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Eins
Zwo haben eins geschafft, sie vereinen nicht nur alle HipHopper
sondern auch viele Leute über diese Grenzen hinaus. Und mit
ihrem zweiten Album "Zwei" brechen sie alle Rekorde. Nicht
nur deshalb trafen wir Dendemann und Rabauke in Berlin...
Bumbanet: Eure Platte "Zwei" ist jetzt schon seit
einigen Wochen auf dem Markt. Seid ihr zufrieden mit der Resonanz
bzw. mit der Kritik und den Verkaufszahlen?
Rabauke: Ja, auf jeden Fall. Ich sag mal, viel besser kann mans
ja kaum treffen, wenn man in den Genre-Magazines Album des Monats
ist oder auch in normalen Musikzeitschriften überdurchschnittlich
hoch bewertet wird. Manchmal ist es ein bisschen komisch, dass man
gerade in Nicht-Hiphopmagazinen so sehr herausgehoben wird aus dem
Hiphopumfeld. Es ist natürlich schön und es fühlt
sich auch ganz gut an, aber letztendes machen wir nicht Rapmusik
um zu zeigen wie schlecht die anderen sind, sondern um zu zeigen
wie gut wir das finden, auch was die anderen machen.
Dendeman: Und wir haben schon zwischen EP und erstem Album was
festgestellt, was man selbst immer glaubt vermeiden zu können.
Man selbst glaubt ja immer man hätte sehr sehr logisch an das
bisherige angeknüpft und würde das nur weiter führen.
Die Fans sehen das teilweise ganz anders. Und das lässt einen
eher freier an die Sache rangehen. Man kann es nicht allen recht
machen. Das ist eigentlich eher das was einem Freiheit gibt, als
dass es einen einschränkt.
Bumbanet: Als ihr euch für eure neue Platte ins Studio
gesetzt habt. Habt ihr euch da ein paar Dinge vorgenommen, die ihr
genauso wie auf der ersten Platte machen wolltet oder gab es da
einige Dinge, die ihr unbedingt ganz anders machen wollte?
Rabauke: Also wir wollten diese Platte auf jeden Fall nicht so
machen, wie die letzte Platte. Wir wollten einfach jetzt wirklich
konzentriert im Studio arbeiten. Deswegen haben wir das Studio auch
gebaut und nicht zuhause was theoretisch zusammenbasteln und dann
in ein Studio gehen, den Rap aufnehmen und dann merken es funktioniert
nicht. Deswegen hat das auch so ein bisschen gedauert, deswegen
ist die Albumproduktion eigentlich gar nicht so lange, wie es sich
so anfühlt. Letztendlich haben wir ein knappes Jahr wirklich
an dem Album gearbeitet und früher waren wir unterwechs und
haben das Studio gebaut, das hat sich verändert. Und letztendlich
mögen wir Wiederholungen nicht so wirklich gerne und wir haben
versucht etwas andere Instrumente zu sampeln, als wie auf "Gefährliches
Halbwissen", andere Rhytmiken auszuprobieren, schnellere Musik
gemacht. Aber nach wie vor....
Dendeman:...aber die Werte sind geblieben.
Bumbanet: Ihr habt ja jetzt ein eigenes Studio? Brauchtet ihr
das unbedingt und was ist jetzt anders im Gegensatz zu den Produktionen
davor?
Dendeman: Praxis.
Rabauke: Wie gesagt. Es war immer Theorie. Man hat sich immer erst
getraut ein Studio zu buchen, wenn man glaubte mit der Theorie abgeschlossen
zu haben und es nicht mehr theoretisieren zu können und wir
gesagt haben: jetzt müssen wir wirklich aufnehmen, obwohl,
wenn ich heute noch text lerne dann bin ich morgen vielleicht noch
fitter und lass uns erst mal übermorgen und so funktioniert
Hiphop dann teilweise leider nicht oder macht weniger Spass.
Dendeman: Und das Studio ist einfach da um auf die Theorie komplett
zu verzichten und gleich mit der Praxis anzufangen.
Bumbanet: Auf "Zwei" findet man ja eigentlich recht
wenig Features, aber Samples en masse – das habt ihr ja auf dem
neuen Album beibehalten bzw. das ist ja so euer Markenzeichen.
Dendemann: Billige Features. Wir habens fast noch mehr gemacht.
Das ist aber nicht so bewusst, sondern wir müssen uns da fast
eher auf die Finger hauen, nicht schon wieder Rapper X zitieren
oder so, was einfach so ein grosser Einfluss wird.
Bumbanet: Eure Platte konnte man sich ja schon vor Veröffentlichung
im Netz runterladen. Wie steht ihr dazu?
Dendeman: Arschlöcher. Und zwar deshalb, weil das nicht ein
kleiner Hiphop-Fan war, der sich nichts böses dabei gedacht
hat, sondern Musikjournalisten, die genau wissen, was sie da tun.
Fertig. Arschlöcher.
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