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Interview: Square One News

Square One sind eine der wenigen Crews in Deutschland, die sich bereits vor ihrem Album viel Respect erspielt haben. Dazu beigetragen haben auch die beiden Singles "State Of The Art" und "Applause". Nun kommt Anfang Juli auch das Album "Walk of life" der "Multitkulti" Gruppe, denn Rapper Rasuhl Allah aka Ali Rakhshandeh und Produzent Iman Shahidi sind beide Perser und kennen sich bereits seit Anfang der 90er Jahre. Der zweite MC Scott aka Gianni Dolo kommt dagegen aus den Staaten. Außerdem gehört DJ Edward Sizzerhand zu Square One. In Köln trafen wir auf die beiden MC's...

Bumbanet: Anfang Juli kommt euer Album "Walk of life", was können wir erwarten?

Ali: Das Album wird 16 Tracks enthalten, die von unserem Leben bestimmt sind, die unser Leben reflektieren. Auch wenn sich das etwas klischeehaft anhört, das ist wirklich so. Wir sind seit über 15 Jahren HipHop Fans und haben das auch nach bestem Gewissen gelebt. Diese Erfahrungen haben wir versucht auf dem Album zu manifestieren. Musikalisch ist auf "Walk of life" das, was Square One Fans erwarten können. Es ist sehr musikalisch, ohne, dass wir irgendwelche Liveinstrumente benutzt haben. So wie man Iman (den Produzenten) kennt ist das Album gut arrangiert, aber eben auch sehr smooth. Es gibt wenige Headbanger Sachen, weil wir das einfach nicht sind. Und natürlich dreht sich auch viel um Inhalte, zwischenmenschliche Sachen und Erfahrungen die wir in der Industrie gemacht haben. Für uns hat sich sehr viel geändert seitdem wir Platten machen. Dann gibt es auch noch viele sozialbewusste Themen, aber weniger politischer Art. Die straighten HipHop Sachen dürfen aber natürlich auch nicht fehlen, HipHop Tracks, Battle Tracks, wie auch immer man das nennen will. Außerdem ist ein DJ Track auf der Platte, ich weiß nicht wann es das letzte Mal auf einem Album einen DJ Track gab, aber bestimmt nicht von dieser Qualität.

Bumbanet: Ihr habt auch ein paar Features auf dem Album, z.B. Providence & Yinka (Chosen Few), Patrice, Heidi Vogel, wie kam es da zur Zusammenarbeit?

Ali: Heidi ist aus London, sie ist eine Jazz-Sängerin, die mit Ill Will aus Hamburg befreundet ist. Der hat auch einen Track für uns produziert. Wir hatten einfach Sachen von ihr gehört und sie gefragt, ob sie Lust hätte das zu machen. Patrice hatte ich früher mal kennengelernt und wir haben zwei, drei Mal darüber gesprochen. Über sein Management haben wir das dann klargemacht. Und Providence und Yinka aus München haben wir über jemand anderes kennengelernt, außerdem sind Chosen Few ja auch auf Showdown Records. Dann haben wir auch noch ein paar andere Gäste.

Bumbanet: Was war euch denn besonders wichtig bei diesem Album? Ging es mehr um die inhaltliche oder die musikalische Seite?

Ali: Wir machen einfach Musik, ich bezeichne uns einfach als Musiker. Ob ich rappe oder meinen Text schreibe, als muss in einem bestimmten Gefüge zusammenpassen. Man kann nicht auf jeden Beat den gleichen Rapstyle oder Flow kicken. Das bekommt man auf unserem Album glaube ich auch sehr gut mit. Wir wollen einfach musikalisch gute Tracks machen. Und das umfasst alles, von der inhaltlichen Bandbreite bis zur Stimmung von dem Lied. Du kannst ja auch nicht auf jedes Lied Scratches packen, das passt einfach nicht. Ab und zu vergessen das mal Leute, die denken dann, nur weil sie einen halbwegs guten DJ haben müssen sie auf jedem Track scratchen. Wenn es nicht passt dann passt es nicht. Wir haben den besten DJ den es gibt, Edward Sizzerhand, ich weiß nicht wie viele Leute besser sind als er. Aber vergleichsweise hat er nicht sehr viel auf dem Album gemacht. Das was er gemacht hat ist dafür qualitativ sehr, sehr hochwertig. Im Endeffekt muss man die Stimmung von einem Beat erfassen und darauf die Rhymes, Scratches, den Chorus, usw. aufbauen.

Bumbanet: Gibt es bestimmte Situationen die euch besonders zum Schreiben inspirieren?

Scott: Meistens geht es nur darum, du selber zu sein. Wenn ich einen Beat höre kann es sein, dass der mich mitreisst, z.B. wie beim Ill Will Song, da war ich sofort drin. Aber so generell kann ich das nicht sagen, es geht immer um den Moment. Wenn ich mit Ali zusammen einen Song schreibe versuche ich natürlich auch immer in die gleiche Richtung wie er zu gehen, oder es läuft eben umgekehrt. Aber es sind halt so viele Sachen die mich zum Schreiben inspirieren.

Ali: Durch das Hören von anderen Sachen werde ich sehr inspiriert, hauptsächlich wenn ich einen Beat höre. Die meisten Inspirationen habe ich aber nach Sex.

Scott: Nach Sex will ich rauchen.

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Autor:
Bumbanet Redaktion
Photos:
Showdown Records

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