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Ihr
zweites Album "Machine" ist da und mit Slipknot waren
sie auf Europa Tour. Wir sprachen mit Drummer Ken Jay vor dem Auftritt
in Leverkusen über die Band und ihre musikalische Ausrichtung.
Bumbanet: Was bedeutet eigentlich euer Bandname?
Static-X: Da steckt eigentlich keine tiefere Bedeutung dahinter.
Wir dachten einfach nur, es passt zu dem, was wir machen.
Bumbanet: Wie sieht es mit eurem neuen Album "Machine" aus?
Static-X: Das neue Album ist wesentlich härter und dunkler
als unser erstes Album. "Machine" repräsentiert die Haltung
und den Zustand unserer Band nach 22 Monaten Tour. Wir waren danach
nicht sehr glücklich. 22 Monate zu touren ist sehr hart und
die meisten Leute denken was weiss ich, wie toll das ist, was wir
machen. Der Club heute Abend ist nicht gerade einer der schlechtesten,
das hier kann man echt akzeptieren, aber das ist nicht immer so.
Die Leute sehen die Bands nur auf der Bühne, aber nicht wie
der Rest unseres Leben aussieht. Mit der Zeit wird das sehr ermüdend
und auch langweilig. Die einzige Sache für die du auf Tour
lebst ist eine Stunde in der Nacht. Das war dann alles für
den ganzen Tag.
Bumbanet: Wo genau liegen denn die Unterschiede zum ersten Album
"Wisconsin Death Trip"?
Static-X: Natürlich ist es wie ich gesagt habe definitiv viel
härter und dunkler. Koichi Fukuda (Gitarre) kam in die Band,
als das erste Album schon geschrieben war. Damals dachten wir, dass
wir mehr in eine elektronische Richtung gehen, aber immer noch hart.
Dann passierten aber zwei Sachen, Koichi verließ die Band
und wir tourten so lange. Wir haben uns dann viel mehr auf die Musik
und die Aufnahme produziert. Aber ich bleibe dabei, es ist halt
härter und dunkler.
Bumbanet: Worum drehen sich eure Texte hauptsächlich?
Static-X: Das wäre eigentlich auch eine Frage für Wayne.
Ich schreibe hauptsächlich über Zorn und wie man damit
umgeht. Ich gehe diese Sache wahrscheinlich etwas psychologischer
an als Wayne. Die meisten Texte, die einen etwas witzigen Charakter
haben, hauptsächlich auf dem ersten Album, sind von Wayne geschrieben.
Wayne packt mehr Humor in die Texte. Auf unserem neuen Album haben
wir teilweise auch noch etwas Humor in den Texten, aber eigentlich
geht es um real things. Wir beschreiben ein Bild und überlassen
es den Leuten draussen, sich selber ein Bild darüber zu machen.
Bumbanet:
Woher holt ihr eure Inspirationen?
Static-X: Wie ich schon gesagt habe, Zorn, Frustration. Viele Bands
da draussen klingen sehr kläglich und schreiben, wie schlecht
sie sich doch fühlen. Damit stimme ich überhaupt nicht
überein. Ich hasse es, das zu hören. Ich kenne nur einen,
der das kann und wirklich großartig umsetzt, Chino von den
Deftones. Ich weiß zwar nicht, wie sein persönliches
Leben aussieht, aber er drückt sich sehr gut aus. Und Staind
machen das auch gut.
Bumbanet: Hörst du auch andere Musikrichtungen?
Static-X: Ich höre mir alle Arten von Musik an. Ich kümmere
mich da nicht um Kategorien. Nelly Furtado mag ich sehr gerne, ich
habe zwar nicht das ganze Album gehört, aber ihre Stimme finde
ich sehr interessant. Generell mag ich die ganzen älteren Jazz
Sängerinnen. Also, ich höre auch ein bißchen Pop,
und ich bin ein riesiger Fan von The Police. The Police waren grandios.
Was ich aber hasse sind Britney Spears, N'Sync und die Backstreet
Boys. Das ist Müll. Ich weiß nicht, die mag ich einfach
nicht. An Hardcore und Punkrock Bands mag ich Sick of it all und
Pennywise, mit denen haben wir auch eine Show gespielt. Aber eigentlich
mag ich da die älteren Bands lieber, wie Blackflag und Misfits.
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