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Im
Rahmen ihrer Promotour zum am 30.04. auf Tommy Boy erscheinenden
Debüt "Can’t Breathe", treffe ich einen Tag vor ihrem
fast ausverkauften Konzert im Hamburger Logo, die vier New Yorker
im Nebenzimmer des Restaurants ihres Hotels. Die vergangene Nacht
auf der Reeperbahn steckt allen noch in den Knochen und schon einige
Interviews liegen hinter der Band. Das hindert aber Sänger
Chris, Gitarrist Rob, Drummer Mike und seinen Bruder Jamie, der
für den Bass zuständig ist, nicht daran, ausführlich
auf alle Fragen einzugehen.
Bumbanet: Tommy Boy ist ja eigentlich eher für seine Hip-Hop-orientierten
Acts wie z.B. Everlast, De La Soul oder Missy Elliot bekannt, wie
kam es dazu, dass eine Rockband wie Ihr dort gelandet seid?
Jamie: Oh, sie beginnen damit Rockbands zu signen. So zum Beispiel
auch Pimpadelic (US-Signing, welches bei uns bisher noch nicht veröffentlicht
wurde, d. Verf.). Oder schau Dir Everlast an, dass ist ja auch eher
Crossover-Rock. Sie haben gerade noch eine neue Rockband gesignt,
deren Namen habe ich aber schon wieder vergessen.
Bumbanet: "Can’t Breathe" wurde ja von John Travis,
der ja auch schon mit Leuten wie z.B. Kid Rock gearbeitet hat produziert.
War er Euer Wunschkandidat?
Jamie: In erster Linie war es eine Frage des Timings. Wir wollten
das Album nun endlich herausbringen und sprachen mit vielen Produzenten,
wobei er uns der Richtige erschien. Er schenkte uns am meisten Aufmerksamkeit
und ich denke auch, dass er derjenige war, der uns am meisten geben
konnte. Vor allem wollte er die Songs nicht großartig verändern,
sondern einfach nur das Beste aus dem vorhandenem Material herausholen.
Er hat es geschafft, unsere Live-Energie im Studio umzusetzen, was
ja oft sehr schwer ist.
Bumbanet: Ich habe gehört, dass bereits Demo-Tapes von Euch
massives Airplay im Radio bekamen. Stimmt das?
Jamie: Ja, dass war KROC, ein Radiosender in New York. Diese Leute
haben uns wirklich von Anfang an voll unterstützt, wofür
wir ihnen auch unendlich dankbar sind. Sie spielten unsere Songs,
lange bevor wir einen Deal hatten und haben uns somit sehr geholfen.
Bumbanet: Wo liegen eigentlich Eure Einflüsse? Ich habe
gehört, dass Ihr mehr Inspiration aus älteren Sachen zieht
als aus neueren Acts?
Jamie: Ach, das stimmt so eigentlich nicht. Wir hören so ziemlich
alles.
Chris: Also meine Rockeinflüsse liegen eindeutig bei den Deftones,
Stone Temple Pilots und Pantera, aber gibt eine Menge andere Arten
von Musik oder Künstlern wie z.B. R&B, Stevie Wonder oder
Marie G. Blidge, die mich inspirieren. Ich achte sehr auf den Klang
einer Stimme. Das ist das Wichtigste und jede Stimme, die einen
guten Klang hat, ist für mich etwas besonderes.
Mike: Ich mag außerdem Living Colour sehr. Da kommen meine
R&B-Einflüsse her. Sie hatten einen großartigen Sänger.
Jamie: Wie gesagt, wir hören eigentlich alles. Bei uns im
Bus macht Rob in einem Moment eine Slayer-Platte rein und kurz danach
sitzen wir da, und hören Jazz. Auch von klassischem Rock wie
Black Sabbath, bis hin zu den Beatles. Wir mögen auch die neuen
Bands wie Papa Roach, Korn und natürlich die Deftones. Alles
ist gut! (Gelächter) Dieses ganze New Metal-Ding ist für
uns auch kein Problem, weil wir denken, dass es einfach gute Musik
ist
Rob: Wir lieben nun mal Musik. Wir diskriminieren da niemanden.
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