtig für uns. Wir wollen den Fans
soviel Informationen wie möglich geben, uns damit irgendwie
für ihre Unterstützung bedanken. Die Fans halten uns ja
am leben, ohne die Fans könnten wir nicht touren. Wir versuchen
ja auch so mit möglichst vielen Fans zu sprechen. Das ist der
Vibe den wir verkörpern.
Bumbanet: Wie sehen die weiteren Pläne aus, schreibt ihr
auch auf Tour?
311: Ja, wir schreiben schon an einigen Songs auf Tour, vor allem
in den Staaten, hier in Europa ist das für mich etwas schwierig.
Ansonsten wollen wir einfach weiter touren und Alben machen.
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