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Die
Firma aus Köln ist mittlerweile eine Institution. Und so gibt
es keine Zweifel, dass ihr drittes Album "Das Dritte Auge"
auch wieder einschlagen wird. Wir unterhielten uns mit Rapper Def
Benski und DJ / Producer Fader Gladiator darüber...
Bumbanet: Wieso das Das Dritte
Auge, warum dieser Titel?
Fader Gladiator: Die Idee kam, als
wir generell die Titel für die Songs gesucht haben. Auf einer
Zugfahrt hatte ich mir ein paar Gedanken gemacht, und der erste
war Krieg und Frieden. Das war mir aber zu groß
vom Titel hier, dem wird das Album nicht gerecht. Später bin
ich dann auf Das Dritte Auge gekommen. Darunter versteht
man auch die ganzen Mystifizierungen, das Übersinnliche, und
das Wort 3 hat gut gepasst wegen dem Zweiten Kapitel.
Zunächst hatten wir den Titel nur als Vorschlag im Hinterkopf,
aber als wir dann das Album zusammengesetzt haben, haben wir gemerkt,
dass der Titel auch gut passt.
Bumbanet: Wolltet ihr etwas an dem
Album grundsätzlich anders machen als bei den Vorgängern?
Fader: Es war nicht so, dass wir uns
hingesetzt und überlegt haben, was wir anders machen müssen
weil es uns nicht gefallen hat. Aber man hat schon im Kopf, dass
man Das Spiel Des Lebens oder Das Zweite Kapitel
musikalisch nicht nochmal neu machen möchte. Deshalb habe ich
versucht neue Elemente einzufügen, krankere Synthie Sounds,
technoide Töne. Man soll hören, dass das Ganze etwas futuristischer
ist. Das Tempo ist auch 10 bis 20 BPM schneller als bei den letzten
Platten. Das heißt nicht, dass es besser oder schlechter ist,
es klingt einfach anders, aber trotzdem hat es noch die Firma Richtung.
Def Benski: Dadurch, dass die Musik
schneller ist, musste ich mich textlich auch anpassen. Und es galt
auch für mich und Tatwaffe, dass wir etwas neues probieren
wollten. In einer Art bleibt man sich natürlich treu, aber
man probiert mal einen anderen Flow. Da haben wir viel ausprobiert.
Bumbanet: Ich denke schon, dass ihr
euch von Album zu Album verändert habt glaubt ihr auch
eure Fans haben sich verändert, bzw. dass nicht mehr die gleichen
Fans wie am Anfang dabei sind?
Fader: In erster Linie bin ich mein
eigener Fan, meine Platte muss mir gefallen und ich muss zu der
Sache stehen können. Der Rest ergibt sich dann einfach. Wenn
man ein gutes Album abgeliefert hat findet man immer wieder neue
Fans und die alten bleiben dabei. Egal ob man jetzt etwas anders
klingt als vorher. Man ist ja immer noch Die Firma.
Bumbanet: Ihr habt auf dem neuen
Album mehr straighte HipHop Beats benutzt und weniger Klassik Sample
Einlagen...
Fader: Ich weiß nicht genau.
Kann sogar sein, dass ich gleichviel Klassik Themen verwendet habe,
nur nicht so offensichtlich. Wir haben das Thema als Firma angefangen,
wir haben es geschafft damit einen eigenen Sound zu kreieren, und
jetzt war es spannend in eine andere Richtung einen neuen Sound
zu kreieren.
Bumbanet: Textlich seid ihr etwas
negativer geworden und benutzt etwas weniger Mythologie?
Def Benski: Eine Entwicklung ergibt
sich ganz zwangsläufig. Auf dem ersten Album fasst man alles,
was man in den Jahren zuvor erlebt hat, zusammen. Bei dem zweiten
Album geht man dann mehr in sich rein, und beim dritten Album musste
man jetzt gucken, was man macht. Gefühle und Emotionen wiederholen
sich immer wieder, man verpackt die jetzt nur anders. Abschiedsbrief
ist sehr negativ, ganz klar. Tatwaffe beschäftigt sich mehr
mit den übernatürlichen Sachen, bzw. natürlichen
aber sehr geheimnisvollen. Aber insgesamt denke ich, dass der Anteil
der einzelnen Einflüsse und Themen gleich geblieben ist.
Fader: Auf dem zweiten Album war alles
plakativer. Meiner Meinung haben wir jetzt die selben Inhalte, aber
die sind anders verpackt. Was damals bei Nebel der Geschichte
angedeutet wurde hat jetzt einen realen Bezug. Deshalb wirkt das
jetzt mehr als Kriegsberichterstattung. Die Dunkle Seite Des
Mondes hat jetzt die selben Querverweise, ist aber als Story
verpackt und wirkt spaciger. Die Inhalte haben sich aber nicht geändert,
das Mythologische ist nur etwas versteckter. Ich denke auch, dass
alle Alben negativ ausgerichtet sind. Nicht im schlechten Sinne,
sondern es geht um Emotionen, Destruktivität, Ärger und
Zweifel. Du kannst nicht die ganze Zeit Liebeslieder machen. Wir
haben jetzt auch diese Party-orientierten HipHop Dinger wie Hör
Ma! und Strassenfest. Aber damit kann man kein
ganzes Album machen. Wir hatten auch kein Drang mehr poetische Sachen
auszuschöpfen, wie bei Sonne Der Galaxis auf dem
zweiten Album.
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