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Interview: Backyard Babies News

Ohne Frage wollen sie ganz nach oben, nach oben in den Rock'n'Roll und Glamrock Himmel. Mit ihrem Album „Making Enemies Is Good“ haben die vier Schweden den Weg dorthin gefestigt, nur live müssen sie wohl noch an ihrem Erfolg arbeiten. So gesehen beim Tourstopp ihrer bisher größten Tour im November 2001 in Köln.

Als Venue musste der leicht piefige und als Studentenladen bekannte Prime Club herhalten. Als wir dort am späten Nachmittag eintrafen, war auch keine Menge von Groupies zu bewundern, nur zwei harrten an der Tür aus. Das mag, zugegeben, am kalten Wetter und fiesen Regen gelegen haben. Nun gut, der von der CD ausgehende Hauch von Glamour machte sich dann auch im Club nicht breit, dafür erwies Gitarrist Dregen als umso sympathischerer Interviewpartner.

Dregen war ebenso nicht begeistert vom Wetter und so ist die Lieblingsbeschäftigung der Band auf Tour auch nur Schlafen und Essen. Da scheinen die Backyard Babies Regen und Kälte doch gewohnt zu sein. Aber wenn's mal anders ist, wie in Barcelona, passt man sich natürlich an und schaut sich die Städte an. Ansonsten gibt es auch nicht viele Entscheidungen auf Tour zu fällen. An neuen Songs wird nicht geschrieben, das macht das Quartett nicht auf Tour. Und über die Supportbands macht man sich auch nicht viele Gedanken. Die Meisten passen musikalisch sowieso nicht und letztendlich hängt alles an der Plattenfirma und am Geld. Mit Danko Jones hat man dann aber doch eine sehr gute Wahl getroffen. Vielleicht hängt das auch mit der neuen Plattenfirma der Band zusammen, BMG / Supersonic. Von Eastwest verabschiedete man sich, bzw. umgekehrt, weil, so Dregen's Meinung, Eastwest zu einem Dancelabel verkommen sei. Da stellt sich die Frage, in welche Richtung die Ohr von Dregen tendieren. Schweden sieht er dabei nicht gerade positiv. Entombed und die Hellacopters liebt er, klar, aber viele Bands versuchen einfach nur die Backyard Babies zu kopieren und die Innovationen fehlen. Wenn es um andere Zielgruppen geht sind Millencolin natürlich die Vorreiter, nicht nur was den schwedischen Melodic Punk angeht. Die Melodic Punk Szene mag er eigentlich, gäbe es nicht Bands wie Blink182 die alles kaputt machen und immer gleich klingen. In der Punk Ecke möchte die Band sich selber aber nicht sehen, die einzige Gemeinsamkeit ist die Anzahl der Akkorde. Und auch wenn nicht wenige Fans aus der Punk Ecke kommen, die müssen halt sehen wo sie bleiben. Die Backyard Babies sollen sich auch weiterhin musikalisch entwickeln und verändern, Dregen will neue Fans gewinnen. Und da hat er einen Traum. Seine Vorbild ist Guns N' Roses und sollten deren neues Album nicht verdammt gut werden, so will er mit den Backyard Babies diese Position übernehmen. Dann dürfte es auch zu mehr als einem ausverkauften Prime Club reichen.

 

Autor:
Bumbanet Redaktion
Photos:
BMG

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