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Bumbanet:
Du bist schon seit einer sehr langen Zeit dabei, aber wie hat es
eigentlich angefangen?
Prezident Brown: Ja, ich habe sehr früh angefangen, ich war
noch sehr jung und ging zur Schule. Damals habe ich das einfach
aus Spass gemacht, so zwischen 1981 und 1983 war das. Erster später
wurde es dann ernster, so 1985, als ich dann mit Soundsystems unterwegs
war. Mit Jack Ruby habe ich dann einiges gemacht, dem in Jamaika
sehr berühmten Produzenten von Burning Spear. So ging das dann
mit verschiedenen Soundsystems weiter und ich kam auch herum, wie
nach Toronto in Kanada. Weiter ging es 1989, da habe ich mit Recording
angefangen und so ging es bis heute weiter.
Bumbanet: Nun kommt zum ersten Mal ein Album von dir offiziell
in Deutschland heraus, was können wir erwarten?
Prezident Brown: Im Album geht es um verschiedene Themen. Das erste
Thema ist auch der Titel "To Jah Only", damit meine ich den Allmächtigen,
zu dem ich bete. Ich bete für den Frieden der Welt, zuviel
ist hier sick, viele Leute sind verrückt. Daneben spreche ich
auch von zwischenmenschlichen Beziehungen auf dem Album, vom Familienleben
in Jamaika und vom Einfluss des Geldes. Es sind sehr persönliche
Sachen auf der Platte, wie der Song "Faith", der von den Dingen
handelt, die mich weitergebracht haben. Es war ein weiter Weg bis
zu diesem Interview jetzt in Deutschland. "Rough Road" handelt von
meiner Jugend, von der Zeit wo mein Vater starb und sich meine Mutter
um mich gekümmert hat. Für die Frauen habe ich den Song
"African Princess". So setzen sich verschiedene Sachen zusammen.
Es ist ein Album, das du dir im Wohnzimmer zusammen mit deinen Kindern
anhören kannst. Auf der anderen Seite bringt dir das Album
einen guten Vibe beim Autofahren. Die einfache Formel lautet: Spiritualität
plus Hardcore.
Bumbanet: Das Album gab es ja schon in anderen Ländern,
was hat dich dazu gebracht das Album jetzt auch in Deutschland zu
releasen?
Prezident Brown: Mein Verlag hat mich dazu gebracht, Cosmo Music
in München, das war deren Idee.
Bumbanet: Das Album kommt jetzt auf Jive, wie kam es dazu?
Prezident Brown: Das lief wieder über Cosmo Music, die haben
sich jemanden für Distribution gesucht. So kam das zustande.
Bumbanet:
Auf deinem Album sind jetzt auch Patrice und DJ Tomekk vertreten,
und auf der ersten Single war auch ein Bintia Feature, wie hast
du diese Leute denn kennengelernt?
Prezident Brown: Das war wieder das Interesse der Plattenfirma.
Die wollen halt Prezident Brown in Deutschland etablieren. Auf einer
Releaseparty hat DJ Tomekk dann meinen Auftritt gesehen und war
beeindruckt. Er kam dann nach München ins Studio und hat eine
neue Version von "Rough Road" gemacht. Patrice ist aber mehr eine
Connection aus Jamaika, er war dort um sein Video zu drehen und
dabei habe ich ihn kennengelernt, weil er mit den gleichen Leuten
unterwegs war mit denen ich auch down bin.
Bumbanet: Wann warst du eigentlich das erste Mal in Deutschland?
Prezident Brown: Das erste Mal war ich im Oktober 1998 hier. Da
habe ich eine French Tour gemacht und war in Hamburg weil ich dort
ein paar Jamaikaner kenne. Das gleiche Jahr war ich dann nochmal
mit einem Soundsystem unterwegs und danach kam ich auch noch öfters
rüber, wegen Cosmo Music. Letztes Jahr Oktober habe ich dann
noch eine HipHop Tour mit Tomekk gemacht.
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