|
Mit
Werken wie "Demanufacture" oder "Obsolete"
haben sich Fear Factory einen festen Platz ganz in der Spitze
der Metal Szene gesichert. So dürfte auch der Erfolg
des Nachfolgers "Digimortal" vorprogrammiert sein.
Noch vor Release des neuen Albums begab sich die Band zusammen
mit One Minute Silence und Earthtone 9 auf Europa-Tour. In
Köln unterhielten wir uns vor dem Konzert in der Live
Music Hall mit Sänger Burton Christian Bell.
Wem das nicht reicht - ihr könnt euch hier auch die
offiziellen Videos zum neuen Album angucken.
|
FEAR FACTORY Web Video:
Part
1: Recording
Part
2: Story
Part
3: History
Part
4: Finale
|
Bumbanet: Ihr seid jetzt schon seit wirklich längerer Zeit
dabei, habt ihr mal darüber nachgedacht euch aufzulösen?
Fear Factory: Nein, auf keinen Fall. Bevor das passiert müssten
sich erst einige Dinge ereignen. Wir versuchen untereinander klar
zukommen und die beste Musik zu machen, die wir machen können.
Zehn Jahre sind eine lange Zeit und wir haben immer noch das gleiche
Lineup.
Bumbanet: Wir würdest du die Metal-Szene zur Zeit in den
USA beschreiben?
Fear Factory: Im Moment gibt es halt dieses New-Metal Phänomen.
Für mich ist das aber nichts richtiges, das ist nicht originell
und kopiert nur alte Sachen. Dabei mischen dann natürlich auch
die Major Labels ordentlich mit.
Bumbanet: Denkst du es gibt einen Unterschied zwischen euren
Fans in den Staaten und denen hier?
Fear Factory: Nein, nicht wirklich. Schließlich geht es um
unsere Musik und Musik ist ein universelles Medium. Überall
auf der Welt sind die Fans in unserer Musik drin, alle lieben die
Musik und die Musik verbindet uns. Unterschiede gibt es eher von
Stadt von Stadt, manchmal gehen die Leute weniger ab, manchmal mehr.
Bumbanet:
Habt ihr bei euren Touren auch Zeit euch die Städte anzugucken?
Fear Factory: Naja, wir waren ja schon oft in Europa und haben
deshalb die ganzen Länder gesehen. Aber Zeit um in den Städten
rumzulaufen und uns wirklich etwas anzugucken haben wir nicht. Jeden
Tag Interviews, Soundcheck und Konzert, und dann geht es auch schon
wieder zur nächsten Stadt. Da bleibt höchstens mal Zeit
sich die Füße vor der Halle zu lockern.
Bumbanet: Gibt es bei euren Texten Themen, die euch besonders
wichtig sind?
Fear Factory: Es gibt da eigentlich nichts Spezielles. Wichtig
ist uns, dass wir etwas schreiben, was die Leute verstehen und womit
sie sich identifizieren können. Und dann haben wir natürlich
noch das Thema mit den Zukunftsaussichten, wo wir auch unsere Emotionen
und Erlebnisse einfliessen lassen. Wir beschreiben das alles in
Form einer Apokalypse, dunkel und gefährlich, weil es durch
diese Prise Humor auch wieder in eine positive Richtung leitet.
Das ist sehr wichtig wenn die Leute unsere Texte hören und
lesen, man braucht immer eine positive Message.
Bumbanet: Eure ersten Alben klangen ja noch lauter und roher,
wieso habt ihr euch davon etwas abgewendet?
Fear Factory: Das ist eine natürliche Entwicklung. Umso mehr
und länger man zusammenspielt umso mehr lernt man dazu. 1992
standen wir mit "Soul Of A New Machine" noch ganz am Anfang. Wenn
man noch nicht so viel Erfahrung hat und auch das handwerkliche
Geschick noch nicht ganz ausgereift ist, spielt man immer härtere
Sachen, weil das einfacher ist. Deshalb war auch unser erstes Album
sehr heavy. Mit der Zeit haben sich dann auch unsere Ideen verfeinert
und wir hatten mehr Einflüsse. Trotzdem sind unsere Alben ja
immer noch heavy, nur jedes Album ist eben in einer anderen Art
heavy. Heavy zu sein bedeutet nicht immer auch laut und wütend
zu sein. Hinter heavy steckt mehr.
|