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Am
11.6.2001 steht endlich das Debüt-Album "Interview"
von den beiden Chemnitzern Tefla & Jaleel in den Läden.
Grund genug uns mit ihnen ausführlich über das Album zu
unterhalten. Daneben erzählen Tefla & Jaleel noch über
das Splash, Swingerclub und das HipHop Buisness.
Ein weiteres Interview über die Anfänge
von Tefla & Jaleel findet ihr hier.
Bumbanet: Erzählt doch mal, was uns auf eurem Album "Interview"
erwartet?
Tefla: Wir haben versucht ein sehr ernstes Album zu machen. Wobei
man sehr ernst relativieren muss, in erste Linie ging es darum,
dass das Album unser Leben reflektiert. Das Album soll deshalb aus
verschiedenen Dingen bestehen, von Party über Liebe bis hin
zu unserem Hineingleiten in das ganze Geschäftsding, was Rappen
mittlerweile ist. Das Geschäftsding gehört eben heutzutage
dazu, wenn man es professioneller betreibt. Aber natürlich
haben wir auch nicht alle Seiten von gezeigt, denn sonst hätten
wir ja nie mehr die Möglichkeit noch ein Album zu machen.
Jaleel: Wir wollten keine Musik machen, welche die Leute nur entertained,
die nur hörenswert ist, sondern Musik die auch textlich, nachdem
du 10 Tage vom Beat geflasht wurdest, etwas hergibt. Du sollst dir
Gedanken über dein Leben und die Wege, die du beschreitest,
machen. Man sollte sich auch mit politischen Dingen beschäftigen,
die in deinem Leben immer da sind. Und dahin wollen wir die Leute
mit unserem Album trimmen. Es gibt schon genug Dumme, die sich um
nichts Gedanken machen. "Interview" ist auf jeden Fall ein Album
für Leute, die HipHop auf ein anderes Level bringen und wieder
zu dem Spirit verhelfen wollen, den er mal hatte.
Tefla: Es ist eben kein Album für Gangstas, die draussen rumrennen,
sondern ein Album, das Inhalte vermittelt und das man sich auch
zuhause anhören kann.
Bumbanet: Aus Deutschland kommen auch immer mehr Releases. Wollt
ihr euch in irgendeiner Weise abheben, etwas anders machen?
Jaleel: Nein, wir haben nie gesagt, dass wir etwas anders machen
wollen. Wir wollen einfach nur das, was ich eben gesagt habe, wir
wollen uns ausdrücken. Es geht uns darum, unsere Seele reden
zu lassen, über unsere Stadt zu erzählen, eine Liebeserklärung
zu machen, das wollten wir tun. Wir sprechen das an, womit wir tagtäglich
konfrontiert sind, wie Rassismus und Intoleranz. Wenn das tausend
andere Bands gemacht hätten, hätten wir das trotzdem auch
so gemacht. Es geht darum, was uns wichtig ist.
Tefla: Du kannst dein Leben ja auch nicht neu schreiben oder umformulieren.
Normalerweise bewegst du dich in einem engen Raum, du kannst versuchen
daraus auszubrechen und dich frei zu machen, oder du kommst mit
den Gegebenheiten, die du in dem Raum vorfindest, zurecht. Und genau
das haben wir probiert. Wir wollten Lieder machen, und keine Texte
und Beats. Wir haben die Beats genommen, die genau zum Inhalt passen,
und nicht einfach welche ausgesucht, die live am besten abgehen.
Im Endeffekt soll der Track wie ein Buch sein, das du anfängst
zu lesen und das dir am Ende was gibt.
Jaleel: Jeder soll uns verstehen, das ist unser Interesse. Eine
gute Show, eine gute Performance heisst ja nicht immer, dass alle
von der ersten bis zur letzten Reihe springen. Die Leute sollen
etwas mitnehmen, wenn sie wieder gehen. Und genau so soll es auch
beim Hören der LP sein.
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