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Bumbanet:
Ihr habt ja schon mit einigen bekannten Bands gespielt, habt ihr
vielleicht noch so was wie eine Wunschband für eine Tour?
Mouthwash: Darum geht es uns weniger,
Hauptsache wir sind auf Tour, das ist das Wichtigste. Natürlich
gibt es viele Bands mit denen wir gerne touren würden, aber
das sind so viele, das gibt es keine bestimmte. Auf dem Level auf
dem wir sind geht es einfach nur um's Spielen, neuen Boden zu erschließen.
Wir können uns das ja auch noch nicht aussuchen mit wem wir
spielen wollen.
Bumbanet: Gibt es denn eine Band
mit denen ihr mal gerne einen Song aufnehmen würdet?
Mouthwash: Ruff Ryders. Und Jay Z soll
ein paar Guest Vocals zu unserem nächsten Album beisteuern.
Aber jetzt im Ernst, wir würden unser Album gerne von Rancid
produzieren lassen, das würde zu unserem Sound passen. Eigentlich
hatten wir auch mal vor 1000 Dreams von denen produzieren
zu lassen, aber sie waren zu der Zeit beschäftigt. Auf jeden
Fall wäre es interessant in der Zukunft mit anderen Leuten
zusammenzuarbeiten.
Bumbanet: Was denkt ihr denn über
die US Melodic Punk Welle aka Blink182?
Mouthwash: Wir hassen die! Vor ein
paar Jahren waren Blink182 ja noch recht gut, aber jetzt sind sie
nicht mehr als eine Pop-Band. Aber die Schlimmsten sind Sum41, bloody
shit. Die Rock Bands stehen heute nur noch als Produkt auf MTV.
Rock Bands müssen aber irgendwo her kommen, sie müssen
mit etwas aufgewachsen sein, sie müssen Teil einer Bewegung
sein. Heute werden die Bands gesignt bevor sie einen Gig gespielt
haben, und so haben die Bands auch keinen Background. Der New Rock
spiegelt nicht die wirkliche Szene wieder, bei Bands wie Linkin
Park geht es doch nur um Coverage. Das steckt nichts dahinter, die
Zeit ist abgelaufen.
Bumbanet: Und wie läuft es
bisher mit der Punk-o-rama Tour?
Mouthwash: Wirklich gut, es ist ja
das erste Mal, dass die Tour nach Europa kommt. Die Tour ist deshalb
natürlich noch nicht so etabliert, aber dafür sind die
Resonanzen wirklich gut, auch wenn wir als Warm-up und Opener für
den Abend natürlich einen schweren Job haben. Aber die Leute
gehen gut ab.
Bumbanet:
Wie gefällt es euch denn in Deutschland?
Mouthwash: Hamburg und Berlin waren
ganz cool, aber sehr viel bekommen wir auch nicht mit. Schweinfurt
war komisch, vor allem die Leute da. Überhaupt ist die Crowd
von Konzert zu Konzert recht unterschiedlich. Manchmal sind die
Leute eher älter, Leute aus der Skinhead Szene, da ist es dann
schwieriger zu rocken. Wenn das Publikum jünger ist geht es
auch schneller ab. Das hängt aber auch mit unserem Alter um
die 20 zusammen. Wenn da jemand ein paar Kids auf der
Bühne sieht ist er wohl schwerer zu überzeugen. Der denkt
sich: ich gehe doch nicht zu der Musik von so ein paar jungen Boys
ab. Das hat einfach mit dem Stolz zu tun. Man möchte als Fan
ja immer zu den Leuten auf der Bühne aufschauen können
und sie vielleicht als Vorbild nehmen. Und das geht nicht wenn die
jünger sind als man selbst.
Bumbanet: Sehr ihr denn auch etwas
ausser den Clubs auf der Tour?
Mouthwash: Das ist unterschiedlich.
In Hamburg, Berlin und Wien haben wir uns etwas umgeguckt. In Madrid
auch, da haben wir aber nicht gespielt, das war nur unser Off-Day.
Es macht schon Spaß mehr auf Tour zu sehen, aber die Zeit
reicht halt nicht immer.
Bumbanet: Kennt ihr deutsche Bands?
Mouthwash: Wizo und die Toten Hosen.
Das ist schon komisch, viele Bands sind in Europa so groß,
aber in England hört sich die niemand an.
Bumbanet: Und wie geht es jetzt
weiter?
Mouthwash: Hoffentlich machen wir noch
eine Tour in den nächsten Monaten. Und dann steht das nächste
Album an. Aber dafür brauchen wir erstmal ein gutes Konzept
und einen neuen, richtig guten Proberaum. Wir wollen nicht wie jede
andere Punk Band sein und werden. Es gibt so viele Bands, die rauskommen
und glücklich sind, einfach wie eine andere Band zu klingen.
Wir sind bestimmt nicht die innovativste Band zur Zeit, aber wir
bemühen uns ständig etwas neues zu kreieren.
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