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Endlich
ist das langerwartete Album von Pain in the ass (Pita) da und so
ist es auch Zeit, dass alle Leute begriffen haben, wer hinter der
Band steckt. Unser beantwortet euch alle offenen Fragen zu Pain
in the ass und Such a Surge...
Bumbanet: Such a Surge gibt es schon viele Jahre,
was hat euch jetzt zu dem Pain in the ass Projekt bewegt?
Olli: Das ist eine gute Frage: Freie Zeit und die
Lust Musik zu machen. 1997 sind wir bei der Entstehung von Pita
ins Studio in Braunschweig gegangen und haben ein paar Wochen lang
geguckt, was passiert, wenn wir ohne große Vorbereitung ins
Studio gehen. Genauso ist auch die neue Pita Platte entstanden.
Wir sind nach Spanien geflogen zu Paul, der auch in Köln das
Heartbeat Studio hat, wo wir den "Surge Effekt" aufgenommen haben,
und waren da 10 Tage unter uns. Eigentlich sind wir nur so da hingeflogen,
um Musik zu machen und weil wir Bock auf Pita hatten, aber wir hatten
nicht unbedingt die Absicht eine Platte zu machen. Aber dann ist
doch das komplette Album in diesen 10 Tagen entstanden. Deshalb
war auch die Songwritingphase viel kürzer als bei Such a Surge,
viel Momentaufnahmen-mässiger. Das hört man ja auch an
der Stumpfheit einiger Songs, die nur trashig losgeballert sind.
Für unsere Maßstäbe waren unsere letzten beiden
Alben perfekt ausproduziert, da haben wir sehr viel gefrickelt und
rumgefeilt, und bei Pita ist es eben das Gegenteil. Wir wollten
auch einfach mal sehen, ob das bei uns alten Säcken noch möglich
ist.
Bumbanet: Könnt ihr das mit Such a Surge
vergleichen, was jetzt mehr euer Ding ist?
Olli: Das kann man schon vergleichen, wir sind
ja die selben Leute, die selbe Band. Und das hat schon Vorzüge,
es gäbe auch Songs von dem Album jetzt die auch auf einer Such
a Surge Platte sein könnten. "Spain" ist nicht nur ein Hardcore
Album, da sind viele Songs drauf die einfach nach uns klingen. Wir
haben nun gesehen, dass wir uns auch selbst produzieren können,
und, dass es auch Sinn macht, unbefangen an solche Sachen zu gehen.
Auf "Spain" sind jetzt auch Fehler drauf, am Ende der ersten Strophe
von "Punk 2001" höre ich auf einmal auf zu singen und muss
lachen, weil das so blöd war im Studio, weil wir so gut drauf
waren. Und das haben wir dann einfach drauf gelassen. Bei einer
Such a Surge Produktion wäre das nicht passiert. Ich denke,
wir werden aber etwas von dieser Arbeitsweise für das nächste
Such a Surge Album mitnehmen.
Bumbanet: Macht ihr bei Pita also das, was ihr
bei Such a Surge so nicht umsetzen konntet?
Olli: Ne, so kann man das nicht sagen.
Michel: Damit hat das nichts zu tun, Pita und Such
a Surge sind zwei verschiedene Welten. Die stehen auf unserer Skala
genau auf der gleichen Höhe. Es gibt keine Band die wir jetzt
lieber mögen oder nicht. Wir machen seit fast 10 Jahren Such
a Surge und ab und zu braucht man die Bestätigung, dass man
das Oldschoolige noch ein bißchen an sich hat, nicht tausend
Stunden über einen Riffablauf diskutiert.
Olli: Es ist ja nicht so, dass uns jemand sagt,
was wir bei Surge machen können oder nicht. Wir haben das schon
seit der ersten Platte immer selbst entschieden. Mittlerweile haben
wir schon einen gewissen Stellenwert in dem Buisness und wir arbeiten
auch sehr autonom, weil Axel unser Manager ist. Die einzigen die
gesagt haben, macht das doch mal so oder anders, waren unsere Fans.
Es gab Leute die auf "Jetzt ist gut" nicht so abgefahren sind, weil
sie "Gegen den Strom" viel geiler fanden. Diese Diskussion gibt
es bei jeder Platte und danach können wir uns nicht richten.
Wir können keine Auftragsarbeit machen. Pita ist halt ausprobieren
wie es anders läuft.
Bumbanet: Stichwort "Gegen den Strom", mit eurer
ersten Platte seid ihr noch am Anfang der Crossoverwelle geschwommen,
dann kam der große Trend. Wollt ihr jetzt mit Pita vielleicht
wieder gegen den Strom schwimmen?
Olli: Das kann gut sein. Aber wenn man das jetzt
so sagen würde, dann würde es auch wieder geplant klingen,
aber so ist es nicht. Es passiert einfach und es zeichnet uns auch
aus, dass wir jetzt Sachen machen, die man nicht unbedingt erwartet
hätte. Manche hätten vielleicht eher ein New Metal Album
erwartet, aber das ist ein Begriff den ich erst seit zwei Jahren
in meinem Sprachgebrauch habe. Auf dem Pita Album ist einfach das,
was wir sind.
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