Das
aus Boston stammende Quartett Reach the Sky paart Newschool Hardcore
mit Punkrock. Seit 1999 rocken sie auf Victory Records. Als Support
der Dropkick Murphys waren sie jetzt auf Deutschlandtour, wo wir
uns in Koblenz mit Sänger Ian Larrabee unterhielten.
Bumbanet: Wie seid ihr damals als Band zusammengekommen?
Reach the Sky: Uns gibt´s seid 1994. Damals spielten wir alle noch
in unterschiedlichen
Hardcorebands. Wir hingen dennoch oft zusammen rum und merkten irgendwann,
dass wir alle die gleiche Art von Hardcore-Musik mochten und auf
die gleichen Einflüsse zurückgriffen. Also haben wir Reach
The Sky gegründet und sind ein bißchen entlang der Ostküste
und in unserer Heimatstadt Boston getourt, um das alles mal etwas
professioneller erscheinen zu lassen!
Bumbanet: Also waren die anderen Bands in denen ihr vorher wart
eher nicht so euer
Ding?
Reach the Sky: Ja das waren nur kleine lokale Bands aus Boston.
Ein Zeitvertreib und nicht wirklich irgendetwas das jeden von uns
weitergebracht hätte!
Bumbanet: Reach The Sky ist ja auch ein etwas auffälliger Name
für eine Band, die in
der Punk-und Hardcore Szene ist..woher habt ihr den?
Reach the Sky: Ähm..den haben wir um ehrlich zu sein aus einem
Song von Cher geklaut! Wir haben irgenwann mal lauthals einen ihrer
Songs mitgesungen und da ging
es um reach the stars. Das hat uns auf Anhieb gefallen, nur haben
wir aus stars sky gemacht!
Bumbanet: Wie läuft die Tour mit den Dropkick Murphy´s bisher
und wie ist es überhaupt dazu gekommen?
Reach the Sky: Die Murphy´s wussten, dass wir eine Tour außerhalb
der Staaten mal dringend brauchen und wollten eine Band in ihrer
Umgebung unterstützen, da haben sie sich dann glücklicherweise
für uns entschieden! Alles läuft super und wir wollten
schon immer mal mit denen auf Tour gehen und jetzt hat´s endlich
mal geklappt! Wir haben echt ewig darauf gewartet und können
kaum glauben, dass wir jetzt hier in Deutschland sind. Bisher ist
auch die Reaktion der Leute, die ja eigentlich nur wegen den Murphy´s
zu den Shows gehen, sehr erfreulich! Allerdings ist unser Busfahrer
ein komischer Kerl.. der trägt den ganzen Tag nichts außer
seiner Unterhose.. wenn´s
wenigstens Boxershorts wären.. ein paar von den Jungs sind
vorsichtshalber schon mal auf Abstand gegangen. Man weiß ja
nie...
Bumbanet: Euer neues Album "friends, lies and the end of the
world" ist jetzt seit
kurzem draussen.. was gibt´s darüber zu berichten?
Reach the Sky: Ja, wir sind ziemlich stolz drauf! Es ist bei Victory
Records erschienen und wir sind den Leuten dort auch unheimlich
dankbar, dass sie uns ihre Unterstützung geben und uns eine
Menge Möglichkeiten eröffnen, von denen wir früher
nur träumen konnten. Mit diesem Album versuchen wir eine weitere
Bandbreite von Menschen zu
erreichen. Die tough-guy hardcore-kids, die straight-edge kids,
die punk-kids.. wir wollen alle kids der gesamten Hardcore und Punk-Szene
mit unserer Musik konfrontieren und wollen, dass alle irgendwie
etwas von unserer Arbeit erfahren!
Bumbanet: Gibt´s auf der neuen Platte einen Song, den ihr besonders
mögt?
Reach the Sky: Hmm.. also ich mag den vierten Song ziemlich. Der
heisst "a year and a smile".
Bumbanet: Ihr kommt aus Boston... seht ihr einen Unterschied
zwischen eurem Publikum in den Staaten und hier in Europa?
Reach the Sky: Hier lackieren sich die Kerle nicht die Fingernägel
- ansonsten sind die
Shows eher gleich. Manche Leute tanzen, andere nicht! Wir haben
bisher keinen großen Unterschied feststellen können.
In Europa wird aber auf jeden Fall viel mehr geraucht und Alkohol
getrunken. Ansonsten sind die Kids, die zu den Shows kommen, fast
überall gleich!
Bumbanet: Wovon handeln eure Songtexte denn, generell betrachtet?
Reach the Sky: Von Lebenserfahrungen, die ich mache. Natürlich
auch von Freunden, meiner Familie, von Leuten, die mich umgeben
und dem alltäglichen Leben. Eigentlich
nichts besonderes.