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Mit
"Clarity" und "Bleed American" wurden sie innerhalb
kurzer Zeit zu Superstars und den Leadern der Emo Generation. Wir
fragten uns was dahinter steckt und trafen uns deshalb in Köln
mit Sänger Jim Adkins und Drummer Zach Lind...
Bumbanet: Hallo Jim, hi Zach, wie geht es euch?
Jim Adkins: Danke, ganz gut. Wir sind ein bißchen geschlaucht,
aber das ist relativ normal. Vorhin sind wir etwas durch die Stadt
gelaufen, das ist besser als nur hier im Hotel rumzuhängen.
Bumbanet: Seid ihr zum ersten Mal in Köln?
Jim: Nein, das ist jetzt das dritte Mal, das wir in Köln spielen.
Bumbanet: Wie gefällt euch die Stadt?
Jim: Es geht uns so wie in den meisten europäischen Großstädten.
Man merkt einfach, dass die Städte im Laufe der Zeit langsam
gewachsen sind. Das vermisst man in Amerika. Köln ist wirklich
eine schöne Stadt.
Bumbanet: Kommen wir zur Tour: Eigentlich wolltet ihr mit Blink
182 und Sum 41 spielen. Was kam dazwischen?
Jim: Diese Tour wird aller Voraussicht nach Anfang nächsten
Jahres stattfinden, so lange wollten wir aber nicht warten, deswegen
sind wir jetzt da.
Bumbanet: Seid ihr überhaupt so zufrieden, mit Sum 41 und
Blink zu spielen? Meiner Meinung nach passt ihr nicht sonderlich
gut zu dem "gute-Laune-Punk" dieser Bands.
Jim: Das sehe ich eigentlich nicht so problematisch, auch wenn
wir uns nicht nahtlos einfügen. Außerdem erreichen wir
so auch ein anderes Publikum. Es ist eine gute Sache, wenn Leute,
die uns nie gehört haben, zu unserer Show kommen.
Bumbanet: Man konnte im letzten halben Jahr einen regelrechten
Hype beobachten, wenn man bedenkt, dass ihr, bevor "Clarity"
in Deutschland erschien, noch sehr unbekannt wart. Seid ihr überrascht?
Jim: Ja, das kann man schon sagen. Das liegt zu einem gewissen
Grad bestimmt an der Tatsache, dass in Europa "Clarity"
und "Bleed Aerican" so schnell hintereinander erschienen
sind. In Amerika kennt man uns schon etwas länger, eben weil
"Carity" anderthalb Jahre früher als in Eurpa veröffentlicht
wurde.
Bumbanet: Für Emocore-Fans war es tatsächlich schwer
an "Clarity" zu kommen. In Musikzeitschriften wurdet ihr
lobend erwähnt, aber die Platte war entweder nur als teures
Import oder gar nicht erhältlich. Hing das mit eurem alten
Label zusammen?
Jim: Zu dem Zeitpunkt waren wir ja nicht wirklich so bekannt, scheinbar
hat sich das für EMI nicht so sehr gelohnt. In der Hinsicht
haben wir bei Dreamworks sicherlich mehr Glück. Uns werden
mehr Freiräume gelassen und wir haben das Gefühl mehr
beachtet und ernst genommen zu werden.
Bumbanet: Wie sahen denn eure allerersten musikalischen Anfänge
aus, wie kamt ihr zum Musik machen?
Jim: Ich und Zach kennen uns schon aus frühester Kindheit,
seine und meine Mutter waren befreundet. Irgendwann begannen wir
uns für Musik zu interessieren und es nahm seinen Lauf.
Bumbanet: Tom (Linton) und Rick (Burch) kamen dann später
dazu oder habt ihr erst in anderen Bands gespielt?
Zach: Ich glaube wir haben uns in einer Disko kennengelernt, Tom
spielte damals Saxophon in einer Schulband (lacht).
Jim: Wir wuchsen in der selben Gegend auf, kannten uns also untereinander,
aber bis es zu der jetzigen Formation kam spielten wir mit allen
möglichen Leuten zusammen. Es war alles eine Szene.
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