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Disturbed Interview News

In den Staaten haben sie ihr Debüt Album "The Sickness" schon millionenfach verkauft, in Deutschland haben sie aber immer noch den Underdog Status. Und das, obwohl sie mit ihrem New Rock - Elektro Mix mittlerweile auch hierzulande in den Clubs rotieren. Als Support von Marilyn Manson zog es sie jetzt nach Europa und wir nutzten diese Chance, Sänger David Draiman in Köln zu interviewen.

Bumbanet: Ihr habt gerade euer Debüt "The Sickness" released, habt ihr mit dem großen Erfolg (in den Staaten) gerechnet?

Disturbed: Wir sind nicht gerade überrascht, aber natürlich schon sehr erfreut. Aber wir hatten die ganze Zeit das Vertrauen ins uns, dass wir es schaffen. Von daher kann man da nicht so genau zwischen "erwartet" und "gehofft" unterscheiden.

Bumbanet: Wir habt ihr es denn geschafft, euch in den USA so eine große Fanschaft aufzubauen?

Disturbed: Das liegt an vielen verschiedenen Dingen. Wir haben sehr, sehr viel getourt, seitdem das Album veröffentlicht wurde. Die Fans haben so erkannt, dass wir es ernst meinen, dass wir "real" sind. Die Fans können auf uns zählen. Dazu haben wir in den Staaten auch viel Radio-Airplay bekommen, und wir waren auf großen Touren. So war das eine Kombination von verschiedenen Faktoren.

Bumbanet: Ihr habt auch viele elektronische Elemente auf eurem Album. Hört ihr auch persönlich elektronische Musik?

Disturbed: Wir hören alle Arten von Musik, das interessiert und alles.

Bumbanet: Was sind denn eure musikalischen Einflüsse?

Disturbed: Das ist sehr unterschiedlich, jeder von uns hat auch einen eigenen Geschmack. Das fängt bei Black Sabbath und Metallica an, und geht über die Sex Pistols, Pantera bis hin zu New Wave. Das ist halt alles gemixt.

Bumbanet: Viele Bands haben derzeit unzählige Features von anderen Künstlern auf ihren Alben, ihr aber nicht. Gibt es dafür spezielle Gründe?

Disturbed: Oh, als wir die Platte gemacht hatten, kannten wir einfach niemanden. Das war eigentlich der einzige Grund. Ich würde in der Zukunft gerne Features haben. Wir wollen aber nicht unsere Bandbreite und Vielfalt durch andere Artists erhöhen, da sollte auch unsere Kreativität reichen.

Bumbanet: Gibt es denn jemanden, mit dem ihr gerne zusammenarbeiten würdet?

Disturbed: Da gibt es eine Menge Leute. Mike Patton (Ex- Faith no more) wäre ein Favorit, oder James Keenan von Tool.

Bumbanet: New Rock ist zur Zeit ziemlich angesagt, habt ihr mal darüber nachgedacht, warum das so ist?

Disturbed: Die Leute müssen ihren Geschmack halt immer in ein bestimmtes Muster einordnen. Und jetzt ist halt aggressive Musik wieder beliebt. Sowas ändert sich immer wieder alle zehn Jahre. In den späten '70ern und Anfang der '80er war es Punk, Anfang der '90er dann Grunge, und jetzt ist es New Rock.

Bumbanet: Was denkst du ist das Besondere an New Rock?

Disturbed: Ich denke, New Rock ist so erfolgreich, weil er sich mit echten, "realen" Dingen beschäftigt. Es geht um Inhalte, und nicht nur um Sachen wie oh my boyfriend hurts my feelings. So einen dummen Bullshit gibt es bei uns nicht. New Rock beschäftigt sich mit dem Leben, und das ist nicht nur schön.

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Autor:
Bumbanet Redaktion
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