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Auch
dieses Jahr machten sich die Hardcore Kings aus New York City wieder
auf den Weg nach Europa um wie immer seit vielen, vielen Jahren
in vollen Clubs zu rocken. Auch diesmal trafen wir uns wieder zu
einem Gespräch in Köln, wo Bumbanet Reporterin Nora Wünsch
ihre Fragen an Bassist Craig Ahead loszuwerden. Wer danach noch
mehr wissen will kann auch das Bumbanet
Interview mit der kompletten Band aus dem Jahre 2000 lesen.
Bumbanet: Mit "Yours Truly" habt ihr jetzt eure sechste LP herausgebracht,
ist es denn immer noch etwas Besonderes, auf der Bühne zu stehen
oder eine neue Platte aufzunehmen?
Sick of it all: Natürlich entsteht nach so langer Zeit eine
Routine, aber trotzdem ist es noch jedes Mal besonders. Ich mache
das, was ich machen will und immer machen wollte, und das will ich
so lange wie möglich machen. Manchmal mache ich noch andere
Projekte und spiele Musik mit anderen Leuten, aber Sick of it all
ist meine Band. Wenn es aber zur Routine wird, was nie wirklich
der Fall ist, kommt der Spass und neue Kraft dadurch zurück,
dass ich mit anderen Musikern spiele. So werde ich frisch gehalten,
lade meine Batterien auf.
Bumbanet: Habt ihr denn jemals ernsthaft darüber nachgedacht,
euch aufzulösen?
Soia: Nicht wirklich, nicht mit Sick of it all. Als ich 24, 25
Jahre alt war, hatte ich mir überlegt, etwas anderes zu machen.
Aber meine Leute haben mich in Sick of it all gehalten. Das ist
normal, wenn du dich mit deiner Musik entwickelst, überlegst
du immer an bestimmten Punkten, was du anderes ausprobieren könntest.
Manchmal denkst du darüber nach, deinen Beruf zu wechseln.
Ich habe den Weg zurück zur Musik gemacht. Aber für mich
ist so alles natürlich und selbstverständlich, deshalb
mache ich auch so weiter.
Bumbanet: Was wäre, wenn jemand sich dafür entscheiden
würde, die Band zu verlassen?
Soia: Niemand wird die Band verlassen. Die Band funktioniert weil
es für jeden von uns eine Ehre ist. Wir sind immer zusammen
eine Band gewesen, und wenn Sick of it all eines Tages enden sollte,
dann endet Sick of it all auch komplett und endgültig. Es wird
keine Reunion geben. Das ist nicht die Art, wie unsere Band funktioniert.
Klar wird es irgendwann zu Ende sein, aber das wird noch dauern.
Wir hatten in der Vergangenheit noch nie soviel Enthusiasmus wie
heute. Die Dinge laufen sehr gut.
Bumbanet:
Gibt es auf dieser Tour noch Länder, auf die ihr euch richtig
freut?
Soia: Wir gehen jetzt zurück nach Amerika, nachdem wir morgen
in London gespielt haben. Dann werden wir auch noch in Kanada spielen.
Darauf freue ich mich aber nicht, weil es dort so kalt sein wird.
Aber die Shows werden sicher gut, auch auf unserer US Tour. Aber
das siehst du immer erst am Ende der Show, das hängt von der
Stimmung und Energie ab. Jedes Mal ist es anders. Manchmal denkst
du, die Show wird großartig, und dann läuft es nicht
so gut. Andererseits läuft es manchmal umgekehrt wenn du nichts
erwartest und es gut wird. Es hängt immer vom Vibe am Ende
ab.
Bumbanet: Was denkst du über Deutschland, ihr seid schon
sehr oft hier gewesen?
Soia: Deutschland ist großartig. Ich war hier sehr oft und
die Leute waren immer sehr offen zu mir. Gerade auch in hier Köln
waren die Leute immer sehr enthusiastisch, hier ist ein cooler Ort
zum Spielen. Der Spirit stimmt.
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