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Sie
repräsentieren, was sonst noch kaum in der Öffentlichkeit
passiert. Und das machen sie mit einem grossen Album. Wir unterhielten
uns drüber und mehr mit Beatboxer Eliot - Zlep und Bina waren
nicht dabei - aber dafür anderweitige Unterstützung...
Bumbanet: Wer seid ihr und was macht ihr?
Eliot: Ich bin Eliot und Beatboxer, schon seit ziemlich langer
Zeit. Mit die Lyrika mache ich auch eine feste Formation seit Ende
1992. Und mit Victor mache ich seit 1996 ein Label, wo auch die
erste Freestyle Platte herausgekommen ist. Das läuft unter
dem Namen Viel Entertainment, das Label heisst Viel Vibes. Seit
Mitte 2000 ist das jetzt fachmännisch am Start mit vernünftiger
Struktur. Sonst mache ich noch Graffiti, viel Graphik und einige
Internetsachen für das Label.
Victor: Ich bin der zweite Teil der Lyrika, seit 1990 am Rappen
und seit 1996 auch Teil von Viel Entertainment. Jetzt bin ich auf
der Popkomm um die Beatbox Platte zu repräsentieren.
A.C.L.: Ich bin MC und Producer und auch auf dieser Beatbox Platte
drauf. Außerdem mache ich den Live-Support für die Jungs.
Seit 1993 mache ich Sound und ich habe auch eine Maxi draussen.
Bumbanet: Wie kam euch denn die Idee zur Beatbox Platte?
Eliot: Die Idee kam, als ich 1992 Victor bei einem Lyrika Auftritt
auf der Bühne getroffen hatte, wo ich dann auch der erste Mal
live Beatbox gemacht habe. Sonst hatte ich das immer nur für
mich gemacht. Ich bin dann in die Lyrika Formation eingetreten,
und galt halt Beatbox plus MC gleich die Lyrika. Die Konzept haben
wir dann versucht auch auf Platte zu bekommen. Später bin ich
dann mit dem Zlep aus München zusammengekommen und habe die
Oralakrobatik Formation gegründet. Damit sind wir auch auf
Tour gegangen und wir haben ein Tape produziert, 1999 war das. Die
Idee, wie man Beatbox auf Konserve bringt, da das ja eigentlich
ein Live-Ding ist, war ständig in unserem Kopf drin. Wir haben
so viel experimentiert, aber das Ergebnis war immer eher Freakstuff,
also nichts, womit man eine ganze Platte füllen könnte.
Irgendwann haben wir dann den Tom kennengelernt, der auch der Producer
der kompletten Platte ist. Wir haben dann mit ihm experimentiert
und nach einer Zeit sind da einfach Beats bei rausgekommen und wir
haben eine Technik entwickelt, wie wir das Beatboxing am Besten
aufnehmen können. Dann hatten wir ein endlich Beatbox Instrumental,
das jedem gefallen hat. Am Anfang hatten wir erst eine Maxi im Kopf,
aber dann kamen immer mehr Tracks zusammen und wir haben uns bis
auf die LP gesteigert. Es gibt ja keine vergleichbare Platte, wo
alle Beats mit Beatbox gemacht werden, deshalb mussten wir uns da
auch selber reinhören und eine Technik entwickeln. So ist das
gewachsen. Als wir dann die Beats hatten haben wir die ganzen Jungs,
die wir kennen, gefragt, ob sie nicht Lust hätten darauf zu
rappen. Das ist überall super angekommen und deshalb haben
wir Acts wie Ferris oder Dendemann drauf. Viele Leute hatten aber
auch keine Zeit, deshalb haben wir die Platte Volume 1 genannt,
was darauf hinweisen soll, dass weitere Projekte folgen, auch internationale.
Wir denken, dass Beatbox bisher zu sehr vergessen und nicht vernünftig
gefeatured wurde. Mit unseren Projekten wollen wir ein kleines Netzwerk
von Beatboxern spannen.
Bumbanet: Gab es denn bestimmte Sachen die euch bei der Arbeit
inspiriert haben?
Eliot: In der Oldschool Szene in den USA gibt es natürlich
viele Beatboxer, die uns die Augen öffnen. Aber einen direkten
Haupteinfluss gibt es nicht. Wir haben einfach viele Skits auf verschiedenen
Platten gefunden.
Bumbanet: War es auch ein Hauptgrund für euch die Beatbox
Platte zu machen, dass Beatboxing zu sehr unterrepräsentiert
ist?
Eliot: Beatboxing war ja noch nie sehr stark repräsentiert,
das war immer etwas exotisch. Das liegt auch daran, dass man sehr
lange braucht um auf ein vernünftiges Level zu kommen. Wir
wollten mit unserer Platte die Leute wachrütteln, ihnen sagen:
Es gibt Beatboxing nach wie vor und es gibt einige Jungs die das
sehr geil können. Die Leute sollen Beatboxing auch als ernsthaftes
Ding sehen, das ist kein Pausenfüller wenn die Technik mal
spinnt.
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