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Im
Süden Londons gründetet sich 1995 eine junge Punkrock
Band, die mittlerweile mit allen möglichen Punk Größen
tourte und auch uns im Herbst 2001 auf der Punk-O-Rama Tour beehrten.
Wir sprachen in Aachen mit Ben (Vocals), Robert (Guitar), Chris
(Drums) und Rich (Bass), die im März 2001 ihr erstes Album
"1000 Dreams" auf Hellcat Records veröffentlicht
haben...
Bumbanet: Euer Album trägt den
Titel 1000 Dreams was sind eure 1000 Träume?
Mouthwash: Wir haben 1000 Träume
wie auch 1000 Dämonen. Sachen aus dem Alltag die uns ankotzen.
Der Titel soll aber eher ausdrücken, dass wir nach allen Seiten
offen sind. Wir nehmen unsere Einflüsse aus tausenden Richtungen
und wollen auch in verschiedene Richtungen streben.
Bumbanet: Wie sieht es denn mit
den Reaktionen der Fans auf das Album bisher aus?
Mouthwash: Großartig. Die meisten
Leute die uns live sehen sagen, dass wir live besser als auf Platte
klingen. Das ist natürlich auch logisch, jetzt haben wir die
Songs schon viel öfter gespielt und deshalb mehr Übung.
Unser erstes Album enthält ja noch sehr viele verschiedene
Styles, was bei dem ersten Album vieler Bands so ist, mal sehen
was sich jetzt entwickelt und worauf wir uns konzentrieren. Nur
wenige Bands haben ihr erstes Album auf Hellcat Records herausgebracht.
Insgesamt waren die Reaktionen wirklich gut. Es war natürlich
nicht the big hit, es entwickelt sich eher langsam.
Wir touren jetzt viel und bringen so unseren Namen unter die Menschen.
Und hoffentlich geht das so weiter.
Bumbanet: Wenn ihr verschiedene Elemente
wie Ska, Punk und Hardcore mixt, nimmt da eine bestimmte Richtung
den wichtigsten Teil ein?
Mouthwash: Das Wichtigste für
uns ist nach allen Seiten offen zu bleiben. Wir wollen Einflüsse
von überall her nehmen, nicht nur vom Hardcore. Uns er Ziel
ist es nicht, nach einem bestimmten Sound zu klingen, wir möchten
eine Auswahl verschiedener Sounds bieten. Es ist gut, in einer Punk
Band zu sein, die Einflüsse aber aus anderen Stilen zu nehmen.
So bleibt unser Sound interessant. Jeder von uns hört auch
unterschiedliche Musik.
Bumbanet: Welche Musik hört
ihr denn?
Mouthwash: Wir hören Reggae, HipHop,
Drum'n'Bass, Dancehall. Auch Mainstream Bands wie U2 und Oasis.
Eigentlich stellen wir einfach den Radio an und hören uns an
was da läuft, auch wenn es Pop ist. Um ehrlich zu sein, ich
finde viele Punk Bands, vor allem die Bands die schon länger
dabei sind, machen im Moment nicht so gute Sachen, das begeistert
mich nicht wirklich.
Bumbanet: Euer Album habt ihr selber
produziert, war euch ein Producer zu teuer?
Mouthwash: Das war keine konkrete Entscheidung
die wir gefällt haben, das hat sich einfach so ergeben. Wir
wollen alles selber machen und so lag es dann auch nahe, dass wir
unser Album selbst produzieren. So konnten wir auch mehr ausprobieren.
Wir sind einfach in ein Studio in London gegangen und da war nur
ein Sound Engineer, der die ganzen Knöpfe bedienen konnte.
Wir haben dem dann gesagt wie was klingen soll. Allerdings hatte
der vorher noch nicht so viel mit Punkrock zu tun gehabt, deshalb
fehlt der Platte unserer Meinung nach etwas Power. Das wollen wir
beim nächsten Mal verbessern.
Bumbanet: Wollt ihr mit euren Texten
eine direkte Message an die Leute bringen?
Mouthwash: Ich schreibe eher persönliche
Texte. Wir wollen den Leuten nicht sagen was sie zu tun oder zu
lassen haben. Uns geht es um die Musik, wir wollen die volle Intensität
bringen, nicht irgendwas von politisch korrekt. Die Texte sind allerdings
auf diesem ersten Album auch noch recht unterschiedlich, schließlich
habe ich mit 16 mit schreiben angefangen und seit dem habe ich mich
schon persönlich verändert. Im Endeffekt geht es uns aber
nur darum live mit der Crowd eine gute Zeit zu haben. Wir hören
ja auch Oldschool Hardcore, allerdings finden wir das mit der Zeit
recht langweilig, die immer mit ihren Texten auf dem gleichen Level
und der gleichen Aussage.
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