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  • Eminem- Revival

    Von Christian Schmitz-Linnartz

    Jede ist besser als Mrs. Jay-Z

    Interscope records – VÖ: 15. Dezember 2017

    Prolog:
    Es ist allerorten dieser Tage, dieser Hang zur Überkritik. Ob es den neuen Star Wars betrifft, oder die neue Eminem-Platte. Ich habe mich beidem mit jugendlichem Wohlwollen geöffnet und bin nicht enttäuscht worden.

    Zur Sache:
    Letztens las ich begeistert einen Artikel, der meinte, HipHop müsste mehr ins Feuilleton. Doch bitte nicht so wie auf SPON. Herr Pohl gehört vermutlich zu den Herren, die angefangen haben, sich der “schwarzen Subkultur” HipHop durch hyperventilierende Vibratos von Tussen wie Mariah Carey anzunähern, weil das ja irgendwie zusammengehört. Denn anders ist es nicht zu erklären, dass er nicht schriftlich manifestiert, dass die Eröffnung der Platte das Widerlichste ist, was es über “Revival” zu sagen gibt. Das sind jedoch lediglich Vermutungen; es brauchte einen Einstieg für die Plattenkritik, und den lieferten mir (zugegeben sehr konstruiert) Herr Pohl und Frau Jay-Z a.k.a Beyoncé.

    Besagte Mariah-Epigonin winselt die Platte an und sich durch die Hook des Openers, dass man die Platte gern nach den ersten paar Takten zum Fenster hinaus würfe. Aber- ach die Zeichen der Zeit- die Musik ist auf dem Mobiltelefon und dieses dann doch zu überlebenswichtig, um aus dem zweiten Stock zu segeln.

    Dabei kennt Herr Matthers doch Damen, die richtig singen können. Bei Pink zum Beispiel durfte er gastieren auf ihrer aktuellen Platte und sie jetzt auf “Need me!” bei ihm. Oder Liz Rodrigues auf “Castle” oder Alicia Keys auf “Like home”, all die Damen können was.

    Herr Pohl kam wohl mit “The-Slim- shady-LP” zum HipHop. Das ist per se nicht zu beanstanden, dennoch ist es nur dadurch zu erklären, dass der Mann nicht die technischen Finessen zu würdigen weiß, die der Platte innewohnen. Man muss ja nur einmal Tracks wie “Offended” anhören, so mühelos grazil rappt sich sonst niemand durch Tempowechsel bis hin zur Double oder Triple time.

    “Revival” enthält nicht durchgängig den Eminem, der auf Tracks wie “No love” Lil’ Wayne an die Wand rappt oder den Eminem aus “Rap god”. Und er mag sich auch des Öfteren selbst biten, übersetzt für Feuilletonisten- zu selbstreferentiell in Text und Hookzitaten sein, aber Eminem ist immer noch der einzige Mensch auf der Welt, der den Eindruck erweckt, diese Darreichungsform an Inhalten und Musik in den Genen gehabt zu haben. M.M. muss sich nicht verbiegen oder neu erfinden, weil alles so genau gesetzt wirkt, dass er auch, sollte er in Teilen tatsächlich uninspiriert sein, der alleinige Maßstab des Games ist.

    Und wenn einer “Zobie” sampeln darf, dann er. Und ich verwette meinen Popo darauf, dass Frau O’Riordan ob des Ergebnisses von “In your Head” auch aus dem Häuschen sein dürfte.

    Und bei mir klingt mehr als nur vorweihnachtliche Milde durch, wenn ich sage, dass “Revival” eine mehr als ordentliche Platte ist.

    Wertung: ★★★★☆







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