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Bumbanet:
Live seid ihr mit Roger Rekless unterwegs, das ist nicht die naheliegendste
Kombination?
Petzke: Wir hatten mehrere Auftritte in München letztes Jahr,
da waren wir beim Christmas Jam in der Muffathalle und auch beim
Summerjam. Irgendwann war da Rekless dabei und bei der Gelegenheit
haben wir ihn kennengelernt. Als wir dann wieder mal einen Auftritt
in München hatten fiel Mixwell aus, weil der seine eigenen
Projekte hatte, und da haben wir uns mit Rekless in Verbindung gesetzt
und die erste Show kurz vorher am Nachmittag geübt. Der Auftritt
hat dann cool geklappt und deshalb hatten wir Bock das weiter zusammen
zu machen, weil wir musikalisch sowie persönlich harmoniert
haben. Natürlich ist es manchmal schwer, weil er in München
wohnt, deshalb muss ab und zu ein Ersatz her. Auf der EP jetzt hat
z.B. beim Track "Feuer und Eis" Mr. Sosa, der DJ von Dabrutack,
die Cuts gemacht.
Bumbanet: Worum gehts in euren Texten...
Zaworka: Bei "Feuer und Eis" z.B. stellen wir uns als Moqui Marbles
hin und sprechen drei verschiedene Gruppen an, die Frauen, die Produzenten
und die Wannabes. Es geht darum, dass vielleicht Frauen hinter einem
her sind und überzeugt werden man passt zusammen, aber im Endeffekt
passt man nicht zusammen. Man spricht verschiedene Sprachen, man
kommt aus verschiedenen Welten, und genauso ist es eben auch bei
dem Produzenten Ding. Es sind verschiedene musikalische Vorstellungen
da, der große Produzent, der mit HipHop gar nichts zu tun
hat und glaubt, er müsste einem helfen. Das sind einfach auch
persönliche Erfahrungen, die wir gemacht haben. Es ist oft
besser einen Weg alleine zu gehen als sich auf Teufel komm raus
mit jemandem zusammenzuschließen. Nur so kriegt man etwas
hin, wie man es wirklich haben will.
Bumbanet: Bei "Am Tag danach" geht es auch um eine Liebesbeziehung?
Zaworka: Ja, aber das bezieht sich nur auf die erste Strophe. Es
geht in den drei Strophen immer darum, dass wir uns am Tag danach
befinden und uns wünschen, dass das vom vorigen Tag nicht passiert
wäre. In der ersten Strophe ist es eine zerbrochene Beziehung,
in der zweiten der Kriegstag und in der dritten ein Pakt mit dem
Teufel.
Sternkopf: Wir verarbeiten das in unseren Texten, was uns im Leben
begegnet. Das kann alles mögliche sein, alle Einflüsse,
die uns entgegenströmen.
Petzke: Und wir verbinden die Alltagsdinge oft mit fiktiven Geschichten.
Bumbanet: Wollt ihr mit euren Texten und eurer Musik auch eine
bestimmte Zielgruppe ansprechen, oder macht ihr das Ding in erster
Linie für euch selbst?
Zaworka: In erster Linie haben wir die EP für uns gemacht,
etwas, worauf wir abflashen, was wir gut finden. Welche Zielgruppe
wir damit ansprechen, wird man erst viel später sehen, nach
dem Release von der EP. Noch ist nichts offiziell draussen, deshalb
muss man abwarten.
Petzke: Es gibt keine Zielgruppe bei der wir sagen, die wollen
wir unbedingt ansprechen. Wenn das eine Oma sein sollte die uns
gut findet, dann ist das auch okay.
Zaworka: Wir freuen uns generell über jeden, der das versteht
und was mit der Musik anfangen kann. Wenn ein 10 Jähriger was
damit anfangen kann, dann ist das natürlich extrem cool, aber
natürlich sieht man es auch gerne, wenn Gleichaltrige was damit
anfangen können. Da freut sich jeder Künstler drüber.
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