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Caliban
dürften mittlerweile Deutschlands Aushängeschild in Sachen
Metal-Hardcore sein, spätestens seit ihrer USA und Japan Tour.
Höchste Zeit für uns für ein Interview, das wir mit
dem Drummer der Band führten...
Bumbanet: Dann erzähl doch erstmal ein bißchen was
über eure Bandgeschichte...
Robert: Die Band hat glaub ich 1993 angefange, als Schulband. Das
einzige Gründungsmitglied, das heute noch dabei ist, ist Engin,
unser Bassist. Dann sind Marc und Andy, heutiger Gitarrist und Sänger,
hinzugekommen. 1997 sind dann Drummer und Gitarrist ausgestiegen
und ich hatte den Rest der Band mal auf einem Konzert kennengelernt.
Kurz darauf sind dann Klaus und ich in die Band gekommen und wir
haben die ersten zwei Songs aufgenommen, welche eigentlich auf einer
Compilation veröffentlicht werden sollten. Diese Compilation
kam aber nie heraus und so haben wir diese beiden Songs einfach
an ein paar Labels geschickt. Lifeforce Records meldete sich und
kurz darauf nahmen wir eine CD auf. Wir spielten viele Shows, gingen
auf Europa Tour. In den ganzen Ländern bekamen wir sehr viel
Resonanz. Nach dieser Tour haben wir dann unser ertses richtiges
Album "A Small Boy And A Grey Heaven" aufgenommen. Wieder viele
Shows gespielt und eine Menge Resonanz bekommen. Dann haben wir
Songs für die Split CD mit Heaven Shall Burn aufgenommen.Klaus
stieg dann aus der Band aus, weil ihm die ganze Sache zu stressig
wurde. Er wohnt in Münster und hat zu diesem Zeitpunkt noch
eine Ausbildung gemacht. Thomas kam dann als zweiter Gitarrist in
die Band. Mit ihm klappte es aber nicht so gut, also stieg er nach
einem halben Jahr wieder aus. Mit der Split hatten wir dann übrigens
auch richtig viel Erfolg und spielten erstmals auch richtig große
Shows. Nachdem Thomas weg war, kam Denis dann fest hinzu. Das aktuelle
Album heisst "Vent", mit dem wir auch in Japan und in den USA auf
Tour waren.
Bumbanet: Ihr habt mittlerweile also vier Releases...
Robert: Ja, zwei Alben, eine Mini-CD und eine Split-CD. Nur mit
der ersten CD "Caliban", die ist von 1998, bin ich nicht so ganz
zufrieden. Schlecht produziert und auch die Songs gefallen mir nicht
so gut. Insgesamt ziemlich scheisse meiner Meinung nach. Naja, kann
man nichts mehr dran ändern. 1999 kam "A Small Boy And A Grey
Heaven" raus, ein Jahr später die Split mit Heaven Shall Burn
und dieses Jahr dann "Vent". Zu dem Zeitpunkt an dem wir die jeweilige
CD aufgenommen haben, war ich auch immer voll und ganz damit zufrieden
und wenn man gerade eine neue CD draußen hat, dann weiss man
auch, dass man sich weiterentwickelt hat und meistens auch in eine
sehr positive Richtung. Ich würde sagen, dass "Vent" mit Sicherheit
unser ausgereiftestes Album ist.
Bumbanet: Nun seit ihr ja auch gerade erst von eurer Japan-Tour
zurückgekehrt...
Robert: Ja, genau. Wir haben eine Show mit Shadows Fall und noch
zwei anderen Bands gespielt. Das war eine kleine Clubshow mit ungefähr
350 Leuten. Die Stimmung war richtig geil und da ging´s dann auch
dementsprechend ab. Dann haben wir auf dem Beast Fest gespielt,
in Yokoham mit Pantera, Slayer, Shadows Fall, Sepultura, Biohazard
usw. Die Resonanz, die wir da bekommen haben, war auch einfach überwältigend.
Bumbanet: Ist eure Platte in Japan veröffentlicht worden?
Robert: Ja, "Vent" ist auf Imperium Records dort rausgekommen.
Verkauft sich auch richtig gut!
Bumbanet: Kannst du uns ein paar Infos zur anstehenden US-Tour
geben?
Robert: Wir sind ab September für zwei Wochen mit Bloodjin
aus North Carolina auf Tour. Ostküstentour! Zwei Wochen sind
für eine Tour in den USA zwar nicht so lang, aber besser als
gar nichts.
Bumbanet: Ihr habt euch ja in der europäischen Hardcore-Szene
in den letzten Jahren einen ziemlich großen Namen gemacht.
Hat sich für dich dadurch irgendwas verändert?
Robert: Ich würde sagen, dass wir aufgrund der ganzen Liveshows
viel mehr an Selbstsicherheit gewonnen haben. Durch unsere ständige
Livepräsenz sind wir auf jeden viel sehr selbstsicher geworden,
aber das ist ja klar. Desweiteren würde ich sagen, dass das
Songwriting immer besser wird und die Songs immer ausgereifter klingen.
Das sind aber auch alles Dinge, die erst mit der Zeit kommen und
die sich dann ganz natürlich entwickeln. Auf persönlicher
Ebene hat sich bei mir eigentlich nichts verändert. Ich bin
immer noch ich selbst.
Bumbanet: Hast du in eurem Publikum zwischen Deutschland und
anderen Ländern Unterschiede bemerkt?
Robert: Ja, da gibt´s richitg heftige Unterschiede. Die Leute in
Japan sind so enthusiastisch! Sowas hab ich echt noch nicht erlebt.
Bei Shows geht´s da ganz anders ab als in Belgien. In Japan ist
alles ein bißchen mehr Metal und die Leute schreien mit und
stagediven. Die Leute wollen Autogramme haben, kommen auf dich zu,
verneigen sich vor dir und wollen Photos machen. Sowas gibt´s in
Europa einfach nicht, dafür sind die Leute hier wohl einfach
zu stolz.m Ich hätte nicht gedacht, dass es so große
Unterschiede in unserem Publikum gibt, aber hm, sogar in Europa
gibt es Differenzen. In Spanien ist es zum Beispiel auch ganz anders
als in Nord-Europa. Im Süden gibt es noch viel mehr Underground
und die Leute sind punkiger.
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