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Sie
kommen aus dem Ruhrpott und haben kürzlich ihr Debütalbum
"Stalkin' Like Killers" bei Alveran Records herausgebracht.
Wir unterhielten uns mit dem HC-Fünfer auf dem Alveran Festival...
Bumbanet: Okay, dann erzählt uns doch mal ein paar Worte
zu eurer Bandgeschichte, wie hat es alles angefangen?
Drift: Also Mirko, unser Drummer und ich (Marcel, Vocals) sind
die einzigen die vom ursprünglichen Line-Up noch mit dabei
sind. Gegründet haben wir uns so um 1994. Damals waren wir
auch eine Art Notlösung für einen Freund, der eine Show
organisiert hatte und dringend noch eine Supportband brauchte. Wir
verzogen uns schnell in die hinterste Ecke des Clubs und schrieben
innerhalb von zehn Minuten einen Song den wir ein paar Minuten später
schon live auf der Bühne spielen mussten. Aus dieser bizarren
Situation heraus entwickelte sich dann doch tatsächlich eine
seriöse Band. Innerhalb der paar Jahre, die es Drift schon
gibt, hatten wir aber immer Probleme mit unserem Line-Up. Die Leute
kamen und gingen. Und dadurch konnten wir uns musikalisch nie in
schnellen Schritten weiterentwickeln. Das Problem haben wir jetzt
hoffentlich gelöst. Unser momentanes Line-Up besteht aus Mirko
und mir, Stuff (Stefan) unserem Bassisten, Dominik (Gitarre) und
Andreij auch an der Gitarre. Dominik hat vorher bei "Bleeding" gespielt
und Stefan bei "Bloodstring". Unser erstes Demotape ("The Luxury
Od Demise") haben wir 1997 rausgebracht, dann kam die Split mit
Copykill und nun ist unsere erste Full Length draussen.
Bumbanet: Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Copykill?
Drift: Wir kennen Copykill schon eine zeitlang und kommen gut mit
denen aus. Irgendwann hatten wir dann die Idee mal was Gemeinsames
zu veröffentlichen. Diese Idee einer Split-Cd wurde dann ganz
schnell zu einer Sache, bei der dann auf einmal vier Bands dran
beteiligt sein sollten, nämlich noch Settle The Score und noch
Sidekick. Doch das Projekt ging dann auch so schnell wie es entstanden
war auch wieder in die Brüche. So blieben halt nur noch Copykill
und wir. Zurk danach machte Sascha von Alveran Copykill einen Plattendeal
und die fragten ihn dann nach einer Split mit uns und so wurde "Conceptions
Of Mayem" geboren und wurde anstatt auf Kingfisher Records dann
eben auf Alveran veröffentlicht.
Bumbanet: Und mittlerweile habt ihr ja auch euer eigenes Album
bei Alveran veröffentlichen können. Was könnt ihr
uns über "Stalkin Like Killers" berichten?
Drift: Also das war ein ganz schönes Stück Arbeit! Mit
dem Ergebnis sind wir allerdings sehr zufrieden, vor allem mit der
Produktion. Wir hatten ja ein beschränktes Budget und hätten
letztendlich nicht gedacht, dass wir damit solch ausgereifte Aufnahmen
kriegen. Aber Christian, der Chef des Studios in dem wir waren,
ist einfach der Beste. Was der alles aus dem Equipment und kleinen
Studio rausgeholt hat, einfach Wahnsinn! Wir haben aber auch echt
an allem rumgefeilt und haben Perfektion diesmal gross geschrieben.
Bumbanet: Copykill haben ja schon die ein oder andere Kritik
bekommen, weil sie sich positiv zum Violent Dancing geäußert
haben. Wie steht ihr zu dem Tough-Guy Image, das bei vielen Leuten
nicht so anerkannt wird, gegenüber?
Drift: Ja, das kann zu einem echten Problem werden. Wenn man in
der Hardcore-Szene einmal dieses Image einer Tough-Guy Band verschrieben
bekommen hat, dann heisst es sofort gleich: man hat nix im Kopf,
oder ist agressiv oder oder oder. Mir geht das ziemlich auf die
Nerven! Und ich weiss gar nicht was die ganze Aufregung um das Violent
Dancing soll??! Ich könnte durchdrehen, wenn sich solche Typen
mit lackierten Fingernägeln und Umhängetäschchen
als "Hardcore" bezeichnen und sich dann darüber aufregen, wenn
andere Kids tanzen. Violent hin oder her, dass heisst ja nicht,
dass sie andere damit verletzen wollen! In den meisten Kritiken
steht, dass unsere Lyrics ja so typisch tough guy wären. Ich
frag mich echt, was tough guy Texte überhaupt sind?! Nur weil
sie agressiv sind, und tut mir leid, aber die Agressivität
ist nunmal Bestandteil des Hardcores, heisst das doch noch lange
nicht, dass sie tough-guy sind. Was spielt den das prollige Image
für eine Rolle?! Das hat meiner Meinung nach mehr mit Hardcore
zu tun als diese ganze Emoscheisse!
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