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So
nach und nach sorgte er für mehr Aufsehen, Neu-Hamburger Nico
Suave. Nach der Tour mit Eins Zwo wurde das Interesse größer
und heute steht er jetzt völlig eigenständig und mit eigenem
Album im Gepäck da. Wir trafen uns mit Nico und seinem DJ Sparc
am 15.02.2001 in einem berühmten Kölner Künstler
Hotel.
Bumbanet: Ihr seid gerade auf Promo-Tour, in
welchen Städten seid ihr denn unterwegs?
Nico Suave: Wir sind jetzt zwei Tage in Köln
und dann geht es nächste Woche nach Berlin, Hamburg und München.
Bumbanet: Wie hat es denn bei euch angefangen
mit HipHop?
Nico: Mit 13 habe ich die ersten HipHop Sachen
gehört, und irgendwann habe ich dann Leute wie Majubiese kennengelernt.
Dadurch habe ich dann noch mehr Zeug gehört, weil die Leute
auch alle schon viel länger dabei waren und deshalb viel mehr
Material hatten. So habe ich dann gemerkt, dass das die Musikrichtung
ist, die mich am Meisten bewegt. Damals gab es schon Advanced Chemistry,
aber irgendwann wurde deutscher HipHop größer, Mitte
'90, und da hab ich auch angefangen mit ein paar Kollegen zu rappen.
Dann gab es noch Arme Ritter, das waren Majubiese, Dendemann und
noch ein DJ, und wir waren so die ersten deutschsprachigen Rapsachen
in Menden.
DJ Sparc: Bei mir fing es Mitte '80 an. Ich komme
aus einem Hochhausgebiet in Hamburg und da bin ich relativ früh
damit in Kontakt gekommen. In der Großstadt dringt so etwas
schnell durch. Dann habe ich angefangen mit Graffiti, Rappen, Breakdancen,
bin dann aber Anfang '90 beim Djing hängengeblieben.
Bumbanet: Hattet ihr denn Vorbilder?
Nico: Vorbilder sind immer so ein Ding. Es gab
natürlich immer so Phasen, wo man seine Lieblingskünstler
hatte. Als ich angefangen hatte Ami-Zeug zu hören war bei mir
das damals aktuelle Zeug angesagt, gar nicht so das Oldschool Zeug.
Meine Favourites haben halt dauernd gewechselt, da könnte ich
etliche aufzählen. Ich höre mir aber immer ziemlich viel
an und picke mir dann ein Album raus. Hauptsächlich sind das
amerikanische Crews, aber in Deutschland haben mich auch ein paar
Sachen geflasht, so das erste Massiven Album "Kopfnicker". Das war
derbe zu der Zeit, das ist ein Klassiker und auch heute noch einer
meiner Favourites. Die Sachen von Freundeskreis finde ich auch derbe,
Eins Zwo, Dynamite Deluxe, Creutzfeld & Jakob, Stieber Twins
und Toni L., das ist alles krass. Ich höre mir schon viel deutsches
Zeug an, nur um zu hören was da geht.
Bumbanet: Du bist ja jetzt dick beim Major Mercury,
wie kam es dazu?
Nico: Ich war bei den Octopussy's (Hamburger Promo&Management
Label, Anmerkung der Verfasser) unter Vertrag und da haben wir überlegt,
was mit dem Album passieren soll, welche Ziele wir haben. Es war
dann ganz klar, dass wir wirklich die breite Masse ansprechen wollen,
und dafür ein Major nicht verkehrt ist. Wir hatten dann auch
viele Angebote, aber letztendlich haben wir uns für Mercury
entschieden, weil das Team da einfach cool ist. Bisher sind wir
auch sehr zufrieden mit dem Schritt. Ich hatte früher auch
schon Erfahrungen mit einem Indielabel gemacht, Community Tribehouse,
aber das war überhaupt nicht mein Ding.
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